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Freitag, 10. Januar 2020

[Rezension] Unser Leben in den Wäldern - Marie Darrieussecq




*Werbung / Rezensionsexemplar*

Unser Leben in den Wäldern von Marie Darrieussecq

Umfang: 110 Seiten | Genre: Roman

Verlag: Secession | Preis: 18,00 € 




Unser Leben in den Wäldern führt uns in eine gar nicht so ferne Zukunft, wo wir es vermutlich ganz normal finden werden, dank implantierter Technik ständig »online« zu sein, smart vernetzt mit Wohnung, Verkehrsmitteln, Arbeit und den staatlichen Autoritäten. Was aber geschieht mit uns, wenn wir in einer Gesellschaft leben, in welcher der technische Fortschritt und Turbo-Kapitalismus auf die Spitze getrieben sind? In der Klone uns als lebende Ersatzteillager für Organe
dienen? In der Roboter den Großteil der Arbeit übernehmen? In der die Unterscheidungslinie zwischen KI-Affen und Menschen zu verschwinden droht?

 Ein fulminanter Text, verzweifelt, wütend, geprägt von schwarzem Humor – aus einer Zukunft, die sich erschreckend logisch aus unserer Gegenwart speist.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich über Marlene von ichlesefrauen.de aufmerksam geworden und bin unglaublich froh darüber, denn was sich hier hinter den Buchdeckeln verbirgt, ist ein wahres Kleinod im Bereich Dystopie. Vorweg möchte ich gleich sagen, dass falls ihr euch komplett unwissend in die Geschichte werfen möchtet, dann verzichtet darauf den Klappentext zu lesen, denn dieser nimmt der Handlung doch einiges an Spannung raus und verrät sehr viel über den Verlauf.

Wir erleben alles aus Sicht von Viviane, welche in einem Rebellenversteck im Wald ausharrt und in einem Notizbuch ihre Gedanken festhält, in der Hoffnung, der Nachwelt einen kleinen Einblick in die Geschehnisse zu geben und ihnen damit einen Teil der Wahrheit zu offenbaren. So viel mehr kann ich über den Plot gar nicht schreiben, ohne euch zu viel zu verraten und DAS möchte ich auf gar keinen Fall!
Ich stelle mir vor, das der letzte Wald verschwunden sein wird, wenn der erste Menschenroboter fertiggestellt ist. Berührung der Ziellinie. Fünfzig Jahre. Das werde ich nicht erleben. Ich bin vorher kaputt. Ein Glück, dass ich keine Kinder habe.
Der Roman lebt davon, dass man als Leser Stück für Stück in Vivianes Gedanken eintaucht, ihr altes Leben mit ihr ergründet und die Welt in welcher sie lebt, ein bisschen besser kennen lernt. Eine Welt, in der Roboter, ständiges Online-Sein und totalitäre Überwachung zur Tagesordnung gehören, rebellische Mitbürger wie von Zauberhand verschwinden und Klone für jeden, die es sich leisten können bereit liegen, um neue Organe zur Verfügung zu stellen.

Samstag, 12. Januar 2019

[Rezension] Troll - Michal Hvorecky




*Werbung / Rezensionsexemplar*

Troll von Michal Hvorecky

Umfang: 215 Seiten | Genre: Dystopie

Verlag: Tropen | Preis: 18,00 € 



Die europäische Gemeinschaft ist zerfallen und wurde durch die Festung Europa ersetzt. Ihr gegenüber steht das diktatorisch geführte Reich, in dessen Protektoraten ein ganzes Heer von Internettrollen die öffentliche Meinung lenkt. Einer von ihnen ist der namenlose Held dieser in einer allzu naheliegenden Zukunft angesiedelten Geschichte.

Gemeinsam mit seiner Verbündeten Johanna versucht er, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören – und wird dabei selbst Opfer eines Shitstorms. Mit seiner rasanten, literarisch verdichteten Erzählung beweist Michal Hvorecky erneut, warum er der erfolgreichste Autor der Slowakei ist.

Meine Meinung:

Ein Buch wie ein Feuerwerk - "Troll" ist eine meisterhaft erzählte Zukunftsversion, welche sich auf ein Thema beschränkt, welches mir so noch nicht in einer Geschichte begegnet ist: Das Trolling. Nur ganz kurz eine Erklärung für diejenigen, die mit diesem Begriff so rein gar nichts anfangen können.

Als Troll wird eine Person bezeichnet, welche in Internetforen, Social Media Plattformen oder generell im Netz auf Beiträge oder Kommentare beschränkt, welche auf die emotionale Provokation anderer Diskussionsteilnehmer abzielt und die sich dadurch eine Reaktion ihres Gegenübers erhoffen. Simpel gesagt: Ärgern auf hohem Niveau mit falschen Fakten, irrsinnigen Behauptungen oder sogar manipulierten Bildern bzw. Videos.
Die Protestteilnehmer sprayen meine bekanntesten Nicks an die Hauswände. Peter. Martin. Jakub. Damian. Ester. Nina. Martina. Eva. Jozef. Keanu. Sarah. Achtzig Namen, und es werden weitere dazukommen.  
Mein wahrer Name ist ... Ich kann nicht ... Weiß nicht ... Ich heiße ... Ich komme nicht auf meinen Namen. Sie haben mir alles genommen. Ich bin ... der Troll.
Bis etwa zur Mitte des Romans bekommt der Leser einen Überblick über die aktuelle Situation in Osteuropa, während man dem namenlosen Ich-Erzähler und seiner Bekannten Johanna folgt, mit ihm sein Aufwachsen in diesem diktatorischen Land erlebt und seine Geschichte erfährt.

Der zweite Teil widmet sich seiner Arbeit als Troll, man bekommt einen Einblick hinter die Kulissen dieser Maschinerie und merkt langsam aber sicher den Abstieg des Protagonisten in Gefilde, in welche er sich nie vorwagen wollte.

Und diese mögliche Welt, die Michal Hovrecky hier aufbaut, hat es ziemlich in sich.

Es herrscht eine tiefe Kluft zwischen Arm und Reich, nach dem Hybrid- und dem Informationskrieg ist Europa geteilt. Die Grenzen werden streng bewacht, niemand darf das Land betreten oder ausreisen. Es gibt Anführer-Vater und seinen Sohn, welche über ihr Volk mit unerbitterlicher Hand herrschen, Zensur in jeglicher Form betreiben und damit langsam aber sicher ihre Nation von innen heraus zerstören.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

[Rezension] Gefesselt Der Anfang - Elenor Avelle



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Gefesselt - Der Anfang von Elenor Avelle

Umfang: 388 Seiten | Genre: Dystopie

Verlag: Books on Demand | Preis: 12,99 € 



Der Ausbruch der Seuche, die die Menschheit vernichtet, ist noch Jahre entfernt, doch schon jetzt werden Entscheidungen getroffen, die in die Katastrophe führen ...

Rebecca und ihre Zwillingsschwester sind unzertrennlich - bis Gabriella ein Jobangebot von der Firma Genetics erhält und kurz darauf spurlos verschwindet. Aus sämtlichen Erinnerungen getilgt, glaubt nur noch Rebecca an ihre Existenz. Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich begibt.

Die Spuren führen sie von Berlin nach London, der Heimatstadt von Gill. Er möchte eigentlich Musik studieren, doch das kommt für seinen dominanten Vater nicht in Frage. Um seinem Einfluss zu entkommen, verpflichtet Gill sich der britischen Armee und wird dort viel tiefer in die Machenschaften von Genetics verstrickt, als ihm bewusst ist.
Rebecca und Gill setzen Dinge in Gang, die sie nicht kontrollieren können - und der Ausbruch rückt unaufhaltsam näher.

Gefesselt - Der Anfang ist der erste Teil eines unabhängigen Prequel Spin-Offs von Infiziert - Geheime Sehnsucht.

Meine Meinung:

Ich muss gleich am Anfang meiner Rezension eine Sache gestehen: Ich persönlich lese lieber die Dystopien, welche während der gesamten Handlung auf eine Katastrophe hinsteuern und dann zum Schluss den Ausbruch, die Zombieapokalypse oder den großen Knall schildern.

Wenn mich eine Geschichte schon von Anfang an in ein Szenario manövriert, welches bereites während dem Unglück spielt, macht mich das manchmal schier wahnsinnig - denn ich bin jemand, der alles genau wissen möchte und das am liebsten sofort. Wie ist es dazu gekommen? Wie sah die Welt vorher aus? Was für Persönlichkeiten waren unsere Charaktere vor dem Ausbruch und wie verändern sie sich innerhalb dieser neuen Gesellschaft?

All diese Fragen, und noch viele mehr, schwirren mir dann oftmals durch den Kopf und werden mal mehr, mal weniger beantwortet. 

Aus diesem Grund greife ich eher zu den Geschichten, die mir das von selbst erzählen und mir so den benötigten Background liefern, um die Grundkonstellation überhaupt zu verstehen.

Sonntag, 1. März 2015

[Top-Empfehlung] Hope - Unsere einzige Hoffnung


Hope - Unsere einzige Hoffnung

Christin Thomas

426 Seiten

Amazon Media

3,99 € als Ebook

Der siebzehnjährige Samuel Stanson träumt davon, eines Tages zu seiner Heimat, der Erde, zurückzukehren. Doch dieser Wunsch rückt in unerreichbare Ferne, als er gezwungen ist, die Stadt Cyron Hals über Kopf zu verlassen. Er flieht mit seinem Vater, um dessen größte Errungenschaft zu retten: Sky, einen weiblichen Cyborg, der in der Lage ist wie ein Mensch zu fühlen. Inmitten des Krieges zwischen Technik und Magie keimt eine Liebe, die Hindernisse und Grenzen überwinden muss. 

Eine Geschichte, in der die Liebe eines Jungen zu einer Maschine Grund genug ist, alles zu riskieren. 

* Warum ist "Hope - Unsere einzige Hoffnung" so besonders?

Anfänglich war ich ein wenig skeptisch was das ganze Cyborg-Thema anging, doch ich bin umso froher mich darauf eingelassen zu haben und mit Sam dieses Abenteuer bestreitet zu haben. 

Es ist ein unglaublich dichter Roman mit vielen erschlagenden Informationen am Anfang, aber je mehr man sich als Leser darauf einlässt, umso mehr wird man belohnt.

Magier, hochentwickelte Technologien, die Erde wie wir sie kennen ist unbewohnbar und die Menschen kämpfen in verschiedenen Lagern ums nackte Überleben. Das alles war viel, ich wurde ins kalte Wasser geschmissen und musste dort erstmal mich orientieren - doch was ich dann erleben durfte während des gesamten Buches; das war es wert!


Wo einst Milliarden Menschen lebten, bleibt nur die Leere und eine langanhaltende Stille zurück. Es ist so ruhig, dass man den Sturm, der einst auf die Erde niederging, nicht mehr erahnen kann. Wir haben uns beinahe selbst vernichtet.
Es begann mit dem unaufhörlichen Wunsch nach Wachstum und Konsum. Je zahlreicher wir wurden, desto mehr Rohstoffe benötigten wir. Das führte dazu, dass schon bald ein Mangel an allem anstatt der einstigen Fülle vorherrschte.


Die Geschichte spielt in einer Welt, in der fast alles technische erreicht wurde. Es gibt Hausroboter, welche die wichtigsten Sachen im Haushalt erledigen. Die Menschen müssen dort nichts mehr essen, sondern ernähren sich von Energieshakes. Die Erde und ihre alten Relikte geraten stetig in den Hintergrund, nichts mehr scheint unmöglich ... und doch gibt es eine Sache vor der alle Angst haben: Cyborgs mit KI - einer künstlichen Intelligenz, die unseren menschlichen Empfindungen angepasst wird.


"Sie empfindet Schmerz, Mitgefühl, Freude und dergleichen. Cyborgs werden ein Teil der Familie werden. Ihnen einen Namen zu geben, wird nicht länger lächerlich anmuten. Ihnen keinen zu geben wird herzlos erscheinen."


Die Charaktere konnten mich gänzlich überzeugen, kein Spannungsbogen war zuviel oder zuwenig. Zwei Tage lang habe ich in dieser Geschichte gelebt, habe sie inhaliert und mich entführen lassen. Ich habe mit Sam gegen den Krieg und für die Liebe gekämpft. Ich durfte Sky, den ersten weiblichen Cyborg mit Gefühlen kennenlernen und zusammen mit Robert, Sams Vater, an die Vernunft der Menschen appelliert.

Warum mich dieser Roman gefühlsmäßig so abgeholt hat, mich nervlich fertig gemacht hat? Ich weiß es nicht, doch ich bin Christin Thomas so unendlich dankbar für dieses Buch, dieses Leseerlebnis!!

* Worum geht es in dem Buch?

Robert Stanson gelingt es im Jahr 2723 einen weiblichen Cyborg mit menschlichen Gefühlen zu entwickeln. Doch kaum gelangt diese Information an die Oberhäupter der Stadt, muss er sich mit Skepsis und Angst dieser Erfindung gegenüber auseinandersetzen. Notgedrungen flieht er mit seinem Sohn Sam und Sky. Was als impulsive Flucht anfängt wird zum erbitterten Kampf um Leben und Tod.

Magier versuchen in der Zwischenzeit die Städte einzunehmen, Jäger wenden sich gegen die eigenen Landsleute und Korruption und Hass ist an der Tagesordnung. Wird es den dreien gelingen dem ganzen ein Ende zu setzen?

* Für wen ist "Hope - Unsere einzige Hoffnung" geeignet?

Für die typischen Dystopiefans, aber auch für die anspruchsvolleren Sci-Fi-Liebhaber. Für diejenigen, die Angst vor unserer Zukunft haben und für die, welche gespannt darauf warten. Für die Leser unter euch, die einfach mal wieder den Sog einer richtig guten Geschichte spüren möchten.

Für die unter euch, welche auch mal ein Held sein wollen und sich nur nicht trauen. Und alle anderen ebenfalls - lest hinein und seht ob es euch gefällt; ich verspreche euch ihr bereut es nicht!!

* Top-Empfehlung

Ich befürchte ich habe mein ganzes "Ihr-müsst-das-Lesen" Pulver verschossen. Wenn ich könnte, würde ich euch mein schnell schlagendes Herz nach Beenden des Buches zeigen, euch meine Gänsehaut übermitteln und diese Atemlosigkeit beschreiben, welche mich nach dem Buch befallen hatte. 

Geht gemeinsam mit Sky, Sam und Robert auf Abenteuerjagd und ihr werdet nichts anderes mehr tun wollen, als dieses Buch zu Ende zu lesen; macht euch bereit auf ein einzigartiges Lesevergnügen.

Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Nachtsonne 1-3


Nachtsonne Gesamtband

Laura Newman

780 Seiten

Amazon Media

9,99 €

Ein Leben unter der Erde. Für Nova bedeutet dies Alltag. Sie gehört zu den letzten Überlebenden unserer Welt. Doch das Schicksal hält mehr für sie bereit als ein Leben im HUB. 
Unfreiwillig überschreitet sie die Grenzen ihrer Realität und wagt sich, gemeinsam mit ihren Freunden, auf unbekanntes Terrain. 

Dabei stößt sie nicht nur auf eine grauenvolle Wahrheit, sondern auch auf faszinierende, ja beinahe magische, Tatsachen und natürlich auf diesen einen Menschen, der ihr Leben verändern wird ... 

Meine Meinung:

Bei verschiedenen Bloggern, über Twitter, auf Facebook ... überall lief mir in den letzten Monaten Laura Newman mit ihrer Nachtsonnen-Reihe über den Weg und lachte mich an, lockte mich mit ihrer Inhaltsangabe und Geschichte. 

Vor ein paar Wochen wurde ich schwach und holte mir den Gesamtband für 9,99€ auf mein Tablet, begann zu lesen und schwupp war ich bei Nova, erkundigte mit ihr ihre Welt und deckte ein riesiges Geheimnis auf - nichts war mehr so wie es zu sein schien.

Um was geht es? Nova wächst in einem HUB auf, mit der festen Überzeugung dies sei der einzigste Unterschlupf für die letzten Menschen auf Erden, denn die Sonne tilgte alles Leben von der Erde, verbannte die Landschaft und es war lebensgefährlich sich auf der Oberfläche zu bewegen.

Doch eines Tages hinterfrägt Nova das ganze Regime aufgrund eines belauschten Gespräches und ihre ganze Welt gerät aus den Fugen. Ist es doch anders als wie Nova bisher dachte und was verheimlicht ihre Regierung so vehement? 

Lauras Schreibstil saugte mich in die Geschichte hinein, behielt mich dort und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Meine 2 Stunden Zugfahrt pro Tag wurden zum Power-Reading, meine Augen hefteten sich bedingungslos an den Tabletbildschirm und so erlebte ich mit Nova, Jakob, Marzellus und Nume ein aufregendes Abenteuer in einer ziemlich gefährlichen Welt.

Was mich an dieser Dystopie beeindruckt hatte war die Tatsache, dass dies wirklich eines Tages geschehen könnte. Die Sonne ist in dieser Welt sehr nah an der Erde, es gibt teilweise heftige Hitzeschübe von 40 oder 50 Grad und aus diesem Grund baute die Regierung sog. HUBs in die Erde um ein Weiterleben der Menschheit zu sichern. 

Habe mit meinem Freund viel diskutiert nach Beenden der Reihe, mir vorgestellt wie dieser Gedanke mich lähmen könnte, würde ich wissen dass dies in naher Zukunft passieren würde. Ein ziemlich beklemmender Gedanken und gerade daher war für mich dies eine sehr realistische Zukunftsvorstellung von Laura und ein sehr durchdachtes Storytelling.

Die Charaktere habe ich ( allen voran Nova und Jakob ) sehr schnell in mein Herz geschlossen, mit ihnen mitgelitten und ihnen beim Kampf quasi über die Schulter gesehen. Innerhalb der Reihe merkte ich wie sehr sie sich weiterentwickelten, freute mich oft für sie oder bangte mit ihnen; jeder hatte seine Ecken und Kanten, was sie umso sympathischer machten.

Und ein ebenfalls riesiger Pluspunkt waren die vielen unerwarteten Wendungen, die Überraschungen und tollen Ansätze welche die Geschichte geliefert hat. War ich mir sicher zu wissen wie es weitergehen würde hat es wieder eine Drehung gegeben, die ich zuvor so gar nicht gesehen hatte und das hat es spannend, actionreich und emotional gemacht.

Klitzekleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen in der Geschichte gab es einen kleinen Absacker, die Charaktere haben geschwächelt und es gab ein paar Situationen die ich für zuviel und überspitzt oder auch zu kurz angerissen fand; aber das konnte mich nicht vom Lesen abbringen, nicht dazu bringen das Buch enttäuscht wegzulegen; NEIN, ich habe stetig weitergelesen und habe eine 1a Dystopie präsentiert bekommen.

Mein Fazit:

Kein 08/15, kein abgestandener Geschmack beim Lesen weil man die Geschichte schon von irgendwo her kennt - nein, euch erwartet hier spannender Lesespaß, eine Welt wie sie in ferner Zukunft möglich wäre und einem Abenteuer welches ich mega gerne verfolgt habe. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten und eine riesige Leseempfehlung!

Montag, 20. Oktober 2014

[Rezension] Endgame - Die Auserwählten

Endgame - Die Auserwählten

James Frey

592 Seiten

Oetinger Verlag

19,99 € 

ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. 

Meine Meinung:

Ich weiß schon selbst gar nicht mehr, warum ich mich SO sehr auf dieses Buch gefreut hatte - aber es war so und als ich es auf Arbeit dann endlich auspacken durfte war ich gleich ganz eingenommen von dem wunderbaren golden glänzenden Cover! Auch die Geschichte versprach viel von vornherein; doch würde sie halten was sie versprach?

Sie tat es! Anfänglich tat ich mir sehr schwer mit den ganzen Namen, den vielen Personen und natürlich war da auch noch die Frage was Endgame denn nun war. Die ersten 100 Seiten inhalierte ich in einem Zug; doch irgendwann kam der Punkt an dem ich nicht wusste ob ich weiter lesen sollte oder nicht.

Götter sollen das alles inszeniert haben?! Da waren meine Zweifel aufgewacht; hatte es sich anfangs wie "Tribute von Panem" gelesen entwickelte es sich nach und nach in eine ganz andere, ungewohnte Richtung. Bis zum Schluss blieben auch diese Zweifel - aber die Geschichte war einfach zu gut und spannend aufgebaut, als dass ich hätte aufhören können. 

Jeder Charakter war auf seine Art und Weise spannend zu betrachten; natürlich hatte ich meinen Liebling ( und er/sie ist noch dabei! ), aber mitgefiebert habe ich doch mit allen. Und dass das ein Autor schafft ist schon einen kleinen Applaus wert. Auch die ganzen Begebenheiten, das ganze Spiel faszinierten mich und hielten mich am Lesen.

James Frey hat einen spannenden Auftakt zu einer hoffentlich weiterhin so aufregenden Trilogie gestartet - wenn er jetzt im zweiten Teil so weiter macht kann ich jetzt schon riesigen Lesespaß vorweg garantieren!

Mein Fazit:

Temporeich, Action pur und Energiegeladen - so startet man als Leser in diese Reihe und kann kaum Atem holen zwischen den einzelnen Szenen. Abwechslungsreiche "Endzeit-Dystopie" mit einem Schuss "Panem". Eine eindeutige Leseempfehlung für euch da draußen -auch gehypte Bücher können gut sein! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!!

P.S.: Es gibt bisher auch zwei E-Book Novellen zu zwei Charakteren - Chiyokos Mission und Kalas Rache sowie ein Buch mit den Schauplätzen in Endgame, also quasi ein kleiner Storyguide. Einfach nur toll wie diese Geschichte immer mehr ausgebaut wird.

Dienstag, 11. März 2014

[Rezension] Narrando / Pechschwarze Hoffnung - Kyra Dittmann

Narrando - Pechschwarze Hoffnung

Kyra Dittmann

316 Seiten

Bookshouse Verlag

als Ebook erhältlich für 5,99 €

Naturkatastrophen und Atomkriege haben die Welt beinahe zerstört. Während sich die Natur regeneriert und die Spuren der Verwüstung allmählich überwuchert, entwickelt sich aus der Kluft zwischen Arm und Reich ein unüberwindbarer Graben. Die Bevölkerung ist gespalten: Die Reichen und die Regierung leben in gesicherten Hot Blood-Bezirken und die armen Parias hausen in den Ruinen außerhalb. 
Als die 17-jährige Vella, Tochter des Präsidenten von Narrando, eine politische Zwangsheirat zugewiesen bekommt, flieht sie mit ihrer Dienerin in derselben Nacht aus dem Regierungspalast.
Der 19-jährige Jai, Anführer der Outlaws, einer Rebellengruppe, die sich gegen die skrupellose Regierung auflehnt, befindet sich auf einer nächtlichen Patrouille. Mysteriöse Todesfälle unter den Parias versetzen sie in Aufruhr. Jai hofft, dem Täter auf die Spur zu kommen.
Als sich ihre Wege kreuzen, beginnt eine folgenschwere Verwechslung, ein grausamer Krieg, eine behutsame Freundschaft und eine gefährliche Liebe.

Meine Meinung:

Durch meine liebste Bücher-Junkie-Gruppe bin ich erstmals auf den Bookshouse-Verlag aufmerksam geworden und bin wahnsinnig froh, diese Entdeckung gemacht zu haben und nun die ganzen tollen Bücher lesen zu dürfen. Als ich dann gesehen habe, dass man sich als Blogger dort anmelden kann und wenn man angenommen wird, die vorhandenen Bücher als Rezensent lesen darf, habe ich mich versucht und bin tatsächlich angenommen worden! Und als ersten Fang habe ich mir "Narrando - Pechschwarze Hoffnung" einverleibt.

Um was geht es? Narrando ist eine Welt, in der es zwei große Gruppen gibt: Auf der einen Seite die Hot-Blood-Regierung und ihre Bezirke, welche die Befehlsgewalt über das gesamte Land haben. Die Bewohner (die meisten davon Regierungsbeamte, Wissenschaftler und Diener ) leben gesichert unter einem Schutzschirm, welcher die schädlichen und radioaktiven Strahlungen abhalten soll; denn nach verheerenden Atomkriegen und Naturkatastrophen sind viele Atomkraftwerke zerstört und das Ozonloch wird ebenfalls immer größer und damit bedrohlicher.

Auf der anderen Seite gibt es die Parias, welche in den Wäldern leben müssen, nie genug zu essen haben und im Krieg mit den Hot-Bloods sind. Sie kämpfen täglich ums Überleben - doch seit einiger Zeit verschwinden Männer aus den Dörfern oder erkranken auf seltsame Art und Weise. Jai, der Anführer einer Rebellengruppe, kann dem nicht mehr tatenlos zusehen und will den Präsidenten stürzen, denn er glaubt, dieser steckt hinter dem ganzen Geschehen.

Gleichzeitig flieht die Tochter des Präsidenten Vella mit ihrer Dienerin Marta aus dem Palast, denn sie hat ein Bild ihrer Mutter gefunden und will diese nun suchen - denn ihr Vater schweigt seit ewigen Zeiten über dieses Thema. Und als er sie auch nun ohne ihre Erlaubnis verheiraten will, rebelliert Vella und flieht - doch diese Flucht treibt sie in die Arme von Jai und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Wie hat es mir gefallen? Ich muss sagen, anfangs bin ich sehr schleppend in die Geschichte hineingekommen. Vielleicht lag es an der Kategorie "Dystopie", die auch auf dieses Buch zutrifft, aber von der ich mir irgendwie eine rasantere Geschichte vorgestellt habe. Ich finde, die Bezeichnung "Fantasy" würde es besser treffen, aber das nur am Rande.

Aber je länger ich gelesen habe, umso besser gefiel mir die Geschichte, umso mehr habe ich die ganze Welt und ihren Aufbau verstanden UND umso mehr habe ich die Charaktere in mein Herz geschlossen. Jai ist mir von Anfang an sympatisch gewesen - will er sich doch nur um seine Familie kümmern und das Wohl der Dorfbewohner wieder herstellen - denn diese verschwinden immer mehr oder erkranken.

Vella, die Präsidententochter, war mir bis zur Mitte des Buches ein zu unausgereifter Charakter, doch dann hat sie eine wahnsinnige Wendung genommen und mich von mal zu mal mehr beeindruckt. Und da gibt es noch Riva, die Exfreundin von Jai, welche auch noch eine große Rolle spielt, und wahrscheinlich niemandem sympatisch war, der dieses Buch gelesen hat! Aber zuviel verraten will ich auch nicht *grins*

Doch was ist nun mit den rätselhaften Erkrankungen, warum zieht es Vella immer mehr zu Jai hin und was hat es mit dem mysteriösen Amulett auf sich, dass Vella in dem Tresor ihres Vaters findet? Lest es selbst!

Mein Fazit:

Eine spannende Fantasygeschichte die in einer schönen Welt spielt und unvergesslichen Charaktere beinhaltet. Mir hat zwar das gewisse Etwas gefehlt, aber Spannung war vorhanden und eine Portion Liebe ebenfalls! Eine gute, schnell zu lesende Lektüre, von der ich im Mai 2014 endlich mehr lesen werden kann - denn da erscheint der 2.Band! 

Ich vergebe deshalb

3 1/2 ( von 5 möglichen ) Bücherpunkten!

Mittwoch, 12. September 2012

[Rezension] The Selection (1 ) - Kiera Cass

The Selection

Kiera Cass

336 Seiten

Harper Teen Verlag 2012

7,40 €

It's time for the Selection, a lottery where girls from all castes are chosen to compete for the chance to be Prince Maxon's wife. Seventeen-year-old America Singer has no interest in entering the Selection. All she wants is a future with her secret boyfriend, Aspen.

Meine Meinung:

ENDLICH
habe ich es geschafft: Ich habe seit langer, langer Zeit wieder ein englisches Buch in die Hand genommen und auch gelesen! *applaus* Und ich habe es auf jeden Fall nicht bereut.

Nochmal kurz zur Handlung: America Singer lebt in einer Welt, in der die Menschen in Zahlen eingeteilt ihr Dasein fristen, d.h. wenn jemand eine Acht oder Neun ist, kann derjenige nur niedere Arbeiten verrichten - im Gegensatz dazu gibt es den Königshof, der natürlich eine Eins ist.

America liebt Aspen ( einen guten Freund von ihr ) und Aspen liebt America - nur möchte er nicht, dass sie wegen ihm eine Stufe weiter hinunter rutscht, da Aspen eine niedrigere Zahl besitzt. Als der Königshof eine Frau für den Kronprinzen sucht drängt Aspen America, bei diesem Wettbewerb mitzumachen; was sie dann auch tut - nur mit fatalen Folgen für ihre Liebe.

Denn eigentlich mag America den Prinzen Maxon gar nicht und macht ihm dass auch relativ schnell klar - doch was wenn das Herz eine andere Sprache spricht als die Vernunft?

Ja ich muss sagen: Am Anfang konnte ich sogar nicht mit America. Sie war aufmüpfig, arrogant und sogar zickig - doch nach und nach lernte ich sie und ihre Macken besser kennen und lieben. Auch diese dystopische Welt in der sie lebt hat es mir sehr angetan und der Wettbewerb, welcher mich sehr stark an den Bachelor erinnert hat, ebenfalls.

Nur eines hat mich gestört: Dieser wahnsinnig spannende Cliffhanger zum Schluss - ich möchte doch so unbedingt wissen wie es weitergeht!! *aufreg* Mit der englischen Sprache hatte ich anfangs genauso meine Probleme, doch die wurden auch nach und nach weniger, bis ich so sehr in der Geschichte versunken war, dass mir alles egal war ^^.

Mein Fazit:

Lest dieses Buch, verschlingt es und liebt es - denn das werdet ihr garantiert. Eine wunderschöne Dystopie mit warmen Charakteren und spannenden Actionelementen ... mehr kann ich dazu nicht sagen!

Ich vergebe dafür 5 ( von 5 ) Bücherpunkten!

"Maxon, I hope you find someone you can´t live without. I really do. And I hope you never have to know what it´s like to have to try and live without them."