These Broken Stars - Lilac und Traver
Amie Kaufman Meagan Spooner
480 Seiten
Carlsen Verlag
19,99 €
Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen.
Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...
Meine Meinung:
Wie hatte ich mich auf die Übersetzung von "These Broken Stars" gefreut - gefühlte Jahre habe ich mir immer wieder die englische Ausgabe angesehen, habe 10.000 Mal in die Leseprobe hineingelesen und mein Englisch doch für zu schlecht dafür befunden. Und dann kam die große Freude: Es wird übersetzt!
Also das Lese-Exemplar auf Arbeit geschnappt, ab nach Hause und im Urlaub in aller Ruhe reingelesen ... und dann kam die große Enttäuschung. Wieso, weshalb warum, gleich in der nachfolgenden Rezension.
Um was geht es? Traver ist ein angesehener Kriegsheld, welcher sich auf der Icarus, einem riesigen und unbezwingbaren Raumschiff, seine Zeit vertreiben muss. Lilac ist ein reiches, verzogenes Mädchen, welches unter der harten Schale doch ein weiches Herz zu haben scheint.
Als die beide auf der Icarus zusammentreffen, scheint es nur eine kurze und recht unerfreuliche Begegnung zu bleiben. Doch das Raumschiff stürzt ab und die beiden können sich kurzerhand in eine Rettungskapsel flüchten. Traver und Lilac landen auf einem unbekannten Planeten und müssen dort um ihr Überleben kämpfen ....
Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr schwer. Die Handlung wird aus der Sicht von Traver und Lilac erzählt, die Kapitel waren zum Teil sehr kurz und knackig - kaum hatte ich mich an einen Charakter gewöhnt, wechselte die Sichtweise wieder. Was ja nicht schlecht sein muss, aber hier hat es mich ständig aus dem Lesefluss gerissen und dadurch irgendwann wahnsinnig gemacht.
Zwischen den einzelnen Abschnitten gab es auch jedes Mal kleine Ausschnitte eines Verhörs, was die Spannung wahrscheinlich steigern sollte, welche mich aber eher frustriert und verwirrt haben. Denn so wurden mir häppchenweise Hinweise gegeben, die zum Teil aber so gar nicht zur vorhergehenden Handlung passten, sondern zu dem nachfolgenden Teil der Geschichte - oder erst zum Ende des Buches Sinn machten.
Traver und Lilac waren mir auch nie wirklich sympathisch. Traver hatte es anfangs leichter bei mir, war er doch nur bemüht einer jungen Frau Avancen zu machen und ihr zu imponieren. Doch später hat mich seine ruppige, bestimmte und leicht arrogante Art sehr abgeschreckt und damit bei mir ins Aus katapultiert.
Lilac hatte genau die umgekehrte Entwicklung. Erst fand ich und ihre Art unausstehlich, aber mit der Handlung ( und vor allem zum Schluss! ) entwickelte sie sich immer weiter, bekam ihre Ecken und Kanten und wurde schlussendlich mein Lieblingscharaker ... auch wenn ich mir diesen Fortschritt schon früher gewünscht hätte.
Was mich dagegen sehr in seinen Bann ziehen konnte, ( und garantiert auch der Grund dafür war, warum ich das Buch nicht mitten drin abgebrochen habe ) war die Welt, welche sich hier vor mir aufgetan hat. Die Icarus, der unbekannte Planet, all dies hat mich fasziniert und in die Weiten des Weltalls entführt. Ich wollte seine Geheimnisse ergründen, wollte wissen wie die Menschen sich weiter entwickelt haben und was dort für Zukunftsvisionen mit eingeflossen sind.
Doch ein wenig enttäuscht wurde ich dann schon, denn hier wurden manche Dinge nur angerissen oder kurz erklärt, aber das Potenzial wurde nie völlig ausgeschöpft. Ich hätte gerne noch so viel mehr von dieser Welt gesehen und erzählt bekommen, aber die Geschichte konzentrierte sich doch dann so sehr auf die beiden Hauptcharaktere und deren Entwicklung.
Was ich mir gewünscht hätte? Mehr Hintergrundwissen über diese Zukunft und ihre Eigenarten. Weniger kindisches Verhalten der Protagonisten. Meinetwegen auch mehr Drama und nicht so viel Gesülze, Gezicke und Rumgejammere. Natürlich ist mir bewusst, dass ich hier ein Jugendbuch vor mir liegen habe, aber ein wenig mehr Salz in der Suppe hätte dem doch nicht geschadet, oder?
Mein Fazit:
Ob es daran liegt, dass hier zwei Autorinnen am Werk waren und deswegen die Geschichte ein wenig überfrachtet schien oder an der deutschen Übersetzung - mich konnte "These Broken Stars" nur bedingt überzeugen. Den zweiten Teil werde ich aus diesem Grund leider nicht lesen. Ich vergebe
2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!











