Dienstag, 15. Oktober 2013

[Kritrezension] Totenblick

Totenblick

Markus Heitz

520 Seiten

Knaur Taschenbuch 2013

9,99 €

Die Bilder --> Sie sind Vorlagen für die grausam inszenierten Tatorte des Mörders. 
Der Ermittler --> Er liefert sich mit dem Täter einen Wettlauf gegen die Zeit.
Der Totenblick --> Wer von ihm erfasst wird, muss sterben ...

Was ist eine "Kritrezension"? 

Ihr kennt das bestimmt: Ihr lest ein Buch und findet die Geschichte an sich sehr sehr gut - nur irgendwie haut es euch nicht vom Hocker, weil irgendwas euch an den Protagonisten, der Geschichte, was auch immer stört. So ging es mir zumindest bei "Totenblick". Nun habe ich dieses Buch trotz allem zu Ende gelesen und möchte es rezensieren - aber eben ein wenig kritisch. Versteht ihr, was ich meine? Wenn nicht, dann lest es trotzdem; vielleicht kommt die Erkenntnis beim Lesen!

Meine Meinung:

Ich umreiße euch ganz kurz, um was es geht - denn ALLES zusammen zu fassen würde doch den Rahmen sprengen. Also, es geht im Prinzip um einen Bildermörder, der sich in Leipzig aufhält. Er entführt Menschen, die er für "richtig" empfindet, um sein nächstes Kunstwerk gestalten zu können, bringt sie um und drapiert sie so, wie das betreffende Gemälde aussieht. Quasi lebende Kunst - mehr oder weniger!

Und das perfide an der ganzen Sache ist: Derjenige, welcher der Leiche nach Auffinden als erster in die Augen blickt, empfängt den "Totenblick" und muss ebenfalls sterben. Natürlich befasst sich ein Ermittlerteam mit diesen Morden und versucht den Mörder zu schnappen; was sich als nicht ganz so einfach herausstellt. 

Nebenbei gibt es noch zwei andere Erzählsichten: Einmal die Sicht des Mörders, welche aber nicht allzu oft vorkommt und die Sicht eines gewissen Ares Löwenstein, der später auch mit dem Mörder in Berührung kommt.

Meine Kritik:

An sich ist Markus Heitz ein genialer, temporeicher Thriller gelungen - aber meiner Meinung nach ein wenig zu ungenau. Mir kam es während dem Lesen so vor, als hätte der Autor zwei Geschichten in eine verpackt - die Bildermördergeschichte und die Geschichte von Ares Löwenstein. 

Auch die Protagonisten waren mir für ein Buch, welches 500 Seiten besitzt, zu wenig Tiefgang, waren zu ungenau und unpersönlich gestaltet. 
ABER was mich am meisten gestört, ja sogar genervt hat, war die Tatsache dass einfach zuviele Menschen gestorben sind. Es geschieht ein Mord nach dem anderen. Man kommt gar nicht dazu, sich mit den Charakteren auseinander zusetzten. Kaum fängt man an, sie zu lieben oder zu hassen, werden sie getötet.  

Die Auflösung zum Schluss war auch ziemlich gut gestaltet, ich fand ihn allerdings ein wenig zu abrupt; so als hätte Markus Heitz die Geschichte einfach nur noch zu Ende bringen wollen - und was der Bestatter für eine Fähigkeit besitzt wird einem bis zum Schluss nur umschrieben, aber nie genau gesagt.

Mein Fazit:

Es war ein guter Thriller, der mit Action nicht geizt, aber eben auch seine Längen hatte. Mir fällt es allerdings gerade auch sehr schwer, ein vernünftiges Fazit dazu zu schreiben, da ich ein wenig von dem Buch enttäuscht wurde. Also liest es selbst und bildet euch eure eigene Meinung dazu - Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden! Deshalb gebe ich "Totenblick"

2 1/2 von ( 5 ) möglichen Bücherpunkten!

Kommentare:

  1. Hallo Du,
    ich bin letztens auf deinen Blog gestoßen und lese fleißig mit. Vielleicht magst du ja auch dem 10-Fragen TAG teilnehmen. Ich würde mich freuen.
    http://feuerfluegel.blogspot.de/2013/10/ein-10-fragen-tag.html
    Lieben Gruß, Ina

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    1. Vielen lieben Dank :) Den TAG mache ich gerne mit - danke fürs taggen du Liebe <3
      Ganz liebe Grüße, Antonie

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