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Mittwoch, 9. September 2020

[Rezension] Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch - Alexander Solschenizyn



*Rezension*

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Soschenizyn

Umfang: 192 Seiten | Genre: Roman

Verlag: Droemer Knaur | Preis: 10,99 € 



Ein Tag aus dem Leben des Iwan Denissowitsch ist zweifellos das aufsehenerregendste Buch, das nach dem Krieg in der Sowjetumion veröffentlicht wurde. Heute ist dieses Buch aus den Buchhandlungen in der Sowjetunion wieder verschwunden, für das sich Chruschtschow auf dem 22. Parteitag mt den Worten einsetzte: "Es ist unsere Pflicht, derartige Angelegenheiten, die mit dem Mißbrauch der Macht zusammenhängen, sorgfältig und allseitig zu klären.Solange wir arbeiten. können, müssen wir vieles klarstellen und der Partei und dem Volk die Wahrheit sagen..." 

Solschenizyn hat das gequälte Gewissen jener zahllosen Russen erleichtert, die solange in vollem Wissen um die Schande in Stummheit leben mußten.

Meine Meinung:

Ich hätte wohl eine geraume Zeit lang nicht zu diesem Buch gegriffen, wenn es mir der Herzensmann vor ein paar Tagen nicht entschlossen in die Hand gedrückt und gesagt hätte "Lies es endlich!". Nach einem etwas dickeren Jugendbuch jammerte ich ein wenig vor mich hin, dass nun anscheinend eine Leseflaute über mich kommen würde - ich wusste nicht was ich als nächstes lesen sollte und keines unserer Bücher sprach mich so richtig an. 

Und aus Mangel an Widerstand und eigenem Antrieb, etwas anderes zum Schmökern zu finden, tat ich genau das, was er mir sagte ... ich versank in der grausamen, kalten und nüchternen Welt von Iwan Denissowitsch und sah ihm bei seiner Arbeit im sowjetischen Straflager über die Schulter. 

Alexander Solschenizyn schafft es auf den nur wenigen Seiten, eine komplette Szenerie zu erschaffen, von der man das Gefühl am Ende hat, sie niemals richtig verlassen zu können. 

Der Schreibstil ist sehr einfach, schlicht und orientiert sich an der Gedanken - und Gefühlswelt unseres Hauptprotagonisten Iwan. Gerade bei einer solch bedrückenden Thematik empfinde ich es als angenehm und richtig, wenn sich der Stil ein wenig zurücknimmt, dem Geschriebenen Raum lässt und so dem Leser die Möglichkeit gibt, die Atmosphäre unverfälscht in sich aufzunehmen. 

Interessant fand ich hierbei den Aufbau der Geschichte. Wir verfolgen Iwan bzw. Schuchow einen Tag im Lager bei seiner Arbeit, was ich zuerst als ungewöhnlich empfand, denn was sollte man alles über einen einzigen Tag zu berichten haben? Dennoch fällt man sofort in die Handlung hinein und bleibt durch Iwans Gedankensprünge nicht nur im Hier und Jetzt, sondern erfährt auch einiges über sein Leben vor dem Straflager, wie es dazu kam dass er nun dort seine Zeit abarbeiten muss und die unausgesprochenen Regeln, die in diesem Lager vorherrschen.

Samstag, 14. November 2015

[Rezension] Splitter - Sebastian Fitzek

Splitter 

 Sebastian Fitzek

384 Seiten

Droemer Knaur Verlag

9,99 € 

Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.

Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...


Meine Meinung:

Wie ihr bereits wisst bin ich ein großer Fitzek-Fan, habe viele seiner Thriller mit Begeisterung verschlungen und war immer angetan von seinen fulminanten Wendungen, den Verwirrungen und Täuschungen innerhalb der Handlung. 

DOCH mit Splitter hat er es sich ein wenig verscherzt mit mir, denn auch wenn ich den Roman bis ungefähr zur Mitte spannend und grandios fand, hat sich irgendwann ein schaler Geschmack in meinem Mund breit gemacht und ich habe angefangen zu grübeln, was genau mir jetzt sauer aufstößt. 

Aber erstmal kurz zur Handlung, die Idee ist ja mal wieder wahnsinnig interessant gewesen: Marc Lucas hat nach einem Autounfall seine schwangere Frau verloren und zerbricht jeden Tag mehr an ihrem Tod. Eines Tages meldet er sich auf eine Anzeige in der Zeitung einer Firma, die verspricht, traumatische Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu löschen und für diesen Feldversuch eben neue Probanden suchen.

Was dann allerdings passiert, scheint wie aus einem schlechten Horror-Film - Marc Lucas sieht seine verstorbene Frau wieder, erkennt ihn aber nicht wieder. Und das ist erst der Anfang eines Alptraumes, bei dem selbst der Leser nicht weiß, was nun Fiktion oder Realität ist. 

Der Schreibstil bei "Splitter" war wieder herrlich rasant, schnörkellos und geradeaus. Die Emotionen, die Verzweiflung und Ratlosigkeit von dem Protagonisten Marc Lucas haben auf mich als Leser übergegriffen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand nehmen und wollte wissen wie es weitergeht. 

ABER zum Schluss hin, als die Auflösung so nach und nach klar wurde, dachte ich mir immer wieder "HÄH?! Was, was, was? STOPP! Das ist ja sooo ... konstruiert, so unmöglich! [ Einige Seiten später ] Waaasss? Ach nö, kommt schon, das ist sowas von ...... WAS?! Also echt, noch unmöglicher geht es ja kaauumm ... [ Buch wird in die Ecke gepfeffert ] ARGH!" 

Jep, ich war relativ frustriert, hatte der Thriller doch so viel versprochen und mich so sehr gepackt, doch ich musste dann der Tatsache in die Augen blicken, das der Schluss mal so gar nichts für mich war. Ein bisschen weniger von allem, ein wenig mehr Realität und ich hätte dass der Geschichte schon eher abgekauft, aber so - nein danke!

Mein Fazit:

Eine halbe Empfehlung, denn mit einem Fitzek kann man sich viele spannende Psychothriller-Stunden bereiten, aber der Schluss ging für mich so gar nicht. Ich denke auch, dass viele über diesen hinweg sehen können und dann glücklich mit dem Buch werden, aber für mich war es eins seiner schlechteren Bücher und somit nicht meine Nummer 1 Empfehlung. Ich vergebe

2 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Montag, 30. März 2015

[Rezension] Devils River - Thomas Thiemeyer

Devils River

Thomas Thiemeyer

512 Seiten

Droemer Knaur Verlag

16,99 €

Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder. 

England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt ... 

Meine Meinung:

Gleich zu Anfang muss ich sagen dass dies kein typischer Thriller ist, wie man ihn erwarten würde unter dieser Bezeichnung. Warum? Es ist viel mehr als das, ich würde es eher als Mystery-Western-Thriller ansehen, denn die meiste Zeit spielt die Hauptgeschichte im Jahre 1878. Aber es sollte auch wiederum nicht mit den typischen Westernromanen wie z.B. Winnetou verglichen werden ... denn Devils River ist so viel mehr und komplett anders; eben eine ganz spezielle Mischung.

Worum geht es? 

2015. Eves Großmutter und wichtigste Bezugsperson ist verstorben. Als das Erbe verlesen wird traut Eve ihren Ohren kaum - sie erbt das große, gemütliche Haus ihrer Großmutter und damit einen wahren Schatz an Erinnerungen, denn ihre Oma ist viel in der Welt gereist und viele interessante Dinge dadurch erstanden.

Gleichzeitig bekommt sie vom Notar zwei Schlüssel überreicht. Einer dieser Schlüssel führt sie zu einer Truhe auf dem Dachboden und was sie dort findet verändert ihr komplettes Leben.

1878. River ist eine junge Heilerin, welche als kleines Kind vom Stamm der Ojibwe aufgenommen wurde und dort aufgezogen wurde. Eines Tages macht sie sich auf den Weg um neue Kräuter zu sammeln, doch als sie in ihr Dorf zurückkehrt trifft sie auf zerstörte und leere Hütten ... Was ist dort nur passiert?

Devils River spielt in zwei zeitlichen Ebenen und beinhaltet quasi eine Geschichte in einer Geschichte, denn im Jahr 2015 liest Eve das Tagebuch ihrer Großmutter und ebendiese Handlung lesen wir die meiste Zeit mit, denn er zweite Handlungsstrang verschlägt uns ins Jahre 1878 zu River und Nathan, einem gesuchten Massenmörder. 

Der Hauptfokus lag auf diesem Jahr, die Gegenwart wurde immer nur kurz dargestellt und dadurch war Eve für mich ein wenig zu blass, nicht unbedingt mein Lieblingscharakter. Allerdings kann ich mir auch gut vorstellen, dass es einen zweiten Teil geben könnte oder zumindest Eves Geschichte ein wenig ausgebauter in einem neuen Roman zu finden sein wird - dagegen hätte ich zumindest nichts.

Anfangs tat ich mir schwer mit diesem extremen Zeitsprung, der ungewöhnlichen Kulisse und den ganzen Protagonisten, doch spätestens ab Seite 100 ist man als Leser mitten im Geschehen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. 

River war für mich einer der Charaktere, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, auch wenn die ganze Indianerkultur; also ihre Bräuche, ihre Ansichtsweisen und ihr Glauben an die verschiedenen Götter; mich erst irritiert und genervt hat. Doch mit der Zeit und mit fortschreitender Handlung taucht man immer tiefer in die ganzen Zusammenhänge ein und versteht sie dann auch besser.

Die eigentliche Thrillerhandlung hat sich auf Nathan Blake bezogen, der als Massenmörder sein Unwesen treibt und blonde Frauen in weißen Nachthemden umbringt, ja regelrecht aufschlitzt und sie anschließend aufbahrt. Als er die Frau eines Bürgermeisters umbringt schwört dieser Rache und beginnt mit der Hetzjagd auf ihn. 

Mit der Zeit lernt man Nathan besser kennen, seine Motive werden nach und nach erklärt. Und als er dann auch noch auf River trifft und diese beiden Stränge ineinander laufen ... spätestens da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Im Nachhinein muss ich sagen dass ich das Buch ebenso gelesen hätte, wenn es "NUR" die Geschichte von River und Nathan Blake erzählt hätte oder Eve eben ein wenig mehr im Fokus gewesen wäre. Nichtsdestotrotz habe ich mich in den Schreibstil von Thomas Thiemeyer verliebt, konnte richtiggehend in der Geschichte schwelgen und habe mir gleich ein interessantes Buch zum Thema Indianer aus dieser Zeit bestellt - danke für solch tolle und spannende Lesestunden!

Mein Fazit:

Ein außergewöhnliches Setting für einen Thriller mit durchschlagendem Erfolg; zumindest bei mir. Eine Geschichte wie sie man selten findet mit einzigartigen und unverwechselbaren Charakteren, bei denen man sich wünscht das Buch würde nie zu Ende gehen. 

Danke an den Knaur Verlag zur Bereitstellung dieses Lese-Exemplares und an Thomas Thiemeyer für grandiose Lesestunden! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten

Sonntag, 25. Januar 2015

[Rezension] Missing New York

Missing New York

Don Winslow

395 Seiten

Droemer Knaur Verlag

14,99 €

Die siebenjährige Hailey spielt im Garten, als das Telefon klingelt und ihre Mutter kurz ins Haus geht. Eine Minute später kommt sie zurück. Und ihre Tochter ist verschwunden. Zwei Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen – diesmal wird die Leiche gefunden, der Täter gefasst und auch mit dem Mord an Hailey belastet. Akte geschlossen. 

Aber Frank Decker, dessen Job es ist, Verschwundene aufzuspüren und zurückzuholen, hat Zweifel. Er glaubt, dass Hailey lebt, irgendwo versteckt – während die Uhr tickt. Ein vager Hinweis führt ihn nach New York. Sanft wenn möglich, hart wenn nötig, folgt er Schritt für Schritt der Spur, die ihn in die Hölle lotsen wird.

Meine Meinung:

Das war mein erster Winslow, aus einer Laune heraus ( und durch die Empfehlung einer Kollegin ) wurde es aus meinem Bücherregal gezogen und verschlungen - hallo?! Warum habe ich bisher noch nie einen Winslow gelesen?! Es war genial, ein ganz außergewöhnlicher Schreibstil trifft auf einen Ermittler wie ich ihn gerne öfters treffen würde.

Um was geht es? Frank Decker wird zu einem Entführungsfall hinzugezogen. Die siebenjährige Hailey verschwindet während dem Spielen im Vorgarten, keiner hat etwas beobachtet und die Ermittlungen gestalten sich als äußerst schwierig. Decker´s Spürsinn ist geweckt; doch dann verschwindet ein weiteres Mädchen, ein vermeintlicher Täter wird festgenommen und alle gehen davon aus, dass Hailey ihm auch zum Opfer gefallen ist.

Alle ... bis auf Decker; er glaubt nicht daran und macht sich im Alleingang auf die Suche nach ihr. Mit seinen ziemlich unkonventionellen Methoden ergaunert er sich nach und nach Informationen für ihren Verbleib und tritt damit gewissen Leuten gehörig auf die Zehen, die sich das so gar nicht gefallen lassen. 

Am liebsten hätte ich das ganze Buch hindurch mir Stellen markiert, Zitate herausgeschrieben - getan habe ich es aus diesem Grund nicht, dass ich einfach keine Post It´s da hatte! Naja aber man muss nur irgendeine Seite in dieser Geschichte aufschlagen, lesen und sich hineinfallen lassen. 


Die Hoffnung stirbt nicht mit einem Knacks, wie ein Zweig unter der Last des Schnees. Sie welkt langsam und elend dahin wie eine Pflanze bei Trockenheit. Sie verdurstet nach einem langen Tag der Suche, die nichts bringt - kein kleines Mädchen, nichts. 

Kein Kleidungsstück, nicht mal ein  Spielzeugpferd. Sie stirbt, wenn die vierundzwanzigste Stunde vergangen ist und dich der Blick auf die Uhr trifft wie einen Hammerschlag.


Durch die kurzen knackigen Sätze fliegt man nur so durch das Geschehen, schafft gleichzeitig eine gewisse Distanz und damit eine für mich komplett neue Sichtweise. UND es passte zu Decker, ich konnte mir vorstellen wie er alles aus seinem Blickwinkel beschreibt, die Ermittlungen aufzeigt und mit seiner typischen Art durchleuchtet.

Wer ist Decker? Jaaaa, ich muss euch mehr über diesen Charakter erzählen, vorschwärmen und damit sagen, dass wenn er nicht gewesen wäre die ganze Geschichte nur 08/15 gewesen wäre. Aber er hat allem die gewisse Note verliehen die es ausgemacht hat. Wenn man ihn beschreibt fallen mir nur diese Worte ein: Dreckig, hart, strickt, eisen und rücksichtslos - er sucht wie im Fieberrausch nach Hailey und hat Scheitern nicht als Option verbucht. 


"Ich heiße Frank Decker." "Das heißt?" "Das heißt, ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass ich nicht aufgebe. Ich werde weiter nach dem kleinen Mädchen suchen. Die nächsten Männer, die Sie mir schicken, werde ich töten. Und danach töte ich Sie." Das zeigte Wirkung.


Ein Charakter welcher mich überzeugen, überraschen konnte und immer mal wieder zum Lachen brachte. Seine Ehe ist gerade am Scheitern, er flüchtet sich in seine Arbeit und gibt alles um dieses Mädchen zu finden. Ich hoffe so sehr, bald wieder etwas von ihm zu lesen!!

Mein Fazit:

Heute einmal ohne unnötige, appellierende und anpreisende Worte. Wen ich mit den vorhergehenden Worten nicht überzeugen konnte hat dann eben keinen Geschmack - so ist das! :D Was soll ich noch mehr sagen als LEST ES. Wirklich. Am besten jetzt gleich. Sofort. Und wehe nicht. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte


Und ehrlich gesagt, weiß ich immer noch nicht, was ich machen werde. Nur das eine weiß ich ... Manche Leute verschwinden, weil sie es so wollen. Manche gehen verloren. Andere werden entführt.Viele von ihnen sind tot, einige sind noch am Leben. 

Aber alle brauchen sie einen, der nach ihnen sucht. Und der bin wohl ich.

Dienstag, 16. Dezember 2014

[Rezension] Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte

Das Mädchen, das den Weihnachtsmann umbrachte

Val McDermid

7 Seiten

Droemer Knaur Verlag

nur als Ebook für 0,99€ erhältlich

Eine spannende Krimi-Erzählung der Bestseller-Autorin Val McDermid!

Santa Clause is coming to town: Die achtjährige Kelly Jane glaubt schon lange nicht mehr an den Weihnachtsmann. Umso schockierter ist sie, als sie in der Nacht vor Weihnachten Schritte auf dem Flur hört: Ein Mann in rotem Gewand schleicht durch das Haus und scheint nichts Gutes im Schilde zu führen …

Für alle Fans der erfolgreichen Autorin und alle, die es werden wollen!


Meine Meinung:

Ich hatte nicht wirklich viel Erwartungen an diese megakurze Kurzgeschichte aber Val McDermid hat es dennoch geschafft mich auf diesen wenigen Seiten mit ihrer Geschichte zu locken und der kleinen Kelly Jane näher zu bringen.

Um was es geht? 

Das ist schnell erklärt: Als Leser bekommt man mit das Kelly Jane mit sich hadert ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt; ihre Freunde behaupten steif und fest es würde ihn nicht geben; doch ihre Eltern sind andere Meinung - wem soll sie glauben? Doch in der Nacht vor dem Weihnachtsabend hört sie Schritte auf dem Flur und sieht einen fremden Mann in ihrem Haus herumschleichen ... und Kelly Jane handelt.

Ich musste oft schmunzeln während dem Lesen, denn die Autorin zeichnet Kelly Jane´s kindliche Zweifel auf eine solch liebenswerte Art und Weise das man sie einfach ins Herz schließen muss. Ihr glaubt mir nicht? Hier kommt der Beweis:

Sie konnte nicht aufhören zu zittern, ihre Zähne klapperten und krachten wie Popcorn in einem Topf. Sie hatte Santa Claus umgebracht. Überall auf der ganzen Welt würden die Kinder morgen früh aufwachen und keine Weihnachtsgeschenke haben, weil Kelly Jane Davidson den Weihnachtsmann ermordet hatte. 

Und alle würden wissen, wer schuld war, weil seine Leiche unten in ihrem Hauflur lag. Bis zu ihrem Tod würden die Leute auf der Straße mit dem Finger auf sie zeigen und sagen: "Das ist Kelly Jane Davidson, das Mädchen, das Weihnachten ruiniert hat."

Mein Fazit:

Ich mag Val McDermid unglaublich gerne, liebe ihren Schreibstil und ihre Krimi-Ideen. Wer eine ganz kleine weihnachtliche Geschichte zum Schmunzeln sucht ist hier genau richtig. Wer Skoobe hat kann es dort auch kostenlos lesen. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!