Sonntag, 31. Mai 2020

[Rezension] Gestohlene Erinnerung - Blake Crouch



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Gestohlene Erinnerung von Blake Crouch

Umfang: 432 Seiten | Genre: Thriller

Verlag: Goldmann | Preis: 15,00 € 



Der New Yorker Detective Barry Sutton steht vor einem Rätsel: Ein geheimnisvolles Phänomen quält die Menschen mit falschen Erinnerungen und treibt sie damit in den Tod. Auch die Hirnforscherin Helena Smith weiß schon lange um die Macht der Erinnerung.

Um diese zu bewahren, entwickelte sie eine Technologie, die uns unsere kostbarsten Momente noch einmal erleben lässt: den ersten Kuss, die Geburt eines Kindes. Doch nun bedroht ihre Erfindung das Schicksal der Menschheit. Im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner versuchen Helena und Barry, eine Katastrophe zu verhindern – aber auch auf die Wirklichkeit ist bald kein Verlass mehr …

Meine Meinung:

Mit „Gestohlener Erinnerung“ hat Blake Crouch erneut einen wissenschaftlichen Science-Fiction-Thriller geschrieben, der unter die Haut geht, die Gedanken rotieren lässt und mich sprachlos zurückließ. Vor einigen Jahren las ich bereits seinen Roman „Dark Matter“ und war auch da schon restlos begeistert.

Dichte Atmosphäre, ein spannender Erzählstrang (der in meinen Erinnerungen nie langatmig war) angenehm gewürzt mit  wissenschaftlichen Fakten, geschickt mit der Handlung verwoben. Das alles macht die wohl einmalige Mischung aus, die Crouch auszeichnet. Doch wo anfangen und wo enden bei der Beschreibung für sein neues Buch?

Es ist eine höchst komplexe Erzählung, die sich mit fortschreitender Handlung vor dem Leser entblättert. 

Man wird von ihr an der Hand genommen und (zum Glück!) setzt sie keinerlei fundiertes Vorwissen für die vorherrschenden Thematiken wie z.B. Hirnforschung oder Zeitreisen voraus. Blake Crouch lässt zwar tief und zum Teil auch sehr detailliert in diese Materie blicken, allerdings verliert man nicht den roten Faden der Geschichte, wenn man gedanklich nicht mitkommt oder die Ausführungen nicht komplett versteht.

Montag, 25. Mai 2020

[(Gast)Rezension] Goldkap - Rainer Doh



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Goldkap von Rainer Doh

Umfang: 430 Seiten | Genre: Kriminalroman

Verlag: Divan Verlag | Preis: 16,90 € 



Nordnorwegen: Der grausige Fund einer Wasserleiche verdirbt dem Kriminalkommissar Arne Jakobson die Laune und das unerwartet beste Sommerwetter. Auf der Suche nach dem Mörder finden sich viele Verdächtige - erst recht als Gerüchte die Runde machen, in der verfallenen Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die das Opfer restaurierte, sei ein riesiger Goldschatz der Wehrmacht verborgen. Hat der Mord etwa mit dem Gold zu tun?   

Als die Medien die Sache aufgreifen, beginnt 300 km hinter dem Polarkreis ein regelrechter Goldrausch, und sogar die norwegische Nationalbank mischt sich ein. Aber dann passiert in Tromsø ein weiterer Mord und Arne wird klar, dass er auf einer ganz falschen Fährte ist.

Jürgens Meinung:

Geschickt lässt Rainer Doh seinen Roman 1944, in einem dramatischen Moment beginnen. Ein Konvoi der deutschen Wehrmacht wird, auf den unwegsamen Straßen Nordnorwegens, von Widerstandskämpfern überfallen. Ein mit mysteriösen Kisten beladener Lkw stürzt ins Meer. Mit diesem kurzen Einstiegskapitel, flott geschrieben, startet das Kopfkino um einen verschwundenen Goldschatz. Das ist auch notwendig und hilft dabei, die Leser*innen bei der Stange zu halten, wenn sich die Handlung in der Jetztzeit danach ein wenig gemächlich entwickelt.

Ich muss gestehen, dass bei mir dieser Anfangsschwung nicht gereicht hat und ich „Goldkap“ zunächst, nach ca. 80 gelesenen Seiten eine Weile beiseite gelegt habe. So sorgfältig der Autor sein Setting auch einführt, so sehr strapaziert er aber auch die Geduld seiner Leser*innen. Hier wäre Potenzial gewesen, das Buch um geschätzte 30-40 Seiten zu verschlanken.

Ist der ‚tote Punkt‘ aber erst überwunden, entfaltet sich eine fein gestrickte Geschichte mit einer Reihe von wirklich netten Plottwists und einem durchgehend guten Spannungsniveau.

Die Figuren sind überzeugend und mit viel Liebe gezeichnet. Dabei gelingt es Rainer Doh mit spürbarer Sach- und Landeskenntnis, seinen Leser*innen die Besonderheiten des norwegisch-deutschen Verhältnisses näher zu bringen, ohne in der einen oder anderen Richtung den belehrenden Zeigefinger zu erheben.

Ein kleiner Kritikpunkt betrifft das fehlende Glossar. Gerade historisch interessierte Leser*innen hätten sicher zu dem einen oder anderen auftauchenden Punkt gern mehr gelesen, ggf. auch Verweise auf entsprechende Sachbücher zu schätzen gewusst.

Jürgens Fazit:

Zusammenfassend kann ich „Goldkap“ uneingeschränkt empfehlen, besonders für Leser*innen, die eine Vorliebe für Kriminalromane mit historischem Hintergrund pflegen. Einen Stern Abzug gibt es für die kleine Hängepartie nach dem ersten Viertel und das fehlende Glossar.

Ich vergebe *~4 ( von 5 ) Sterne~* dafür.

Samstag, 23. Mai 2020

[(Gast)Rezension] Radio Girls - Sarah-Jane Stratford



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Radio Girls von Sarah-Jane Stratford

Umfang: 512 Seiten | Genre: historischer Spionageroman

Verlag: Btb Verlag | Preis: 11,00 € 



London, 1926, der Krieg ist vorbei, die aufregende Energie der Veränderung flirrt durch die Luft. Die junge Amerikanerin Maisie hat einen Job bei dem gerade erst gegründeten Rundfunksender BBC ergattert. Sie ist elektrisiert vom hektischen Tempo, den jungen klugen Mitarbeitern und einschüchternden Chefs. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für das Radio und trifft auf die außergewöhnliche Hilda Matheson, die Gründerin des beliebten Talk-Programms, die ihr zur Mentorin wird. Als die beiden jedoch eine schockierende Verschwörung aufdecken, müssen sie sich entscheiden: Wie weit gehen zwei engagierte Journalistinnen für die Wahrheit?

Jürgens Meinung:

Die „Radio Girls“ erschienen zunächst in der New American Library, New York, 2016. Die deutsche Ausgabe, übersetzt von Beate Brammertz, vor wenigen Wochen, am 9. März 2020 bei btb Verlag - Verlagsgruppe Random House.

Dieses Buch verdanke ich, wie so vieles, meiner Liebsten. Nachdem ich wunderbar satt und glücklich aus der Story von „A House of Ghosts“ von William Ryan aufgetaucht war, wollte ich gern noch weiter im Historischen Genre bleiben und - wie der Zufall es will - das sehr gelungene Cover von Radio Girls lachte mich vom SuB an.

„Radio Girls“ spielt im Zeitraum zwischen dem November 1926 und (inklusive Epilog) 1932. Es geht um den Aufstieg und die Entwicklung der staatlichen britischen Rundfunkgesellschaft BBC - British Broadcasting Cooperation. Gegründet eigentlich als ‚Absatzförderungsinstrument‘ der Radiohersteller, wurde die BBC Ende 1926 in eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts umgewandelt.

Hier lässt auch Stratford ihren Roman beginnen. Nicht ohne jedoch der/dem Leser*in mit einem kurzen, rasanten Prolog Appetit zu machen und gleichzeitig zu zeigen: Hier geht es nicht nur um die (ggf. faden) Erinnerungen einer Rundfunksekretärin. Bereits mit diesen knapp 1 ½ Seiten hatte mich die Autorin gecatcht. Das ist schon ein Kunststückchen, aber es ging flott weiter und wir begleiten die Heldin des Romans, Maisie Musgrave, mit klopfendem Herzen zu ihrem Vorstellungstermin in die BBC.

Montag, 18. Mai 2020

[(Gast)Rezension] A House of Ghosts - W. C. Ryan



*Rezension*

A House of Ghosts von W. C. Ryan

Umfang: 432 Seiten | Genre: Kriminalroman

Verlag: Bonnier Zaffre UK | Preis: 9,99 € 



Winter 1917. As the First World War enters its most brutal phase, back home in England, everyone is seeking answers to the darkness that has seeped into their lives.
At Blackwater Abbey, on an island off the Devon coast, Lord Highmount has arranged a spiritualist gathering to contact his two sons who were lost in the conflict. But as his guests begin to arrive, it gradually becomes clear that each has something they would rather keep hidden. Then, when a storm descends on the island, the guests will find themselves trapped. Soon one of their number will die.

For Blackwater Abbey is haunted in more ways than one . . . An unrelentingly gripping mystery packed with twists and turns, A House of Ghostsis the perfect chilling read this winter.

Jürgens Meinung:

Heute dürft ihr zum zweiten Mal in den Genuss einer Gastrezension hier auf meinem Blog kommen - und zwar von keinem anderen als von meinem Herzensmann Jürgen Albers.  Hier kommt nun also die zweite von vielen Gastrezensionen, welche euch heute nach Blackwater Abbey entführt - habt viel Spaß!

Vorstellen möchte ich heute ein Buch, das wir aus unserem letzten Irland-Aufenthalt mit gebracht haben: zu „A House of Ghosts“, welches 2018 im Verlag Zaffre/BonnierBooks  erschienen ist.
Viele Arten von Geistern haben sich über Blackwater Abbey versammelt. 
Das ist der eigentliche Kern des Plots, den der irische Schriftsteller William Ryan für seinen Genremix „A House of Ghosts“ mit geschickter Hand gewoben hat. 

Haben wir damit also einen klassischen Geister- oder sogar Horrorroman? Nein, definitiv nicht. Auch wenn das Setting dazu absolut geeignet wäre: Eine abgelegene Insel, darauf ein altes Herrenhaus, das wiederum auf den Mauern und Gewölben einer noch deutlich älteren Abtei erbaut wurde. Darin eine geplante Séance, eine Geisterbeschwörung.

Und - geradezu klassisch - dazu passend, ein gepflegter Sturm, der Gäste und Gastgeber für mehrere Tage und Nächte gefangen hält. 

William Ryan aber lässt die Leser*innen zunächst in einem ganz anderen Ambiente starten. Nachdem sich bereits im Prolog ein geheimnisvoller, aber höchst lebendiger Gast auf die Insel geschlichen hat, werden uns in den ersten drei (angenehm kurzen) Kapiteln die zwei Hauptpersonen des Romans vorgestellt: Ein irisch-britischer Offizier, nennen wir ihn der Einfachheit halber Donovan, und Kate Cartwright, eine Mitarbeiterin des Kriegsministeriums. Diese beiden sollen im Auftrag des britischen Geheimdienstes auf die Insel reisen, denn der Gastgeber der geplanten Séance, Lord Highmount ist einer der wichtigsten Waffenproduzenten des Vereinigten Königreiches.

Mittwoch, 29. April 2020

[Rezension] Little Lies / Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht / Megan Miranda



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Little Lies / Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht von Megan Miranda

Umfang: 384 Seiten | Genre: psychologischer Spannungsroman

Verlag: Penguin Verlag | Preis: 15,00 € 



Die Journalistin Leah flieht vor ihrem alten Leben: Sie lässt ihre Heimat und ihren Job hinter sich und zieht mit ihrer besten Freundin Emmy in ein altes Haus auf dem Land. Das Zusammenleben klappt gut. Leah arbeitet tagsüber in der Schule, Emmy nachts an einer Rezeption. Doch dann stellt Leah eines Nachts fest, dass sie ihre Freundin seit Tagen nicht gesehen hat. Noch bevor sie Emmy als vermisst melden kann, wird in der Nähe eine brutal misshandelte junge Frau gefunden. Doch die Frau ist nicht Emmy – stattdessen sieht sie Leah zum Verwechseln ähnlich … Muss Leah nicht nur um Emmys, sondern auch ihr eigenes Leben fürchten?

Meine Meinung:

Puh, wie soll ich diese Rezension nur anfangen? Meine Gefühle für diesen psychologischen Spannungsroman ( ja, es ist KEIN Thriller - liebe Verlage, bitte weckt nicht so oft falsche Erwartungen bei euren Lesern! ) sind durchmischt und auch einige Tage nach Beenden des Buches weiß ich nicht wirklich, was ich davon halten soll.

Aber der Reihe nach. Seit Erscheinen hatte ich ein Auge auf diese Geschichte bzw. das Cover geworfen und auch der Klappentext zog mich sofort in seinen Bann. Ich erwartete eine düster aufgeladene Atmosphäre mit einem Plot, der mich in Atem halten sollte - und bekam eine etwas andere Mischung, die ich so nicht vermutet hätte.

Wir begleiten die Journalistin Leah Stevens, welche mit einer alten Freundin namens Emmi einen Neuanfang wagt, weit weg von ihrem alten Job und den damit resultierenden Problemen. Sie fängt als Lehrerin in einer Schule an zu arbeiten, während Emmi nachts als in einem Motel arbeitet.

Doch eines Tages hält die Kleinstadt ein brutaler Überfall in Atem und Leahs Vergangenheit schleicht sich langsam wieder in ihr Leben zurück, während ihre Freundin Emmi plötzlich wie vom Erdboden verschwunden ist - und keiner außer Leah scheint sich an sie zu erinnern ... Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Folgendes wollte ich zu Kyle sagen: Männer wie dich verspeist sie zum Frühstück. [...] Doch solche Geschichten erzählte man nicht. Das Ziel der Geschichte sollte es sein, die Leute dazu zu bewegen, dass sie sich sorgten, die Öffentlichkeit auf deine Seite zu bekommen, sie dazu zu bringen, jeden, den sie geliebt haben, im Gesicht dieser vermissten jungen Frau zu sehen.

All das hätte unglaubliches Potenzial gehabt, wenn da nicht all die vielen störenden Kleinigkeiten gewesen wären, welche wie kleine Kieselsteine unter meiner Fußsohle beständig präsent waren und mich gegen Ende oft dazu getrieben haben, eher in anderen Geschichten zu schmökern, als diese zu beenden.

Samstag, 25. April 2020

[Rezension] Inepu / Die Herren des Schakals - Roxane Bicker



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Inepu / Die Herren des Schakals von Roxane Bicker

Umfang: 320 Seiten | Genre: Kriminalroman

Verlag: Hybrid | Preis: 13,90 € 



München, 1889: In der Glyptothek wird eine mysteriöse Maske entwendet, die den Totengott Anubis darstellt, der Kurator ermordet und wie eine altägyptische Mumie drapiert.

Der Direktor des Museums betraut Rosa und Daisy mit diesem Fall, zwei private Ermittlerinnen, ohne die Gendarmerie zu informieren. Um kein Aufsehen zu erregen, sollen sie den Mord aufklären und vor allem die Maske zurückholen. In fünf Tagen findet eine wichtige Ausstellung statt.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, in dem die zwei Frauen schauerliche und überraschende Entdeckungen erwarten - und ein Ritual, das Opfer fordert. Ein mystischer Detektiv-Krimi im München des 19. Jahrhunderts.

Meine Meinung:

Zum ersten Mal  gehört von Roxane Bicker und ihrem Debütroman "Inepu" habe ich letztes Jahr auf dem Litcamp in Heidelberg. Leider nur am Rande, denn die Session ( ich glaube, es war speziell eine über Ägyptologie ) selbst konnten wir nicht besuchen und doch hat sich mir ihre Geschichte ins Gedächtnis gebrannt.

Zum zweiten Mal darüber gestolpert bin ich ein paar Monate über Twitter und war sofort wieder Feuer und Flamme, denn das Zusammenspiel aus Kriminalroman, welcher 1889 in München spielt und ihrem eigenen Wissen über die Thematik ( Studium der Ägyptologie, Koptologie und Ur- und Frühgeschichte ) machten mir den Mund wässrig. Und so konnte ich es kaum abwarten, endlich in diese Geschichte eintauchen zu dürfen.

Direkt auf den ersten Seiten entsteht eine dichte und unheimlich mystische Stimmung, die sich durch das ganze Buch zog und mich durchweg gefangen hielt. Auch geht es sehr schnell zur Sache, denn bereits am Anfang wird der Leser Zeuge eines Diebstahls einer wertvollen Maske und eines Mordes an einem Museums-Angestellten, was für mich den perfekten Einstieg in die Geschichte bot und Lust auf mehr machte.

Sonntag, 5. April 2020

[Interview] Roland Hebesberger, Autor von "Abzweigungen"

Ich darf Euch heute Roland Hebesberger vorstellen; sein Debüt "Abzweigungen" habe ich vor einigen Tagen gelesen und ich konnte mich (und meine ungezügelte Neugierde) nicht bremsen, ihn um ein Interview zu bitten. Meine Meinung zu seinem außergewöhnlichen Thriller rund um Cornell Rhode könnt ihr jederzeit HIER nachlesen ... nun aber zu unserem heutigen Gast!

- Hallo Roland, schön das du dich meinen Fragen stellen möchtest. Du hast Ende letzten Jahres dein erstes Buch auf den Markt gebracht und damit auch gleichzeitig den Start einer Thriller-Reihe gesetzt. Die naheliegendste Frage zuerst: Wie kam dir die Idee zu "Abzweigungen" und warum hast du dich für genau dieses Genre entschieden?

Roland: Erstmals vielen Dank für die Chance, mich bei dir präsentieren zu dürfen. Hier muss ich etwas ausholen. Begonnen zu schreiben habe ich mit 15 Jahren mit Fanfictions. Danach war ich sehr erfolgreich unterwegs im virtuellen Serienbereich. Mein Traum als Kind war es, Drehbuchautor zu werden. Das ist natürlich in Österreich sehr schwierig. Ich habe dann in ganz jungen Jahren versucht ein Buch zu schreiben, was mir auch gelang.

Nur logischerweise bin ich bei allen Verlagen abgeblitzt. Es kam eine Frustration auf und ich hörte
auf zu schreiben. Aber Ideen kamen immer wieder und ich habe sie mir notiert und abgelegt. Da meine virtuelle Serie dann auch noch als Hörspiel umgesetzt wurde und diese auf YouTube landete, kam bei mir im letzten Jahr wieder Feuer auf, da ich die ganzen Kommentare gesehen hatte und gemerkt habe, dass es viele Leute gibt, die meine Storys noch immer richtig toll fanden.

Also kramte ich in meinen Notizen herum nach etwas Neuen. 

Und ich fand drei Ideen, die eigentlich recht gut zusammengepasst haben. Und dann habe ich mich einfach dran gesessen und habe die Story Line für „Abzweigungen“ entwickelt. Dabei kamen mir zahlreiche weitere und neue Ideen, die ich mir auch gleich alle notiert habe. Dadurch bemerkte ich, dass es noch immer genug Kreativität in meinem Kopf gab.

Bezüglich Genre! Ich habe im SciFi Bereich angefangen, meine virtuelle Serie war dann so eine Art Action/Thriller Serie und ich bin drauf gekommen, dass mir das noch besser liegt. Deshalb starte ich mit Thriller Geschichten, die sich aber auch etwas mit anderen Genres vermischen können. Da setze ich mir keine Grenzen.

Es kann aber auch möglich sein, dass es zukünftig auch SciFi-Thriller oder Mystery/Horror/Fantasy Geschichten geben kann. Aktuell konzentriere ich mich auf meine Thriller Ideen!

- Du hast dich für eine Veröffentlichung mit myMorawa entschieden, einer Plattform, mit deren Hilfe Autor*innen ihre Bücher selbst publizieren können. Wie lange hat es von der eigentlichen Buchidee bis zur Veröffentlichung gedauert und würdest du dich jederzeit wieder für diesen Weg entscheiden?

Roland: Ich muss hier gleich ein ganz großes Lob an MyMorawa, insbesondere Frau Scherzer, anbringen. Natürlich wäre mir ein Verlag am liebsten gewesen, aber ich wollte nicht wieder Monate damit verbringen, auf Antworten zu warten und dann wieder Absagen zu riskieren. Als ich das Selfpublishing entdeckt habe, war mir klar, dass ich zuerst nach einem heimischen Partner suchen würde. Und da habe ich mit MyMorawa einen ganz tollen Partner gefunden.

Vom ersten Gespräch an waren sie für mich da, beantworteten alle meine Fragen, waren immer hilfsbereit und immer freundlich. Auch nach der Veröffentlichung bieten sie dir tolle Hilfe an. Werbematerial, Buchpräsentationen usw. bieten sie dir ebenfalls an. Der Preis ist überaus fair und man fühlt sich sehr gut aufgehoben. Diesen Schritt würde ich definitiv wieder so machen.

Die Idee hatte ich im Februar 2019, da habe ich mich dann erstmals informiert, wie das Selfpublishing ablaufen würde. Im März habe ich zum Plotten und dann zum Schreiben begonnen, im Juni war ich fertig. Dann kam die Arbeit mit meiner Lektorin, die sehr intensiv und lehrreich war. Ende November war das Skript dann fertig, ebenso das Cover und am 06. Dezember erschien mein Buch! Also ja, ich würde wieder diesen Weg beschreiten!

- Cornell Rhode ist ja ein recht eigener Charakter für sich - wie entstehen deine Charaktere und entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte ganz eigenständig bzw in eine andere Richtung als sie zu Anfangs sollten oder hast du da immer die Zügel in der schriftstellerischen Hand? Und wie behältst du den Überblick über deine Protagonisten, ihre Ziele und Wünsche?

Roland: Meine Charaktere sind immer sehr eigen, das hat mir damals bei den virtuellen Serien schon viele Fans, aber auch Hater gebracht. Den Stereotyp sollte es so bei mir nicht geben. Mir ist es sehr wichtig, dass sich meine Charaktere im Zuge der Geschichte verändern, durch das, was sie erlebt haben. Das steht immer im Zentrum der Geschichte. Damit spielt man sehr mit dem Feuer, da man aufpassen muss, dass ein Hauptprotagonist nicht unsympathisch oder uninteressant für den Leser wird. Allerdings hat man dadurch auch die Chance, eine Geschichte richtig spannend und überraschend zu machen. Bei mir ist alles durchgeplant.

Bevor ich den ersten Satz schreibe, auch von einer ganzen Reihe, steht das Ende schon fest. Der Weg dorthin, kann ich dann noch verändern, also das wird dann laufend überarbeitet.

Aber mir muss immer klar sein, wo ein Charakter startet und wo er endet. Einfach so drauf los schreiben geht bei mir nicht. Deshalb ist das Plotten bei mir so wichtig! Außerdem wird bei mir von jedem Charakter ein eigenes Datenblatt angelegt. Dort ist seine komplette Biografie hinterlegt, wie auch sein Stammbaum. Dort vermerke ich mir auch das aussehen, die Charaktereigenschaften, die Schwächen, die Stärken, die Sprache und so weiter. Und das wird immer wieder ergänzt. Wenn ich mir mal nicht mehr sicher bin, wie ein Charakter tickt und wohin er sollte, dann kann ich das Datenblatt davon durchlesen. Ohne diese Notizen wäre ich aufgeschmissen, da mir so viele Ideen durch den Kopf gehen, dass ich dann sicherlich vieles vergessen oder vermischen würde. 

- Wir wollen aber nicht nur über deinen Erstling reden, sondern auch ein wenig über DICH als Autor: Ich habe auf deiner Website gelesen, dass du mit dem Schreiben von Fanfictions zu der Serie Stargate angefangen hast. Woher kam die Lust zum schriftstellerischen Schaffen und wie hast du dich als Autor in der Zeit von 2000 bis jetzt, 20 Jahre später, in deinen Augen weiterentwickelt?

Roland: Wie ich oben schon erwähnt habe, wollte ich immer Drehbuchautor werden. Schon als Kind fielen mir Logikfehler in Serien und Filme auf und überlegte mir, wie man sie besser machen konnten. Dadurch bekam ich immer mehr Ideen zu eigenen Storys. 

Damals gab es das Wort Streaming noch gar nicht. Ich habe mir diese Folgen angeschaut, verstand aber zu wenig. Es gab aber eine Fanseite, die sogenannte „Langinhalte“ über diese Episoden schrieb. Somit konnte ich sie ansehen und danach durchlesen, was dort passierte und verstand alles.

Ich dachte mir, ich könnte eigene „Langinhalte“ zu Stargate schreiben. Das machte ich und es wurden immer mehr, bis ich daraus gleich eine Staffel baute. 

Da ich selbst eine Stargate Fanseite hatte, veröffentliche ich diese dort. Ich bekam eine große Leserschaft und ich wurde informiert, dass man so etwas nicht Langinhalte, sondern Fanfictions nennt. Also schrieb ich ab der dritten Staffel der Serie eine eigene Zeitlinie. Dann wurde ich von VTV und DTV entdeckt, zwei Portale, die sich um virtuelle Serien bemühten und dort sozusagen einen virtuellen Fernsehsender zum Lesen aufbauten. 

Die wollten aber nicht nur Fanfictions, sondern auch eigene Ideen. So entwickelte ich die Agententhriller-Serie „Teen Agent“, die dann auch zum Hörspiel verarbeitet wurde. Ich gewann viele Awards, unter anderem zwei Mal den besten virtuellen Mainwriter, was die größte Auszeichnung war. Durch diese Erfolge kam ich dann auf die Idee, ein Buch zu schreiben, was ich auch tat, aber nirgendwo angenommen wurde.

Dann beendete ich alles. Durch meine Arbeit und anderen Hobbys kam ich auch nicht mehr dazu. Das Schreiben selbst ließ mich also nie los, auch meine Ideen nicht. Öfters habe ich mit Freunden und Familie gesprochen, dass ich irgendwann einmal ein Buch schreiben werde, weil ich wissen will, ob meine Geschichten nur als virtuelle Serie gut waren oder eben auch Romantauglich wären. Und letztes Jahr habe ich mir dann einfach gesagt, jetzt oder nie. Und jetzt gibt es das Buch und es freut mich sehr, dass es so gut ankommt und viele tolle Bewertungen bekam!

Jeder fängt mal klein ein, auch alle Autoren und man muss lernen und sich entwickeln. 

Bei mir lief es vielleicht etwas anders ab, wie bei vielen anderen, doch der Weg ist immer der Gleiche! Und auch durch die Arbeit an Abzweigungen habe ich so viel gelernt, dass ich jetzt im zweiten Buch anwenden kann. Ich hoffe, dass ich dadurch immer besser werde und vielleicht irgendwann für einen Verlag oder eine große Leserschaft interessant werden könnte. Ich habe so viele Ideen und ich würde sie gerne alle schreiben, nur die Zeit und das nötige Kleingeld fehlen dazu!

- Bist du Vollzeit-Schriftsteller oder meisterst du den Spagat zwischen Brotjob und dem Autoren-Dasein? Wenn ja, wie vereinbarst du deinen Beruf mit dem Schreiben und wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Roland: Ich wäre gerne Vollzeit-Schriftsteller, aber es ist bekannt, dass dies nur wenige Autoren sind. Gerade mit dem ersten Buch tut man sich sehr schwer. Ich bin aktuell noch über 5.000 € im Minus beim ersten Buch, also bin ich meilenweit davon entfernt, dass ich als Autor von meinen Büchern leben kann. Ich schreibe auch nicht deshalb, weil ich damit viel Geld verdienen will.

Mein Ziel ist es, Geschichten zu erzählen und den Leuten die Chance geben, in meine Fantasiewelten einsteigen zu können.


Es wäre schön, wenn sich die Bücher selbst finanzieren würden, ansonsten werde ich nicht viele Bücher schreiben können. Ein kleines Taschengeld wäre auch nett. Vollzeit Schriftsteller wäre aber natürlich genial, weil ich dann richtig viele Bücher schreiben könnte. Ideen hätte ich wirklich sehr viele! Also muss ich ganz normal wie jeder andere Arbeiten. Ich stehe in der Früh auf, arbeite meine 10 Stunden am Tag, komme nach Hause und wenn ich die Muse habe, plotte oder schreibe ich.

Am Wochenende bin ich sehr viel unterwegs, da ich auch ehrenamtliche Positionen habe und einen Fanclub führe. Gott sei Dank kann ich sehr schnell tippen und bin ein nachtaktiver Mensch. Deshalb geht sich der Autor auch noch aus. Das Schwierige am Selfpublisher Leben ist eben, dass es mit dem Schreiben nicht getan ist.

Man muss alles selbst vermarkten und noch mehr Zeit investieren. Wie ich das alles in Moment unter einem Hut bekomme, weiß ich selbst nicht. Gerade, weil ich in wenigen Tagen das komplette zweite Buch geschrieben habe. Aber momentan läuft es und ich nutze das aus, so lange es geht. In Zukunft wäre es aber schön, wenn ich mehr Zeit zum Schreiben haben könnte. Doch damit beschäftige ich mich erst, wenn es soweit ist!

- Und eine letzte Frage zum Schluss: Cornell soll ja nicht seinen letzten Auftritt in "Abzweigungen" gehabt haben - wie viele Bände hast du in Planung und kannst du uns über den zweiten Band ein wenig mehr verraten? Was erwartet uns Leser dort? Und schlummern noch mehr Projekte in deinem Kopf bzw. deiner Schreibtischschublade, auf die du uns ein wenig neugierig machen möchtest? 

Roland: Ich habe schon zu meinen Freunden gesagt, als sie sich das Buch geholt haben „It was just the beginning“. An alle Cornell Fans da draußen, ihr müsst euch noch etwas gedulden. Bevor die Fortsetzung zu diesem Roman kommt, folgen noch andere zwei Bücher. Es folgt ein Agenten-Mystery-Thriller, geplant für den Sommer und ein Cyber-Psycho-Thriller, geplant im Winter, in diesem Jahr. Aus all diesen drei Storys sollten Trilogien entstehen.

In meinem Plan sind aber jetzt mal in diesem Thriller Bereich 13-15 Bücher geplant. Ein SciFi-Thriller könnte auch demnächst folgten, daran arbeite ich gerade. Die Fortsetzung zu Abzweigungen ist aktuell mal für Frühjahr 2021 geplant. Versprechen kann ich den Termin hier aber nicht, da ich natürlich als Selfpublisher immer aufs Geld schauen muss. Umso mehr Bücher, dass ich verkaufe, umso schneller kann ich mir Lektorat/Korrektorat/Cover leisten und umso schneller kommen die Bücher raus. Und Projekte habe ich genug.

Ich bedanke mich für das Interview und die Chance mich präsentieren zu dürfen. Meine Hoffnungen liegen bei den Lesern da draußen, dass ihr meinem Buch eine Chance gebt und mir eine ehrliche Rezension gebt. Nur so kann ich mich weiterentwickeln. Und ich verspreche euch, sobald das Budget da ist, folgen die nächsten Bücher. Geschrieben wird bei mir am laufenden Band. Vielen Dank und alles Gute!

Vielen lieben Dank Roland für das interessante und ausführliche Interview! 


Wenn ihr mehr über ihn und seinen Alltag als Autor erfahren wollt, könnt ihr Roland auf Instagram *klick* oder Twitter *hier* ein wenig über die Schulter sehen. 

Dienstag, 24. März 2020

[Rezension] Abzweigungen - Roland Hebesberger




*Werbung / Rezensionsexemplar*

Abzweigungen von Roland Hebesberger

Umfang: 320 Seiten | Genre: Thriller

Verlag: MyMorawa | Preis: 16,99 € 



Welchen Weg gehst du, wenn dein Leben auf der Kippe steht? Wähle weise, es könnte deine letzte Entscheidung sein.

Cornell Rohde, ein gescheiterter Ex-Polizist aus München, baut sich in Salzburg ein neues Leben auf. Es nimmt eine drastische Wendung, als er Zeuge eines mysteriösen Banküberfalls wird. Er versucht, den Geheimnissen hinter dem Verbrechen auf die Spur zu kommen, und gerät in eine Verschwörung, die sein Weltbild ins Wanken bringt. Wem kann er vertrauen, wer sagt die Wahrheit und was steckt hinter dem grellen Licht, das ihn bis in seine Träume verfolgt? Bei einer Verfolgungsjagd quer durch Europa mit neuen Verbündeten kommt Cornell an seine Grenzen. Wird er am Ende die richtige Entscheidung treffen?

Meine Meinung:

"Abzweigungen" ist das Debüt von Roland Hebesberger und damit der erste Teil seiner Thriller-Reihe rund um den Ermittler Cornell Rohde. Auf den Autor und sein Werk bin ich über Twitter aufmerksam geworden, hatte mich in das etwas andere Cover verguckt und als er nach Bloggern suchte, die seinen Thriller lesen wollten, konnte ich nicht an mir halten und musste wissen, was sich hinter seinem Buch verbirgt.

Wir begleiten Cornell Rhode bei dem Versuch, sein Leben nach einigen Niederschlägen wieder in geordnete Bahnen zu führen. Erst wird er bei der Münchner Polizei aufgrund von einigen falsch getroffenen Entscheidungen gekündigt, nur um dann in Salzburg für eine kurze Zeit neues Glück, beruflich wie privat, zu finden und auch dieses wird ihm rasch und harsch entrissen.

Doch damit ist es nicht vorbei - die Unglücksspirale dreht sich weiter für Cornell und wir als Leser müssen dabei zusehen wie er versucht, sich aus diesem ganzen Schlamassel zu retten ... mit mal mehr und mal weniger großem Erfolg.

Ich hatte leider einige Probleme beim Lesen dieser Geschichte. Es fing für mich bereits auf den ersten Seiten beim Schreibstil von Roland Hebesberger an, der so gar nicht meinen Geschmack mit seiner etwas derben und direkten Sprache treffen konnte. Viele seiner Charaktere blieben mir lange wahnsinnig unsympathisch, was zum Teil garantiert gewollt war, allerdings hätte ich mir hier den ein oder anderen Sympathieträger mehr gewünscht.
Es war ein lauer Donnerstagabend, das Wetter war frühlingshaft. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, denn dieser hatte mein Leben verändert. [...] Es war damals elf Jahre her, dass meine Mutter an Krebs gestorben war und ich den Weg meines Vaters gegangen war, der als wahrer Held bei der Münchner Polizei galt. 
Mein Vater war stolz darauf, dass ich schon in jungen Jahren den Verlust wegstecken konnte und meinen Weg ging. Doch dies solltes sich bald ändern.
Cornell selbst kann man mögen oder nicht - mit seiner ihm eigenen ruppigen Art hat er mich an manchen Stellen zum unfreiwillig zum Lachen gebracht, an anderen zum Verzweifeln oder Kopfschütteln ... ein sehr breites Spektrum an Gefühlen brach sich hier bei mir Bahn und auch nach Beenden der Geschichte weiß ich nicht so recht, was ich von ihm halten soll.

Was mich am Lesen hielt, war das Tempo und der Sog, den der Plot mitbrachte und mich so durch die Seiten trug. Langeweile konnte hier zu keinem Zeitpunkt auftauchen, wir als Leser sind immer mitten im Geschehen dabei und werden von einem Ereignis ins nächste mitgerissen. Kleine Verschnaufpausen gönnt uns Roland Hebesberger ab und an, nur um danach wieder seine Protagonisten auf abenteuerliche Art durch die Geschichte zu jagen.

Für meinen Geschmack passierten oft zu viele Dinge gleichzeitig, was dem Ganzen vielmals die Glaubwürdigkeit raubte und Wendungen nach sich zog, die für mich zu sehr aus dem Ärmel geschüttelt waren. Auch wenn der arme Cornell schon genug leiden musste während der Handlung, ging es mir in manchen Momenten zu einfach von der Hand was passierte oder wie sich Zufälle zu Gunsten unseres Protagonisten fügten.

Das Ende war leider auch für mich viel zu viel konstruiert, die expliziten Gewaltszenen hatten mehr Schockpotenzial als Nutzen in meinen Augen und die Auflösung des Ganzen konnte mich so gar nicht von sich überzeugen. Es war wie ein Feuerwerk aus Spannung, was sich am Horizont anbahnte, nur um sich dann enttäuschend platt und wenig nachvollziehbar über den Himmel zu ergießen - James Bond wäre stolz gewesen darauf, nur passte es für mich so gar nicht zur gesamten Geschichte und sorgte für Kopfschütteln meinerseits beim Zuschlagen des Buches.

Mein Fazit:

Dieser Thriller ist eindeutig nicht für jedermanns Geschmack - derbe Sprache, zackige actiongeladene Wendungen und Charaktere, die nicht unbedingt immer sympathisch daherkommen ... all dies und noch einiges mehr erwartet den Leser hinter den Buchdeckeln zu "Abzweigungen". Von mir daher der Tipp: Lest vorher in die Leseprobe hinein, macht euch selbst ein Bild und entscheidet dann, ob ihr dem Debüt von Roland Hebesberger eine Chance gebt.

Ich vergebe

*~2 von 5 Sterne~*

Danke an den Autor und MyMorawa für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und den netten Austausch auf Twitter!