Samstag, 14. November 2015

[Rezension] Splitter

Splitter 

 Sebastian Fitzek

384 Seiten

Droemer Knaur Verlag

9,99 € 

Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.

Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...


Meine Meinung:

Wie ihr bereits wisst bin ich ein großer Fitzek-Fan, habe viele seiner Thriller mit Begeisterung verschlungen und war immer angetan von seinen fulminanten Wendungen, den Verwirrungen und Täuschungen innerhalb der Handlung. 

DOCH mit Splitter hat er es sich ein wenig verscherzt mit mir, denn auch wenn ich den Roman bis ungefähr zur Mitte spannend und grandios fand, hat sich irgendwann ein schaler Geschmack in meinem Mund breit gemacht und ich habe angefangen zu grübeln, was genau mir jetzt sauer aufstößt. 

Aber erstmal kurz zur Handlung, die Idee ist ja mal wieder wahnsinnig interessant gewesen: Marc Lucas hat nach einem Autounfall seine schwangere Frau verloren und zerbricht jeden Tag mehr an ihrem Tod. Eines Tages meldet er sich auf eine Anzeige in der Zeitung einer Firma, die verspricht, traumatische Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu löschen und für diesen Feldversuch eben neue Probanden suchen.

Was dann allerdings passiert, scheint wie aus einem schlechten Horror-Film - Marc Lucas sieht seine verstorbene Frau wieder, erkennt ihn aber nicht wieder. Und das ist erst der Anfang eines Alptraumes, bei dem selbst der Leser nicht weiß, was nun Fiktion oder Realität ist. 

Der Schreibstil bei "Splitter" war wieder herrlich rasant, schnörkellos und geradeaus. Die Emotionen, die Verzweiflung und Ratlosigkeit von dem Protagonisten Marc Lucas haben auf mich als Leser übergegriffen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand nehmen und wollte wissen wie es weitergeht. 

ABER zum Schluss hin, als die Auflösung so nach und nach klar wurde, dachte ich mir immer wieder "HÄH?! Was, was, was? STOPP! Das ist ja sooo ... konstruiert, so unmöglich! [ Einige Seiten später ] Waaasss? Ach nö, kommt schon, das ist sowas von ...... WAS?! Also echt, noch unmöglicher geht es ja kaauumm ... [ Buch wird in die Ecke gepfeffert ] ARGH!" 

Jep, ich war relativ frustriert, hatte der Thriller doch so viel versprochen und mich so sehr gepackt, doch ich musste dann der Tatsache in die Augen blicken, das der Schluss mal so gar nichts für mich war. Ein bisschen weniger von allem, ein wenig mehr Realität und ich hätte dass der Geschichte schon eher abgekauft, aber so - nein danke!

Mein Fazit:

Eine halbe Empfehlung, denn mit einem Fitzek kann man sich viele spannende Psychothriller-Stunden bereiten, aber der Schluss ging für mich so gar nicht. Ich denke auch, dass viele über diesen hinweg sehen können und dann glücklich mit dem Buch werden, aber für mich war es eins seiner schlechteren Bücher und somit nicht meine Nummer 1 Empfehlung. Ich vergebe

2 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

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