Mittwoch, 27. August 2014

[Kritrezension] Die Unbarmherzigen

Die Unbarmherzigen

Danielle Vega

272 Seiten

Bloomoon Verlag

12,99€

Sofia ist neu in der Schule und dankbar, dass sich die nette Riley ihrer annimmt. Riley und ihre Freundinnen Grace und Alexis haben alles, was man sich wünscht. Sie sind beliebt, gut aussehend und kommen aus den besten Familien der Stadt. Und sie fühlen sich berufen – berufen dazu, ihre rebellische Mitschülerin Brooklyn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Denn hinter der herablassenden Art des unangepassten Mädchens verbirgt sich etwas abgrundtief Böses, davon sind Riley und ihre Clique überzeugt. Riley will Brooklyns Seele retten und Sofia soll ihr dabei helfen. Was wie ein harmloser Streich beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum, aus dem es für Sofia schon bald kein Entrinnen mehr gibt …

Meine Meinung:

"Mal ein etwas anderes Cover ... hm und dieser komische Stern erinnert mich an etwas ... egal ich lese es einfach mal!" Tjaja, da sollte man wohl genauer in seinen Gehirnwindungen kramen, bevor man das Buch sich schnappt und mitnimmt! Naja das Wissen um was es sich bei dem "Stern" ( Pentagramm ) handelt, kam schneller als mir lieb war und ich lesen konnte; doch alles der Reihe nach.

Um was geht es? Es geht um Sofia. Sie kommt neu an eine Schule und freundet sich sehr schnell mit der gutaussehenden und beliebten Riley an; gleichzeitig lernt sie Brooklyn kennen, die etwas schräge Außenseiterin, welche angeblich Katzen das Fell abzieht und überhaupt auch vom Teufel besessen ist; meint zumindest Riley. 

Nach einer Party beichtet Sofia ihr, dass sie Brooklyn beobachtet hat, wie diese mit Rileys Freund knutschte - doch was dann geschieht und was Sofia alles tun muss; das hätte sie sich wohl nicht in ihren kühnsten Träumen ausmalen können. Denn Riley und ihre Freundinnen wollen Brooklyn den Teufel austreiben; wollen sie exorzieren ...

Die große Schrift und der recht angenehme Schreibstil der Autorin konnten mich anfänglich ziemlich begeistern und mich im Buch versinken lassen. Auch das Setting der Geschichte und die Grundidee waren doch irgendwie interessant; aber je mehr Seiten verflogen und je mehr sich die Stimmung sich verdüsterte, desto öfter kroch mir doch ein Schauer des Entsetzens über den Rücken.

Denn was dort alles beschrieben wurde ist garantiert nichts für schwache Nerven. Fingernägel werden entfernt, Salz in offene Wunden gestreut und überhaupt wird da eine Jugendliche nach Strich und Faden gequält und gefoltert. Und das alles um ihr das Böse zu entfernen, den Teufel aus ihr zu treiben und sie für das kleine Techtelmechtel zu bestrafen.

Meine Kritik:

Der Verlag hat für "Die Unbarmherzigen" eine Altersempfehlung von 14 Jahren festgesetzt. Ich würde von mir aus keinem Jugendlichen unter 16 Jahren dieses Buch in die Hand drücken, denn selbst mich gruselte und ekelte es gewaltig dabei - aber warum?! Für mich war es der feine, aber kleine Unterschied, dass ich mir sehr gut vorstellen konnte dass solche Riten wirklich irgendwo praktiziert werden; dass Leute dort draußen wirklich an Teufelsaustreibungen sich beteiligen und daran glauben und mir diese Geschichte deshalb so real, so makaber vorkam.

Andererseits muss ich sagen dass der Schluss mich dann wieder rum etwas sprachlos zurückließ; so nach dem Motto "Da haben wir dich aber ganz schön ins Bockshorn gejagt!". Ja, das hat die Autorin, aber solch ein Ende ... also nein, damit konnte ich gar nichts anfangen und war eher verärgert darüber. 

Und da waren noch die Charaktere, die mich maßlos enttäuschten. Die ganze Zeit über konnte ich keinen der Personen wirklich greifen - sie mir einfach nicht vorstellen. Sie waren für mich zu undurchsichtig, zu grau und unfassbar. Riley blieb bei den vier Mädels doch am meisten in meinem Gedächtnis hängen; und das auch nur, weil sie besonders perfide vorgegangen ist und richtig Spaß am Quälen von Brooklyn an den Tag legte.

Mein Fazit:

Blutig, grausam und ein Ende was mich rein gar nicht überzeugen konnte; entweder der falsche Zeitpunkt für das Buch oder die falsche Thematik - letzteres wird es eher sein und wird mich niemals mit sich reißen können. Was soll man dazu noch mehr schreiben? Ich weiß es nicht und lasse es deshalb lieber sein. Ich vergebe

1 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

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