Montag, 30. Juli 2012

[Rezension] Final Cut

Final Cut

Veit Etzold

447 Seiten

Bastei Lübbe 2012

8,99 €

Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und einen Feind. Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real. Er wird dich suchen. Er wird dich finden. Er wird dich töten. Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken.

Meine Meinung:

Am Anfang des Buches erhält man Einblicke in die Vergangenheit der Ermittlerin Clara Vidalis, Hauptkommissarin beim Morddezernat des LKA Berlin. Vor 20 Jahren wurde ihre jüngere Schwester von einem Mann entführt, vergewaltigt und ermordet. Nach wie vor fühlt sie sich schuldig an ihrem Tod - denn sie sollte ihre Schwester damals von der Schule abholen und verspätete sich - mit dramatischen Folgen. Dieses Ereignis brachte Clara zum LKA Berlin - denn sie will immer noch den Mörder ihrer Schwester schnappen und ist beinahe wie besessen von diesem Ziel. 

Auf der anderen Seite lernt man Torino kennen - den Produzent einer sehr makaberen und absurden TV-Produktion namens "Shebay", in der es darum geht junge Mädchen nach ihrem Aussehen zu beurteilen - die Zuschauer können aktiv mitbestimmen wer TOP ist und wer FLOP, was sehr überspitzt dargestellt wird - so kam es mir auf jeden Fall vor.

Formate wie "GNTM" oder andere Modelshows werden hier gnadenlos über den Tisch gezogen und wir können nur hoffen dass es nie soweit kommen wird -  denn zum Schluss können die Männer eine Nacht mit der Frau ihrer Wahl "ersteigern" - und das Mädchen muss mitmachen - Karriere gegen Sex sozusagen ...

Und dann taucht noch ein sogenannter "Facebook-Killer" auf, der seine Opfer über diverse Datingportale und eben auch Facebook solange überwacht und stalkt bis er alle Informationen zusammen hat die er für seine perfiden Spiele braucht.

An dieser Stelle endet meine Zusammenfassung der Geschichte, denn ich möchte euch ja nicht zu viel verraten - lest es lieber selbst .. wenn ihr euch traut.

Aber eines kann ich euch versichern: Veit Etzold hat einen brutalen Psychothriller mit "Final Cut" erschaffen der es in sich hat und garantiert nichts für schwache Nerven ist. Ich dachte, ich hätte schon so einiges gelesen - doch ich wurde eines besseren belehrt. Und auch dass das Thema "Social Network" so kompakt und auch erschreckend dargestellt wird ist meines Erachtens kein Tabuthema sondern ein guter Schachzug des Autoren - denn das regt zum Nachdenken an!!

Zu Anfangs bekommt man als Leser sehr viele Informationen mit denen man kaum etwas anfangen kann und verwirrend wirken - aber nach und nach setzen sich diese Teile zu einem großen Ganzen zusammen und man ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus - was es nicht unbedingt besser macht, denn so habe ich sehr stark mitgefiebert und mich dann doch von dem Schluss erschlagen lassen.

Mein Fazit:

Wer einen blutigen, grausamen, aber doch gut geschriebenen Psychothriller ohne Tabus sucht ist mit diesem Buch sehr gut bedient - ansonsten Finger weg von "Final Cut" ... wie gesagt: Es ist nichts für schwache Nerven .. und die hatte ich teilweise leider!

Ich vergebe dafür 3,5 ( von 5 ) Bücherpunkten

Kommentare:

  1. verdammt..jezz hab ichs doch gelesen. xD
    aber es war echt aus versehen^^#
    nun..du verrätst ja nicht zuviel..so dass ich mich jetzt noch mehr auf meinen Urlaub freue*g*

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  2. Oh nein ich will keine Verantwortung für irgendwas auf mich nehmen ;-)

    Na dann bin ich ja froh dass dir die Rezi gefallen hat - ich versuche immer nicht allzuviel zu verraten .. sonst wäre es ja echt doof :-) !!

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  3. Gut beschrieben. Ich habe es gerade erst gelesen und wie du schon richtig sagst, ein harter Psychothriller...
    lg :)

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