Mittwoch, 27. August 2014

[Kritrezension] Die Unbarmherzigen

Die Unbarmherzigen

Danielle Vega

272 Seiten

Bloomoon Verlag

12,99€

Sofia ist neu in der Schule und dankbar, dass sich die nette Riley ihrer annimmt. Riley und ihre Freundinnen Grace und Alexis haben alles, was man sich wünscht. Sie sind beliebt, gut aussehend und kommen aus den besten Familien der Stadt. Und sie fühlen sich berufen – berufen dazu, ihre rebellische Mitschülerin Brooklyn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Denn hinter der herablassenden Art des unangepassten Mädchens verbirgt sich etwas abgrundtief Böses, davon sind Riley und ihre Clique überzeugt. Riley will Brooklyns Seele retten und Sofia soll ihr dabei helfen. Was wie ein harmloser Streich beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum, aus dem es für Sofia schon bald kein Entrinnen mehr gibt …

Meine Meinung:

"Mal ein etwas anderes Cover ... hm und dieser komische Stern erinnert mich an etwas ... egal ich lese es einfach mal!" Tjaja, da sollte man wohl genauer in seinen Gehirnwindungen kramen, bevor man das Buch sich schnappt und mitnimmt! Naja das Wissen um was es sich bei dem "Stern" ( Pentagramm ) handelt, kam schneller als mir lieb war und ich lesen konnte; doch alles der Reihe nach.

Um was geht es? Es geht um Sofia. Sie kommt neu an eine Schule und freundet sich sehr schnell mit der gutaussehenden und beliebten Riley an; gleichzeitig lernt sie Brooklyn kennen, die etwas schräge Außenseiterin, welche angeblich Katzen das Fell abzieht und überhaupt auch vom Teufel besessen ist; meint zumindest Riley. 

Nach einer Party beichtet Sofia ihr, dass sie Brooklyn beobachtet hat, wie diese mit Rileys Freund knutschte - doch was dann geschieht und was Sofia alles tun muss; das hätte sie sich wohl nicht in ihren kühnsten Träumen ausmalen können. Denn Riley und ihre Freundinnen wollen Brooklyn den Teufel austreiben; wollen sie exorzieren ...

Die große Schrift und der recht angenehme Schreibstil der Autorin konnten mich anfänglich ziemlich begeistern und mich im Buch versinken lassen. Auch das Setting der Geschichte und die Grundidee waren doch irgendwie interessant; aber je mehr Seiten verflogen und je mehr sich die Stimmung sich verdüsterte, desto öfter kroch mir doch ein Schauer des Entsetzens über den Rücken.

Denn was dort alles beschrieben wurde ist garantiert nichts für schwache Nerven. Fingernägel werden entfernt, Salz in offene Wunden gestreut und überhaupt wird da eine Jugendliche nach Strich und Faden gequält und gefoltert. Und das alles um ihr das Böse zu entfernen, den Teufel aus ihr zu treiben und sie für das kleine Techtelmechtel zu bestrafen.

Meine Kritik:

Der Verlag hat für "Die Unbarmherzigen" eine Altersempfehlung von 14 Jahren festgesetzt. Ich würde von mir aus keinem Jugendlichen unter 16 Jahren dieses Buch in die Hand drücken, denn selbst mich gruselte und ekelte es gewaltig dabei - aber warum?! Für mich war es der feine, aber kleine Unterschied, dass ich mir sehr gut vorstellen konnte dass solche Riten wirklich irgendwo praktiziert werden; dass Leute dort draußen wirklich an Teufelsaustreibungen sich beteiligen und daran glauben und mir diese Geschichte deshalb so real, so makaber vorkam.

Andererseits muss ich sagen dass der Schluss mich dann wieder rum etwas sprachlos zurückließ; so nach dem Motto "Da haben wir dich aber ganz schön ins Bockshorn gejagt!". Ja, das hat die Autorin, aber solch ein Ende ... also nein, damit konnte ich gar nichts anfangen und war eher verärgert darüber. 

Und da waren noch die Charaktere, die mich maßlos enttäuschten. Die ganze Zeit über konnte ich keinen der Personen wirklich greifen - sie mir einfach nicht vorstellen. Sie waren für mich zu undurchsichtig, zu grau und unfassbar. Riley blieb bei den vier Mädels doch am meisten in meinem Gedächtnis hängen; und das auch nur, weil sie besonders perfide vorgegangen ist und richtig Spaß am Quälen von Brooklyn an den Tag legte.

Mein Fazit:

Blutig, grausam und ein Ende was mich rein gar nicht überzeugen konnte; entweder der falsche Zeitpunkt für das Buch oder die falsche Thematik - letzteres wird es eher sein und wird mich niemals mit sich reißen können. Was soll man dazu noch mehr schreiben? Ich weiß es nicht und lasse es deshalb lieber sein. Ich vergebe

1 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Dienstag, 26. August 2014

[Lesereise Buchpreis 2014] Longlist - Ankündigung

Hallo meine Lieben da draußen!

Heute gibt es einen etwas anderen Beitrag von mir - zurzeit habe ich Lust auf Veränderung; nicht nur in meinem Privatleben, wo es Jobtechnisch bald drunter und drüber gehen wird; sondern auch Lesetechnisch. Im Moment lese ich zwar sehr viel, möchte aber auch mal über meinen Tellerrand hinaussehen und anderes Terrain erkunden.

Dabei bin ich auf eine Idee gekommen, die euch und mir garantiert viel Spaß machen wird! Anfang Oktober wird ja der alljährliche deutsche Buchpreis vergeben zum Auftakt der Buchmesse in Frankfurt - der Preis ist auf 25.000€ für den jährlichen Gewinner festgelegt. Doch was hat das alles mit mir und meinen Lesegewohnheiten zu tun?

Ich habe mir die diesjährige Longlist angesehen ( hier könnt ihr euch informieren ) und beschlossen, mir von allen genannten Werken eine Leseprobe herunterzuladen und mir zu Gemüte zu führen. Werde ich neue Welten entdecken? Werde ich diese Nominierungen nachvollziehen können? UND werden sie mir gefallen? Seid gespannt!

Ihr sollt natürlich auch etwas davon haben: Ich werde in einem Beitrag immer drei dieser Bücher kurz vorstellen und meinen Leseeindruck schildern - und ich werde hoffentlich auf den Geschmack kommen, das ein oder andere Buch zu lesen.

Seid ihr mit dabei? Freut ihr euch auf meine Eindrücke? Ich gehe auf jeden Fall erwartungsvoll an dieses "Experiment" heran!

Longlist des deutschen Buchpreises

Montag, 25. August 2014

[Lese-Einblick #2] Der Junge der mit den Piranhas schwamm



Gerade bin ich im Kinderbuchwahn - eins nach dem anderen wird weggelesen und geliebt; einige auf Empfehlungen hin, andere sind wahre Blickfänge auf den Tischen.

Stan wohnt bei seiner Tante und seinem Onkel nachdem sein Vater bei einem Autounfall ums Leben kam und seine Mutter an einem gebrochenen Herzen gestorben ist. Doch warum betreibt sein Onkel ein riesiges Fischverarbeitungszentrum in seinem Haus? Und was treibt Stan von zuhause weg in die Arme eines Wanderjahrmarktes?

Bisher habe ich viel lachen müssen während dem Lesen, ich habe den Humor lieben gelernt und die kleinen, aber feinen Illustrationen, die die Geschichte schön ergänzen. 

Vor allem das Direktoramt zur oberhoheitlichen Ordnungsbeschäftigung von Fisch und fischigen Dingen hat es mir angetan und meine Lachmuskeln ziemlich strapaziert - herrlich! Kann mir das richtig gut vorstellen beim Vorlesen für 6-7 Jährige *grins* Kinder: "Was ist das denn?!" :D Ich: "Öhm ... öhhhmm!"

Der Schreibstil  ist sehr angenehm, lässt sich leicht und schnell lesen und macht Lust auf mehr. Ein paar schöne Zitate habe ich mir auch bereits gemerkt; hier eins davon:



Sonntag, 24. August 2014

[Top-Empfehlung] Zerbrochener Mond



Zerbrochener Mond

Sally Gardner

276 Seiten

Carlsen Verlag

16,90€


Was wäre, wenn der Zweite Weltkrieg anders ausgegangen wäre?
Wenn ein grausames, totalitäres Regime die Weltherrschaft an sich reißen wollte?
Würden wir brav unser armseliges Leben in Zone 7 leben, bei den Ratten und Fliegen, in ständiger Angst vor den Ledermantelmännern?
Würden wir vor der Fahne des Mutterlands strammstehen, wie die Musterschüler mit ihren langen Hosen und ordentlich gebundenen Schlipsen?


* Warum ist "Zerbrochener Mond" etwas besonderes?

Die Geschichte lebt vielleicht anfänglich nicht durch große Worte oder Taten, sie hat anfänglich keinen starken, heroischen Helden der der Welt furchtlos entgegen tritt und seine Meinung vertritt, komme was wolle. Nein, die Geschichte beginnt sehr leise, sehr unscheinbar. Stendish ist ein kleiner, ruhiger Junge welcher in einer Welt aufwächst, die aus Überwachung und "reinen" Personen besteht ...und er gehört nicht dazu, denn er hat zwei verschieden farbige Augen.

Aber Stendish ist auf seine Art und Weise sehr besonders; er erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, benutzt seine Wörter und bringt uns Lesern so das grausame Regime; das Mutterland; dort näher. Dort überlebt man nur, wenn man still und leise vor sich hinlebt oder sich dem Ganzen fügt; seine Nachbarn verrät, viele Kinder zeugt und überhaupt ein "reiner" Bürger ist.

Eine weitere, wichtige und besondere Person im Buch ist Gramps, Stendish´s Großvater. Er will sich dem ganzen Regime nicht fügen, will nicht verhungern und sich und Stendish ein normales Leben ermöglichen; so normal wie es eben geht. 


Denn Gramps war der einzige Mensch, der mir ein Gefühl von Schwerkraft gab


Und dann ist da noch Hector und seine Familie, die die ganze Tragödie erst zum Rollen bringen, nachdem sie dort eingezogen sind; denn ohne Hector und den roten Fußball wäre alles ganz anders verlaufen. Die beiden freunden sich an, bauen ein Raumschiff mit dem sie; früher als das Mutterland; nach Juniper fliegen wollen, denn der Mond ist für sie nicht interessant.


Am ersten Tag befahl er Hector, sich die Haare nach Vorschrift zu schneiden. Machte Hector aber nicht. Hector spielte nämlich in einer ganz eigenen Liga. Er hatte meergrüne Augen, die vor Gleichgültigkeit ganz trübe werden konnten. Und gegen Hector hatte er auch was, allein schon, weil der tief in Mr Gunnells verschimmeltes Herz gucken konnte


Stendish erzählt seine Geschichte auf eine sehr poetische, unbeholfene Art und Weise, die mir tief ins Herz gegangen ist und dort immer noch nachhallt. Dadurch bekommt alles eine ganz besondere, ja glitzernde Atmosphäre die den Leser umhüllt und sich in einem festsetzt - man will diese Welt; Stendish´s Welt; nicht mehr verlassen und diesen kleinen Jungen beschützen, komme was wolle.


Wenn man die Mauer mit einem Wort beschreiben sollte, dann wäre das unüberwindlich. Ich kann vielleicht nicht gut schreiben, aber ich habe einen großen Wortschatz. Ich sammle Wörter - sie sind Süßigkeiten auf der Zunge des Klangs


Auch die Aufmachung des ganzen Buches begeisterten mich und haben der ganzen Stimmung noch eins oben draufgesetzt. Man merkte richtig, dass sich der Verlag wahnsinnige Mühe mit der Gestaltung gegeben hat - und das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.



*Worum geht es in dem Buch?

Ich habe euch ja bereits verraten, dass Stendish in einer Welt der ständigen Überwachung, der reinen Leute lebt; der Ledermantelmänner und Blattläuse. Es ist ein Gedankenexperiment der Autorin; was wäre wenn der zweite Weltkrieg anders verlaufen wäre? Gleichzeitig kreiert sie ein Szenario, über das sich schon viele den Kopf zerbrochen haben; gab es die Mondlandung wirklich, oder war alles nur gestellt? 

Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn es gibt mehr Andeutungen in dieser Geschichte als Fakten; aber gerade das verleitet den Leser zu eigenen Gedanken und Thesen; raffiniert gemacht und unheimlich gut!

*Für wen ist "Zerbrochener Mond" geeignet?

Für Jugendliche ab 14-15 Jahren, für Erwachsene bis 99 Jahre, für Träumer und Vielleser, für Realisten und Wenigleser, Optimisten und Pessimisten; lest bitte alle dieses Buch! Begleitet Stendish durch seine Welt, zittert vor den Ledermännern und habt Angst vor den Blattläusen. Denn diese Geschichte ist es wert gelesen und weiter erzählt zu werden!

*Top Empfehlung

"Zerbrochener Mond" ist ein Buch, welches mich eiskalt erwischt hat; denn nie hätte ich  hinter diesen Buchdeckeln solch eine Geschichte erwartet. Sie hat mich mitgenommen auf eine Reise, mir gezeigt was hätte sein können und mir einen Helden präsentiert, der mir eine Gänsehaut verursachte. Lest dieses Buch ... denn ich habe schon lange keins mehr gelesen, was mich so berührt hat. 


Hector hatte die Augen geschlossen und ich dachte schon, er wäre eingeschlafen, als er plötzlich anfing zu lachen. "Du bist einmalig Standish. Einmalig."


Freitag, 22. August 2014

[Rezension] Blind Walk

Blind Walk

Patricia Schröder

310 Seiten

Coppenrath Verlag

17,95€

Als die 17-jährige Lida Donelley zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten „Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. [...] Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

Meine Meinung:

Durch eine Leseprobe bin ich auf diese Geschichte aufmerksam geworden und habe mich direkt in diese hineingeschmissen. Anfangs war ich überzeugt davon einen rasanten Thriller zu bekommen - doch was sich nach und nach herauskristallisierte war etwas komplett anderes. 

Doch um was geht es? Lida und ihr Freund Jesper melden sich zu einem "Blind Walk an; die Teilnehmer werden an einer ihnen unbekannten Stelle ausgesetzt und müssen sich ihren Weg in die Zivilisation zurück kämpfen. Zwischenzeitlich begleiten wir Sten auf einem etwas anderem Erlebnis; nach einem Unfall ist er im Krankenhaus und liegt im künstlichen Koma. 

Doch Sten ( bzw. seine Seele ) kann sich frei in seiner Umgebung bewegen und flieht schlussendlich aus Schuldgefühlen aus dem Krankenhaus. Währenddessen passieren seltsame Dinge im Wald und als auch noch eine Leiche gefunden wird, bricht Panik in der Gruppe aus. Nimmt das alles ein gutes Ende?

Zuerst mal muss gesagt werden dass ich ziemlich schnell meine Sympathiepunkte bei den Charakteren aufgeteilt hatte - Jesper mochte ich Anfangs ja überhaupt nicht, Lida dagegen war mir sehr sympathisch. Die anderen Gruppenmitglieder konnte ich mir erst nach einiger Lesezeit merken; da prasselten doch anfänglich zu viele Namen auf mich ein. 

Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht und schnell zu lesen; die Beschreibungen des Waldes, der Natur und auch Stens außerkörperliche Erfahrungen haben so einen ganz eigenen Beigeschmack gehabt, der mir sehr gut gefallen hat und mich durch die Seiten fliegen ließ.


Über mir grollt der Donner. In immer kürzeren Abständen entladen sich die Blitze am Himmel, knapp zwanzig Meter von mir entfernt fährt einer in eine kräftige Tanne. Ich spüre wie der Boden vibriert und halte für einen Augenblick inne, weil ich mir das Schauspiel nicht entgehen lassen will. Für einen Moment steht die Tanne noch kerzengerade da. Ihre Äste wogen im Wind. Es wirkt auf mich als würde sie verzweifelt Halt suchen.

Doch gleichzeitig hat es trotz dem tollen Setting lange gedauert, bis ich in der Geschichte drinnen war und mich dort wohlgefühlt habe. Lag es an den vielen Namen oder an den verschiedenen Geschichtssträngen? Ich glaube eher dass es das Gefühl war, die Autorin hätte zwei verschiedene Bücher aus dieser einen Geschichte machen können. 

Auf der einen Seite der Blind Walk, auf der anderen Seite etwas übernatürliches. Beides hätte getrennt jeweils ein super Buch ergeben können, so hat mich dieser Mischmasch eher ein wenig überfordert und teilweise ein wenig genervt. Auch die Entscheidungen der Gruppe oder einzelner Mitglieder waren manchmal sehr kindisch und unreif; die Protagonisten aber so um die 20 bis Mitte 20; hat für mich nicht so recht zusammengepasst.

Der Schluss war mir dann auch zu glatt und plastisch, Begeisterung konnte da nicht so recht aufkommen. Und doch hatte das Buch etwas magisches an sich, was mich am Lesen gehalten hat. Ihr seht, ich weiß selbst nicht so recht wie ich das alles angehen und anfassen soll.

Mein Fazit:

Tolle Grundstimmung und Idee, die Ausführung für mich sehr überraschend und ungewöhnlich; hatte einfach mit etwas anderem gerechnet. Nette und vor allem spannende Geschichte für zwischendurch; aber eine unbedingte Leseempfehlung? Ich weiß nicht - macht euch selbst ein Bild davon! Ich vergebe

3 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Mittwoch, 20. August 2014

[Lese-Einblick #1] Blind Walk von Patricia Schröder


Nachdem ich mit der Jugend-Dystopie-Reihe von Terri Terry fertig gelesen hatte, hat Skoobe mich in die Leseprobe von "Blind Walk" hineinkatapuliert ... und konnte mich begeistern.

Einige Jugendliche brechen zu einem Blind Walk auf - wissen nicht wo sie abgesetzt werden und müssen sich selbst in der freien Wildbahn zurecht finden. Spannendes Setting und auch der Anfang verspricht mehr. Wer ist der Junge, der im Krankenhaus im Koma liegt und was hat diese Geschichte mit der eigentlichen Story zu tun?

Lida und Jesper nehmen ebenfalls an diesem Walk teil, doch ziemlich bald geschehen komische Dinge und keiner traut mehr dem anderen.

20.08.2014: Aktuell bin ich auf Seite 128, rase durch die Seiten und kann kaum erwarten zu erfahren was dort alles passiert ... Rätsel über Rätsel und der Schreibstil der Autorin begeistert mich ebenfalls - bisher Daumen hoch!

21.08.2014: Bin gerade auf Seite 208 .... und es ist ... so spannend! Es sind viele Dinge passiert die ich noch nicht zuordnen kann und auf deren Auflösung ich sehr gespannt bin. Patricia Schröder baut einen Spannungsbogen nach dem anderen und führt mich ständig in die Irre wenn ich denke endlich zu wissen um was es geht - einfach toll!

Dienstag, 19. August 2014

[Abgebrochen #1] Die Drei von Sarah Lotz



Warum?  Für mich war es zu wenig Spannung, zuviel religiöses Gerede UND zuviele Sichtweisen die mich mehr verwirrt haben als Licht ins Dunkel zu bringen. Ich hatte mich sehr darauf gefreut und mich bis Seite 198 durchgebissen; aber Geschichten die mich in eine Leseflaute bringen, bringen mich auch nicht weiter.

Für wen?  Puuhh, also meinen Kunden würde ich es im Laden nicht empfehlen - demnach weiß ich gar nicht für wen die Geschichte etwas sein könnte ... 

Was wäre besser? Ich kann mir das Buch als Verfilmung richtig gut vorstellen ( die Autorin ist auch Drehbuchautorin ); oder längere Kapitel über die einzelnen Personen - denn dann wird man als Leser nicht ständig aus der einen Sichtweise in die andere hineingerissen!

Donnerstag, 7. August 2014

[Rezension] Lines of Yesterday

Lines of Yesterday

Bianca Iosivoni

155 Seiten

Kindle E-Book

2,99€ als E-Book

Violet Moore hatte einen Plan: Aufs College gehen, ihren Abschluss in Jura machen, eine gute Anwältin werden und nach ein paar Jahren ihren Langzeitfreund Jared heiraten. Der Plan wurde vor langer Zeit aufgestellt – von ihren Eltern, ihren Freunden und von Jared selbst. 
Doch dann taucht jemand in ihrem Leben auf, mit dem sie nicht gerechnet hat: Devin Jackson. Früherer bester Freund, erste Liebe und zukünftiger Rettungssanitäter. Mit einem Mal steht Violets Welt Kopf, denn Devin fordert sie heraus, stellt all ihre Pläne infrage und erinnert sie an ein lang vergessenes Versprechen. Schon bald muss Violet sich fragen, was sie eigentlich selber will – und ob sie bereit ist, die Sicherheit ihres geordneten Lebens dafür zu riskieren. 

Meine Meinung:

Hachja, können nicht alle Liebesgeschichten so wunderbar und lockerleicht sein? Ich habe bei einem Gewinnspiel dieses E-Book gewonnen, war von Anfang an von dem Cover und seinen Farben verzaubert und als noch die Aussage kam, wer Liebesgeschichten und Disneyfilme mag wäre mit dieser Geschichte vollauf bedient.

Und was soll ich sagen? Recht hatte die Autorin! Aber um was geht es? Violet ist neu in der Universität, möchte Jura studieren und ist seit 3 Jahren glücklich mit ihrem Freund Jared. Doch dann läuft sie an ihrem ersten Studientag ihrem besten Freund Devin in die Arme, welchen sie seit Jahren nicht mehr gesehen und ein wenig aus ihrem Leben verdrängt hat. Und ziemlich schnell ist alles nicht mehr so, wie es einmal war.

Bianca Iosivoni konnte mich mit ihrer Art zu Schreiben von Anfang an begeistern und in den Bann ziehen - ich flog nur so durch die Seiten hindurch und war zum Schluss wahnsinnig traurig, als es zu Ende war. Violet wächst einem als Leser unglaublich schnell ans Herz, man fühlt mit ihr und ich hätte an ihrer Stelle auch nicht gewusst was ich tun sollte - mein geordnetes Leben aufgeben oder so weitermachen wie bisher? 

Auch gibt es einige Stellen im Buch die mich tief im Herzen getroffen haben oder mich gezwungen haben, den Reader an die Seite zu legen und bei denen ich mich geweigert habe weiterzulesen - aus dem Grund weil ich wusste dass gleich etwas passieren muss. Ich konnte die Spannung förmlich "riechen" und genau das sollte eine Geschichte ja auch schaffen; mich aus meiner Umgebung herausheben und in Violets Welt hineinkatapultieren. 


Das Leben passierte einfach. Es ließ sich nicht in festgefahrene Konzepte pressen oder jahrelang vorausplanen - und das war auch gut so. Mein Leben war vermutlich nie ein größeres Chaos gewesen, aber ich hatte keine Angst mehr davor.


Mein Fazit:

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf den nächsten Teil dieser Reihe ( auch wenn es dort nicht mehr primär um Violet und Devin gehen wird )! Eine leichte, süße Sommerlektüre für schwüle Sommernächte oder heiße Tage am Strand. Lesen, lesen, LESEN! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Sonntag, 3. August 2014

[Kritrezension bzw. Abgebrochen] Hey Gott

Hey Gott

Dirk Christofczik

419 Seiten

Bookshouse Verlag

2,99€ als E-Book

Nach seinem Tod findet sich Bert in einer riesigen Halle wieder, die als Auffanglager für Tote dient. In der sogenannten Arena warten die Verstorbenen darauf, ihrer endgültigen Bestimmung zugeführt zu werden. Doch das kann dauern, wie Bert sehr schnell herausfindet. Ein Arrangement mit dem mächtigsten Mann in der Arena, dem adipösen Clanführer Mac Mudi, garantiert Bert ein annehmliches Leben unter den Verblichenen. Trotzdem ist er mit seinem Dasein unzufrieden, denn die meisten anderen Toten vegetieren in unzumutbaren Verhältnissen. Immer brennender wird sein Verlangen, aus der Arena auszubrechen und mehr über das Jenseits zu erfahren. Doch zunächst verliebt er sich in Mac Mudis Assistentin Cora. Genau an dem Tag, als er ihr seine Gefühle gestehen will, bricht in der Arena ein offener Krieg zwischen rivalisierenden Clans aus. Bert und Cora flüchten über einen geheimen Weg aus der Arena und machen sich auf die Suche nach Gott, Teufel oder wer auch immer für die perfiden Nachtodzustände verantwortlich ist.

Meine Meinung / Kritik:

Als ich diese Inhaltsangabe bei Bookshouse gelesen habe dachte ich mir "Hey, das ist genau DAS was du jetzt mal wieder lesen willst!" - und wusste nicht, dass das ein großer Irrtum sein würde. Mich hatte dann eine Bloggerkollegin ( die liebe Gisela ) angeschrieben und gefragt wie es mir denn gefallen würde, denn sie hatte es abbrechen müssen nachdem es ihr überhaupt nicht zugesagt hatte.

Das hatte mich noch neugieriger auf die Geschichte gemacht und ich habe mich danach auch relativ schnell an das E-Book gesetzt ... und musste nicht ein einziges Mal lachen. Bert ist arbeitslos, fristet sein Dasein mit Furzen und Rülpsen und war mir von Anfang an ziiiieemmliichh unsympathisch. Als er dann bei einem kleinen Unfall stirbt hatte ich noch die Hoffnung, das nun das Buch an Fahrt aufnehmen würde.

Angekommen im "Himmel" muss Bert feststellen, dass er irrtümlicherweise in die Sparte Selbstmörder gesteckt wurde, freundet sich relativ schnell mit einem jungen Mann an und erkundet das Jenseits. Doch was ist das? Überall erneut furzende, rülpsende Menschen die nur Kohlsuppe zum Essen bekommen und deren Clanführer ein ziemlich dicker, unansehnlicher Mann namens Mac Mudi ist - der dem Anschein nach Menschenfleisch isst ...

Also nein, ab der Stelle wusste ich für mich: Da kommt nix mehr und ich will auch nicht mehr! Der Autor hätte ein wirklich interessantes Buch auf die Beine stellen können - Mission leider fehlgeschlagen.

Mein Fazit:

Wahrscheinlich gibt es da draußen Leser, die für dieses Buch gemacht wurden und denen es auch gefallen wird - ich habe nun jetzt nicht dazu gezählt und es deshalb auch abgebrochen nach 60 Seiten. Zuviel Ekelfaktor, zu wenig und zu unlustiger Humor für mich - deswegen werde ich es auch nicht bewerten mit meinen Bücherpunkten ...

Schaut doch mal bei Gisela´s Lesehimmel vorbei - auch ihr hat das Buch leider nicht gefallen!