Dienstag, 13. Oktober 2015

[Rezension] Im Auge des Mörders

Im Auge des Mörders

Marcus Hünnebeck

350 Seiten

Egmont LYX Verlag

9,99 €

Ein Serientäter vergeht sich auf grausame Weise an Frauen. Zuerst dringt er in ihre Wohnungen ein und vergewaltigt sie. Ein paar Wochen später verschafft er sich erneut Zugriff auf seine Opfer und tötet sie – egal, wie gut sie von der Polizei bewacht werden. 

Als die Journalistin Eva Haller in ihrem erfolgreichen Blog der Kölner Polizei vorwirft, nicht genug zum Schutz der Frauen unternommen zu haben, gerät sie selbst ins Visier des Täters. Statt an die Polizei wendet sie sich jedoch an einen Mann, den sie im Zuge ihrer Recherchen kennengelernt hat: den Leibwächter.

Meine Meinung:

Ich bin auf diesen Thriller mehr oder weniger durch Zufall gestoßen, denn mit ihm wurde eine Blogtour beworben, an der ich gerne teilnehmen wollte - und bei diesem Klappentext verständlich oder? Auch die Leseprobe hatte mich bereits in ihren Bann gezogen und dann wurde ich auch noch für die Blogtour ausgewählt, mehr Glück konnte ich also nicht haben.

Aber um was geht es? Ein gewitzter Serientäter hält die Polizei in Atem: Erst vergewaltigt er Frauen auf brutale Art und Weise, lässt sie traumatisiert zurück und dringt Wochen später wieder in ihre Wohnungen ein, um sie endgültig zu töten. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, an denen man seine Identität ermitteln könnte und so leben die übrigen Opfer in Angst und Schrecken vor ihm.

Mitten in den Ermittlungen zu einem aktuellen Mordfall an eben einer dieser Opfer meldet sich die Journalistin Eva Haller mittels ihrem Blogs zu Wort und kritisiert die Polizei, nicht genug getan zu haben, um diese Verbrechen zu unterbinden. Dadurch gerät sie in das Visier des Täters und muss bald um ihr Leben bangen ....

Marcus Hünnebeck gestaltet den Einstieg in seinen Thriller sehr spannungsreich, denn gleich das erste Kapitel bzw. der Prolog widmet sich einem der überlebenden Opfer, welches in einer Schutzwohnung ( bewacht von Polizisten ) angegriffen und getötet wird.

Hierbei wird dem Leser sehr schnell klar, wie klug der Täter vorgeht, wie gnadenlos er ist und wie wenig Hoffnung es gibt, seinem Treiben zu entkommen.Während des gesamten Buches behält der Autor die Spannung bei, eine thrillige Szene jagt die nächste und gleichzeitig erfährt man viel über das Leben bzw. den Beruf eines Personenschützers. 

Denn Eva Haller angiert sich eben solch einen, nachdem sie den Täter durch ihre Blogbeiträge auf sich aufmerksam gemacht hat und die Jagd auf sie eröffnet wurde. Während man atemlos eine Seite nach der anderen umblättert und mit ihr bangt, bauscht sich die Handlung immer mehr auf,bis sie in einem fulminanten Ende ... naja, endet. 

Ganz ehrlich: Ich hatte mir mehr von diesem Thriller erwartet, aber WAS ich mir quasi mehr gewünscht hätte, was mir gefehlt hat, dass kann ich eigentlich kaum beschreiben. Irgendwie bin ich unbefriedigt aus dieser Geschichte gegangen, sie ist mir nicht im Gedächtnis geblieben und das Ende war so ganz anders, als wie ich es erwartet hatte. 

Mein Fazit:

- Durchweg spannungsgeladene Handlung

- Gnadenloser und kluger Täter, der die Polizei an der Nase herumführt

- Eva Haller, die in sein Visier gerät und sich versucht mit Hilfe eines Personenschützers seinen Angriffen zu entgehen

- Fulminantes, aber doch unbefriedigendes Ende - anders als erwartet

Wer einen Thriller sucht, der sich schnell und spannend lesen lässt, wird hier fündig werden. Interessantes Element dabei ist der Personenschützer, welcher mir in anderen Thrillern bisher noch nicht so oft über den Weg gelaufen ist. 

Aber keine unbedingte Empfehlung, da das Ende nicht ganz nach meinem Geschmack war - lest am besten selbst und entscheidet, ob euch "Im Auge des Mörders" zusagt. Ich vergebe

3 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

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