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Freitag, 5. Juni 2020

[Rezension] Verbena Hexenjagd - Ruth Anne Byrne



*Werbung / Rezensionsexemplar*

Verbena Hexenjagd von Ruth Anne Byrne

Umfang: 270 Seiten | Genre: Jugendbuch

Verlag: Fabulus Verlag | Preis: 17,00 € 



Es ist eine mittelalterlich anmutende Welt, in die uns Ruth A. Byrne entführt; eine Welt des einfachen Land- und Waldlebens, der dörflichen Feste und Wettkämpfe, der Pferdewagen und Bogenschützen, der Heilkräuter und geheimen Elixiere, mit niederen Bauern und tonangebendem Adel. Inquisitoren treten auf, die sich zu Beschützern des wahren Glaubens und der Rechtschaffenheit erklären. Sie, die selbsternannten «Hüter», wollen die alten guten Volksgeister verbannen, Magie ächten und außergewöhnlich begabte Menschen als gefährlich abstempeln.

In dieser Welt lebt Verbena, eine angehende Heilerin, die bei ihrer Ziehmutter in die Lehre geht. Eines Tages entdeckt die 17-Jährige an sich ein magisches Talent: Sie kann sich mit einem Marder verbinden. Diese Gabe macht sie glücklich und zugleich furchtsam, denn fortan muss sie damit rechnen, als Hexe angeklagt zu werden. Dabei würde Verbena zu gern die Freuden, Freundschaften und Verliebtheiten teilen, die ein normales Leben einer jungen Frau zu bieten hat. Sie sucht ihre Fähigkeit zu verbergen, um nicht auf dem Scheiterhaufen zu enden. Als ein junger Mann, der nach einem Raubüberfall schwer verletzt aufgefunden wurde, in die Heilerei gebracht wird, gerät Verbena in eine vertrackte Lage.

Meine Meinung:

Höchstwahrscheinlich wäre mir diese Geschichte nie bewusst über den Weg gelaufen, hätte ich sie nicht bei einem Gewinnspiel auf Instagram entdeckt und mich sofort in das sattgrüne Cover verliebt. Nachdem ich leider nicht die glückliche Gewinnerin war, schrieb mich der Fabulus Verlag direkt an und bot mir an, mir trotzdem ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, wenn ich denn wollte.

Ich muss vorab gestehen, dass ich von anderen Titeln dieses Verlages bisher eher gemischte bis negative Meinungen gehört hatte und aus dem Grund las ich mir vorher die Leseprobe zu dem Buch durch.

Der locker-leichte Schreibstil konnte mich direkt von sich überzeugen und so sagte ich dem Verlag zu - was ein Glück, denn sonst wäre mir diese bezaubernde Jugendbuch-Geschichte völlig durch die Lappen gegangen. Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle ein wenig klischeehaft zuging und mir die Wendung gegen Ende ein kleines Augenrollen abgerungen hat, überwogen für mich doch im Nachhinein die positiven Aspekte, die mitreißende Handlung und die liebevoll gezeichneten Charaktere, welche mich konstant unterhalten konnten.

Wir verfolgen die 17-jährige angehende Heilerin Verbena, welche zur Zeit der Hexenverfolgung bei ihrer Ausbilderin und Ziehmutter Alraune lebt und dort in die Geheimnisse der Heilung und der Magie eingeführt wird. 

Diese Verschmelzung der beiden Themen hat mir viel Spaß bereitet, denn oft überwiegt einer dieser Thematiken in solchen Geschichten und verdrängt dabei nicht selten einige interessante Aspekte, über die ich gerne ausführlicher gelesen hätte.

Sonntag, 29. Mai 2016

[Rezension] These Broken Stars ( Lilac und Traver ) - Amie Kaufman, Meagan Spooner

These Broken Stars - Lilac und Traver

Amie Kaufman Meagan Spooner

480 Seiten

Carlsen Verlag

19,99 € 

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. 

Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls...

Meine Meinung:

Wie hatte ich mich auf die Übersetzung von "These Broken Stars" gefreut - gefühlte Jahre habe ich mir immer wieder die englische Ausgabe angesehen, habe 10.000 Mal in die Leseprobe hineingelesen und mein Englisch doch für zu schlecht dafür befunden. Und dann kam die große Freude: Es wird übersetzt!

Also das Lese-Exemplar auf Arbeit geschnappt, ab nach Hause und im Urlaub in aller Ruhe reingelesen ... und dann kam die große Enttäuschung. Wieso, weshalb warum, gleich in der nachfolgenden Rezension.


Um was geht es? Traver ist ein angesehener Kriegsheld, welcher sich auf der Icarus, einem riesigen und unbezwingbaren Raumschiff, seine Zeit vertreiben muss. Lilac ist ein reiches, verzogenes Mädchen, welches unter der harten Schale doch ein weiches Herz zu haben scheint.

Als die beide auf der Icarus zusammentreffen, scheint es nur eine kurze und recht unerfreuliche Begegnung zu bleiben. Doch das Raumschiff stürzt ab und die beiden können sich kurzerhand in eine Rettungskapsel flüchten. Traver und Lilac landen auf einem unbekannten Planeten und müssen dort um ihr Überleben kämpfen ....


Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr schwer. Die Handlung wird aus der Sicht von Traver und Lilac erzählt, die Kapitel waren zum Teil sehr kurz und knackig - kaum hatte ich mich an einen Charakter gewöhnt, wechselte die Sichtweise wieder. Was ja nicht schlecht sein muss, aber hier hat es mich ständig aus dem Lesefluss gerissen und dadurch irgendwann wahnsinnig gemacht.

Zwischen den einzelnen Abschnitten gab es auch jedes Mal kleine Ausschnitte eines Verhörs, was die Spannung wahrscheinlich steigern sollte, welche mich aber eher frustriert und verwirrt haben. Denn so wurden mir häppchenweise Hinweise gegeben, die zum Teil aber so gar nicht zur vorhergehenden Handlung passten, sondern zu dem nachfolgenden Teil der Geschichte - oder erst zum Ende des Buches Sinn machten. 

Traver und Lilac waren mir auch nie wirklich sympathisch. Traver hatte es anfangs leichter bei mir, war er doch nur bemüht einer jungen Frau Avancen zu machen und ihr zu imponieren. Doch später hat mich seine ruppige, bestimmte und leicht arrogante Art sehr abgeschreckt und damit bei mir ins Aus katapultiert.

Lilac hatte genau die umgekehrte Entwicklung. Erst fand ich und ihre Art unausstehlich, aber mit der Handlung ( und vor allem zum Schluss! ) entwickelte sie sich immer weiter, bekam ihre Ecken und Kanten und wurde schlussendlich mein Lieblingscharaker ... auch wenn ich mir diesen Fortschritt schon früher gewünscht hätte.

Was mich dagegen sehr in seinen Bann ziehen konnte, ( und garantiert auch der Grund dafür war, warum ich das Buch nicht mitten drin abgebrochen habe ) war die Welt, welche sich hier vor mir aufgetan hat. Die Icarus, der unbekannte Planet, all dies hat mich fasziniert und in die Weiten des Weltalls entführt. Ich wollte seine Geheimnisse ergründen, wollte wissen wie die Menschen sich weiter entwickelt haben und was dort für Zukunftsvisionen mit eingeflossen sind.

Doch ein wenig enttäuscht wurde ich dann schon, denn hier wurden manche Dinge nur angerissen oder kurz erklärt, aber das Potenzial wurde nie völlig ausgeschöpft. Ich hätte gerne noch so viel mehr von dieser Welt gesehen und erzählt bekommen, aber die Geschichte konzentrierte sich doch dann so sehr auf die beiden Hauptcharaktere und deren Entwicklung.

Was ich mir gewünscht hätte? Mehr Hintergrundwissen über diese Zukunft und ihre Eigenarten. Weniger kindisches Verhalten der Protagonisten. Meinetwegen auch mehr Drama und nicht so viel Gesülze, Gezicke und Rumgejammere. Natürlich ist mir bewusst, dass ich hier ein Jugendbuch vor mir liegen habe, aber ein wenig mehr Salz in der Suppe hätte dem doch nicht geschadet, oder?

Mein Fazit:

Ob es daran liegt, dass hier zwei Autorinnen am Werk waren und deswegen die Geschichte ein wenig überfrachtet schien oder an der deutschen Übersetzung - mich konnte "These Broken Stars" nur bedingt überzeugen. Den zweiten Teil werde ich aus diesem Grund leider nicht lesen. Ich vergebe

2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Sonntag, 28. Februar 2016

[Rezension] Smart oder die Welt mit anderen Augen - Kim Slater

Smart oder Die Welt mit anderen Augen

Kim Slater

240 Seiten

Dtv Verlag

14,95 €

Kieran Woods sieht die Welt mit anderen Augen. Manches versteht er nicht, zum Beispiel warum sich die Polizei nicht um einen vermeintlichen Mord an dem Obdachlosen Colin Kirk kümmert, warum seine heißgeliebte Grandma nicht mehr zu ihm nach Hause kommt oder warum seine Mutter bei seinem Stiefvater Tony bleibt, auch wenn der sie immer wieder schlägt … 
Und doch versteht er so viel mehr: nämlich dass Colin leben wollte, auch wenn er "nur" ein Obdachloser war. Und dass man etwas dafür tun muss, seine Grandma wiederzusehen, auch wenn es dafür sehr ungewöhnlicher Wege bedarf. Und für die Sache mit Tony wird ihm sicher auch noch etwas einfallen.

Meine Meinung:

Kieran Woods ist ein ganz besonderer kleiner Junge - warum? Nun, zum Großteil müsst ihr das selbst herausfinden, aber eins weiß ich: Er sieht die Welt mit anderen Augen, hinterfragt die einfachsten Dinge und zeigt uns Erwachsenen, das es nicht immer nur Schwarz und Weiß geben muss, sondern dass es auch die verschiedensten Schattierungen dazwischen geben kann.

Um was geht es? 

Kieran macht eines Tages eine schreckliche Entdeckung: Er findet am Flussufer die Leiche eines Obdachlosen namens Colin - und damit versetzt er seiner eigenen, kleinen Welt einen gewaltigen Schubs. Denn die Polizei geht von einem selbstverschuldeten Tod aus, was Kieran nicht glauben möchte und so fängt er selbst an zu ermitteln - schließlich hat er genug CSI Staffeln gesehen und weiß was zu tun ist. 

Und wo ist seine geliebte Grandma, die ihn seit Wochen nicht mehr besucht hat? All diesen Dingen will Kieran auf den Grund gehen - doch ob er es schafft und schlussendlich ein kleiner Held wird ... dies alles müsst ihr selbst erkunden!


"Wieso verstecken die ihn?" , fragte ich. "Ich habe ihn doch schon gesehen." 
"Und reingestochert", antwortete die Polizistin im Weggehen. "Rühr in Zukunft nie wieder eine Leiche an."


Ich wollte meine Rezension eigentlich damit beginnen, euch ein wenig von Kieran zu erzählen. Wer er ist, was ihn ausmacht und für mich besonders macht - und jetzt sitze ich seit 20 Minuten vor meinem Computer und die Worte fühlen sich alle nicht richtig an.

WIE kann ich euch diesen besonderen kleinen Jungen nur näher bringen? Fangen wir bei den Fakten an: 

  • Kieran ist um die 10-12 Jahre alt, sein exaktes Alter wird nie erwähnt in der Geschichte
  • Wenn er sich aufregt, hört er in seinem Kopf ein lautes Meeresrauschen, was ihn meist wahnsinnig grantig macht
  • In der Schule ist Miss Crane für ihn da, doch komischerweise ist er der einzige in der Klasse, der eine eigene Lehrerin für sich selbst hat
  • Andere Kinder nehmen in nicht ernst, nennen in "Downy" und ärgern ihn unablässig - seine wahren Freunde sind seine Mum, seine Grandma und Jean die Obdachlose
  • Kieran kann Menschen perfekt zeichnen - nur glauben ihm die meisten Erwachsenen nicht, dass ER diese Zeichnungen angefertig hat

DAS ist Kieran. Und doch macht ihn noch so viel mehr aus - wie z.B. seine unbändige Neugierde, sein größter Wunsch, später mal bei Sky News als Reporter zu arbeiten und seinen echten Dad kennen zu lernen. 

Wir erleben die komplette Geschichte aus seiner Sicht. Kim Slater hat einen schnörkellosen, einfachen Schreibstil, der den Leser leicht in die Handlung eintauchen lässt und doch so viel geballte Erzählkraft besitzt, dass es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. 

Du kannst in allem, was du willst, gut sein, im Aussprechen von Wörtern oder in sonst irgendwas, das als schwierig gilt. Du musst nur den richtigen Weg finden. Es ist wie bei einem Rätsel. Aber es funktioniert.

Dadurch erleben wir Kierans Gedankengänge in einer Art und Weise, die mir ab und zu einen Gänsehautschauer über den Körper gejagt hat, denn er denkt eben anders als andere und genau das macht ihn so einzigartig.

Aber auch Kieran ist kein perfekter Junge und so passiert es ihm schon ab und zu, dass er mit seiner direkten und eindringlichen Art und Weise den Leuten entweder ein wenig Angst macht oder sie einfach sprachlos zurücklässt. Denn wie jeder andere kleine Junge hält sich auch Kieran nicht jedes Mal an die Regeln, was der Handlung an gewissen Stellen eine gewisse Tragik-Komik verleiht.


"Die Gebäude waren schon hier, als Sie noch gar nicht lebten, und sie werden immer noch dastehen, wenn Sie schon längst unter der Erde sind", sagte ich. 

Der Mann öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Alte Leute glauben, sie können dir sagen, was sie wollen. Aber wenn du dich wehrst, bist du immer der Böse. 

Manchmal nerven die Regeln.

Was soll ich noch sagen zu dieser grandiosen Geschichte ohne zu viel zu verraten? Vielleicht, dass sie so viel mehr Überraschungen bereithält, als wie man vermuten möchte. Oder dass der Leser sehr viel mehr über Einstein und Lowry, den berühmten Maler, weiß als zuvor. Es ist keinesfalls eine reine Kriminalgeschichte, es dreht sich zwar viel um den toten Colin und Kierans Ermittlungen dazu, aber wer zwischen die Zeilen blickt, wird dort einiges mehr vorfinden.

Auch wenn die Handlung an manchen Stellen sehr lustig war, behandelt sich doch auch einige ernste Themen. Wer also eine lustig-komische Geschichte erwartet, wird bei manchen Szenen sehr zum Schlucken haben. Und trotzdem schafft es Kim Slater, dass diese Stimmung nicht überwiegt. Es ist ein facettenreicher, sprachgewaltiger Roman, der nicht nur für Jugendliche zu empfehlen ist, nein auch Erwachsene werden hier auf ihre Kosten kommen.


Es gibt viele Dinge, die Wissenschaftler nicht verstehen und nicht messen können. Zum Beispiel, wie sehr Menschen jemanden lieben oder woher Liebe kommt. Oder wohin sie verschwindet, wenn Menschen aufhören, sich zu lieben.

Mein Fazit:

Traut euch an diesen Roman heran. Lernt Kieran kennen und erlebt mit ihm eine tragisch-komische-herzerweichende Geschichte, die uns zeigt, dass niemand aufgrund seiner Andersartigkeit ausgeschlossen oder unterschätzt werden sollte. Seht durch seine Augen und ihr seht die Welt ein klein wenig anders. 

Ich vergebe 5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte und spreche eine dringende Leseempfehlung aus!

Donnerstag, 13. August 2015

[Rezension] Perfect Escape - Jennifer Brown

Perfect Escape

Jennifer Brown

384 Seiten

Dtv Verlag

9,95 €

Kendra liebt ihren Bruder Grayson, doch unter seinen Panikattacken und Zwangsneurosen leidet sie seit Jahren. Um Ausgleich bemüht, versucht sie besonders perfekt zu sein. Auf ihr, der Musterschülerin, ruhen alle Hoffnungen der Eltern.


Bis bei Kendra eines Tages die Sicherungen durchbrennen: Sie packt Grayson in ihr altes Auto und haut ab. Nach Kalifornien zu Zoe, ihrer ehemals besten Freundin und Graysons erster Liebe.

Meine Meinung:

Jennifer Brown ist eine Autorin gewesen, welche ich vor diesem Jugendbuch noch nie bewusst wahrgenommen hatte, deren Geschichten einfach an mir vorbeigegangen sind oder mich nicht auf sich aufmerksam gemacht hatten. Welch Fehler ... Denn mit Perfect Escape konnte mich die Autorin mehr als nur überzeugen!

Um was geht es? Kendra ist die perfekte Musterschülerin schlechthin, die Vorzeige-Tochter und in allem was sich macht einfach Spitzenklasse. Ihr Bruder hingegen leidet seit Jahren an Panikattacken und Zwangsneurosen und bringt damit einige Unruhen in die Familie.

Als Kendra eines Tages bei einem schlimmen Vergehen ertappt wird flieht sie und nimmt ihren Bruder auf eine abenteuerliche Reise nach Kalifornien mit. Wird sie es schaffen, ihn von seinen Zwangsneurosen abzulenken bzw. "zu heilen" , um ihm so ein leichteres Leben zu ermöglichen?

Wer glaubt, hier einen Roadtrip-Roman in der Hand zu halten, wie man ihn eben so kennt, der hat sich sowas von getäuscht, denn Jennifer Brown hat dieses Jugendbuch bis oben hin vollgepackt mit Gefühlen, spannenden Charakteren und einer Prise Selbstfindung, denn sie hält ihren Protagonisten den Spiegel vors Gesicht.

"Manchmal muss man gar nicht laut aussprechen, dass man jemanden lieb hat.
Manchmal genügt es, im Schatten dieses Menschen zu stehen und nichts dabei zu finden."

Die Beziehung zwischen Grayson und Kendra bereitete mir oft Gänsehaut, denn ich mag es mir gar nicht vorstellen wie schwer es für beide sein muss, mit Graysons Zwangsneurosen umzugehen. Kendra muss von klein auf deswegen auf viele Dinge verzichten, merkt schnell dass es für ihre Eltern leichter ist, wenn wenigstens sie die perfekte Tochter ist und leidet doch insgeheim unter den Einschränkungen, die das Leben mit ihrem Bruder so mit sich bringen.

Auf der anderen Seite haben wir Grayson, der sich am liebsten in den alten Steinbruch flüchtet, dort die ganzen Steine zählen muss und damit auch nicht aufhören kann, so sehr er das manchmal gerne würde. Er ist gefangen in seiner eigenen Haut, bekommt Tobsuchtsanfälle wenn man ihn vom Zählen abhält und auch sonst hat er es nicht leicht im Leben.


 "Glimmer hat glatte Bruchkanten. Wenn man so einen Stein zerbricht und die beiden Teile aneinanderhält, dann passen sie perfekt zusammen."
"So ähnlich wie wir", flüsterte ich, ohne richtig zu merken, dass ich den Gedanken laut aussprach. Meine Schulter berührte die von meinem Bruder.
"Zerbrochen und ziemlich kaputt, aber nicht zerstört."

Es beginnt ein Road-Trip der ganz besonderen Art, denn Kendra hat nur zwei Ziele vor Augen: Zoe zu besuchen und damit Grayson wieder gerade zu biegen - denn was sie sich am meisten wünscht, ist ein normales Leben. Als Leser zerreißt es einem schier das Herz bei ihren Bemühungen, Graysons Zwangsneurosen kleiner werden zu lassen.

Die Verzweiflung, mit der sie versucht an ihren Bruder emotional heranzukommen und doch immer wieder daran zu scheitern, nur um DANN zu sehen, dass es anderen Menschen anscheinend gelingt und sie sich stets die Frage stellt, ob sie zu hart im Umgang mit seiner Krankheit ist.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen und was die beiden so ungemein realistisch gemacht hat für mich, waren ihre Schwächen und Fehler, ihre Verzweiflung und Machtlosigkeit einander gegenüber mit der Krankheit umzugehen und gleichzeitig die bedingungslose Geschwisterliebe.

Mein Fazit:

Ein unscheinbares Jugendbuch mit gewaltiger Durchschlagskraft, welches auf eine zarte Weise von einer unglaublich wichtigen Reise der Geschwister erzählt, wobei hier eher der Weg das Ziel ist, denn während dieses Trips müssen beide sich ihrer Schwächen klar werden, um einander zu verzeihen und den anderen so anzunehmen, wie er nun eben ist. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte

Sonntag, 26. Juli 2015

[Rezension] ZweiundDieselbe - Mary E. Pearson

ZweiundDieselbe

Mary E. Pearson

336 Seiten

Fischer KJB

7,99 €

Wie weit würdest du gehen, um einen Menschen zu retten, den du liebst? Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Spannung verdichtet sich bis ins Unerträgliche, ja fast Klaustrophobische. Denn die Wahrheit, der Jenna Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: 

Jenna hatte einen furchtbaren Unfall. Ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch was von ihr übrig war, waren nicht mehr als zehn Prozent ihres Gehirns. Wie viel Persönlichkeit steckt in diesen zehn Prozent? Wie viel davon ist Jenna? Mit seiner schlichten, poetischen Sprache geht dieser Roman direkt unter die Haut und wirft ethische Fragen auf, die noch lange nachhallen.

Meine Meinung:

Ich habe vor circa 5 Minuten dieses Buch beendet, habe einen riesigen Kloß im Hals und mich umschwirren meine Gedanken. Selten berühren mich Geschichten so nachhaltig, selten denke ich so intensiv über Handlungen nach und versuche mich, in gewisse Situationen hineinzuversetzen. 

Und doch passiert genau das von Zeit zu Zeit und dieser Roman hat es geschafft: Er hat mich mitgenommen, sich in meinem Kopf festgesetzt und wird dort noch länger herumspuken, denn dieses Thema lässt garantiert keinen kalt.

Um was geht es? Jenna erwacht aus einem einjährigen Koma und kann sich kaum an ihr Leben zuvor erinnern. Auch ihre Eltern sind ihr fremd, ihre Erinnerungen sind wie ausgelöscht und auch fühlt Jenna sich irgendwie ... nicht richtig an. Was steckt hinter ihrem ominösen Unfall und warum verhält sich ihre Oma Lily ihr gegenüber so seltsam? 

"Was wäre wenn?" Diese Frage habe ich mir früher gerne gestellt, habe Möglichkeiten durchgespielt und meinen Spaß dabei gehabt, mir vorzustellen was wohl passiert wäre und welche Richtung mein Leben genommen hätte, hätte ich diese oder jene Entscheidung getroffen.

Für Jennas Eltern ist dieses lustige Spiel zur grausamen Wirklichkeit geworden, denn ihre einzige Tochter hatte einen schrecklichen Autounfall und so mussten sie eine Entscheidung treffen, die Jennas Leben um 180 Grad dreht und verändert. 

[ACHTUNG SPOILER!!] Mit einem Serum können sie Jenna komplett wiederherstellen, denn durch den Unfall hat sie solch starke Verletzungen erlitten, dass sie in absehbarer Zeit sterben wird. Dieses Serum umhüllt ihre kompletten Organe und ihr Gehirn mit einer Schicht, die sie rettet und somit quasi unsterblich macht, bzw. ihr eine Lebenserwartung von 200 Jahren schenkt. [ACHTUNG SPOILER!!]

Eine verzweifelte Tat von liebenden Eltern, eine schreckliche Ungewissheit für Jenna und der Leser stellt sich ständig die Frage: Wie würde ich entscheiden? Mary E. Pearson hat für diese Geschichte einen sachlichen Erzählstil gewählt, welcher Jenna zwar etwas blass als Charakter erscheinen lässt, ihre Verzweiflung und Gefühle aber komplett dadurch in den Vordergrund stellt.

Während des kompletten Buches reißt die unheilvolle, bedrückende Stimmung nicht ab. Die Gedanken kreisen um das Thema und eine Keule nach der anderen rast auf den Leser nieder, zerdrückt ihn unter diesem Gewicht und verkeilt sich in dessen Gedankenstrom.

Die Geschichte zeigt auf, was der Wissenschaft und Forschung alles möglich wäre, doch nur ein Gedanken dominierte meinen Kopf: Wollen wir das wirklich? Und wie könnte man jemals die Grenze ziehen zwischen Leben und Tod? 

Ich bin froh, dass die medizinischen Möglichkeiten noch nicht so weit sind, denn eins würde immer hinten runterfallen - und das wäre die Selbstbestimmung über das eigene Leben. Denn wenn man schon im Koma liegt und nur die nächsten Angehörigen die Entscheidungskraft haben, ob sie einen geliebten Menschen retten wollen oder ob sie ihn gehen lassen .... wie würde sich wohl der Großteil entscheiden?

Mein Fazit:

"ZweiundDieselbe" hat mich in seinen Bann gezogen gehabt und mir eine eiskalte Realitätsdusche verpasst. Hat mir aufgezeigt, was wäre wenn und habe festgestellt, dass ich über manche Themen so gar nicht nachdenken möchte - bis sie mir ins Gesicht geschlagen werden und ich darüber nachdenken muss. 

Keine leichte Kost und doch sollte jeder einzelne von euch das gelesen haben, sich seine Gedanken darüber machen und dann entscheiden, ob er diese wegschließen oder noch länger darüber nachdenken möchte. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte

Mittwoch, 22. Juli 2015

[Rezension] Mein Leben für deins - Amber Kizer

Mein Leben für deins

Amber Kizer

384 Seiten

cbt Verlag

9,99 €

Ein schrecklicher Autounfall setzt Jessica Chains Leben ein Ende. Und doch lebt sie weiter, denn ihre Eltern entscheiden sich, ihre Organe zu spenden. An Samuel, Vivian, Leif und Misty. Vier Teenager, vier Schicksale voller Schmerzen, Ängste, Einsamkeit und Hoffnung . 

Und über allen schwebt Jessica, begleitet und beobachtet sie: »Mein Leben hatte eine Bedeutung, aber nicht, als ich noch lebendig war, sondern erst durch meinen Tod … «

Meine Meinung:

Ich finde es gibt Themen, welche viel viel öfter in Jugendbüchern vorkommen sollten. Warum? Weil diese Themen zum Nachdenken anregen, Diskussionen lostreten können und dadurch perfekt als Schullektüre geeignet sind. Oder was meint ihr? 

Um was geht es eigentlich?  Jessica ist ein unscheinbares Mädchen, welches auf ihrer Highschool regelmäßig gemobbt wird und dem Spott der "coolen" Mädchen ständig ausgesetzt ist. Als sie an Halloween mit ihrem Wagen ins Schleudern gerät, prallt sie gegen einen Baum und ihr Leben ist schneller vorbei als ihr lieb ist, denn die Ärzte können nur noch ihren Hirntod feststellen.

Doch ihr Tod ist nicht sinnlos, denn durch ihre Organspende an vier Jugendliche macht Jessica ihnen das größte Geschenk ihres Lebens: Diese vier können dadurch weiterleben, können erwachsen werden und bekommen dadurch eine Zukunft geschenkt. Jessica bekommt dies alles mit, denn sie schwebt seit dem Unfall über den Geschehnissen und ist mit ihren Organempfängern verbunden.

Und was sie dabei alles erlebt zeigt ihr, dass ihr Tod alles andere als sinnlos war. 

Gerade zu Anfang dieser Geschichte muss man als Leser sehr viel schlucken, denn man erlebt Jessicas Alltag in der Highschool. Sie wird heftig gemobbt, fühlt sich als graues Entlein und muss viele Schläge einstecken. Doch dann eskaliert die ganze Situation, ihr werden ihre hüftlangen Haare abgeschnitten für einen guten Zweck ( ohne dass sie was dagegen tun kann oder es überhaupt will ).


Es gibt tausend Millionen kleine Wunder, die einem Menschen das Leben schenken, wenn sie auf die richtige Weise passieren. Und trotzdem kann keines von ihnen einen lebendigen Körper in ein lebenswertes Leben verwandeln. Leben werden jenseits der Zahlen gelebt. In dem Raum zwischen den Wundern.


Mir hat Jessica so unglaublich leid getan und ihre Society-Mutter hat in meinen Augen auch völlig versagt. Als dann der Unfall passierte hatte ich einen dicken Kloß im Hals; die Autorin hatte mich komplett in diese Situation hineingezogen mit ihrem Schreibstil. 

Danach bin ich nur noch so durch das Buch geflogen, wollte wissen wie es mit den vier Jugendlichen weitergeht nach der Organspende und was Jessica wohl über das ganze denkt, denn selbst nach ihrem Tod bleibt sie schwebend über den Ereignissen dabei und erkennt, dass nicht immer alles so ist, wie sie es bisher dachte. 

Es war spannend Vivian, Misty, Samuel und Leif zu begleiten. Jeder von den vieren hat ein anderes Päckchen, eine andere Krankheit mit sich zu tragen und natürlich geht jeder damit anders um. Diese vier Charaktere werden sehr eindringlich beschrieben, ich habe jeden einzelnen von ihnen in mein Herz geschlossen und mitgefiebert.

Er betete für ein Wunder, aber er würde nicht dafür beten, dass jemand starb, um ihn zu retten. Wie konnte er ein langes Leben mehr verdient haben als jemand anders?

Misty hatte dabei eindeutig das schwerste Los gezogen und mit ihr habe ich am meisten mit gelitten, denn ihre Familie ist sehr arm und sie können die hohen Rechnungen, welche Mistys Behandlung mit sich ziehen, kaum leisten. 

Wie oft habe ich eine Träne beim Lesen verdrückt, wie bedrückend war für mich die Vorstellung, dass Misty in ihrem jungen Leben bereits die ganze Verantwortung auf ihre Schultern nehmen muss und sich für die Verschuldung ihrer Eltern mehr als nur schlecht fühlt.

Die Handlung mag für manche an gewissen Stellen vielleicht zu künstlich, zu gewollt erscheinen, denn was für ein Zufall vermag alle vier Spendenempfänger zusammen zu führen und ihre Leben somit zu verbinden? Aber für mich hat Amber Kizer damit genau ins Schwarze getroffen, denn sie schafft es eine wunderbar atmosphärische Geschichte rund um das Thema Organspende zu spinnen. 

"Ganz egal, was passiert, an diesem Tag werden wir Jessica von all dem Mehr in unserem Leben berichten."
"Mehr Atemzüge."
"Mehr Geburtstage", fügte Sam hinzu.
Leif lächelte. "Mehr Küsse."
"Mehr Gekicher." [...]

Auch wenn es ab und zu sehr emotional wurde und die ganze Thematik einen zu erdrücken schien, sie hat in meinen Augen immer die Kurve bekommen und es nicht zu düster werden lassen. Und die Idee, Jessica weiterhin mit in die Geschichte einzubeziehen, konnte mich ebenso überzeugen. Daumen hoch!

Mein Fazit:

Ein emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, ein Thema was jeden von uns was angeht und über das sich jeder auch mal Gedanken gemacht haben sollte. Lest diese Geschichte und lasst euch darauf ein, erzählt anderen davon und diskutiert darüber - es lohnt sich. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte.

Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] Blink of Time - Rainer Wekwerth

Blink of Time

Rainer Wekwerth

 360 Seiten

Arena Verlag

16,99 €

Sarah Layken flieht vor der Realität - doch vor welcher? Ein Junge will ihr helfen - doch woher weiß er von ihrem Problem? Kein Leben ist wie das andere - doch welches ist das richtige? Um das richtige Leben zu finden, um ihre Liebe wiederzutreffen, um ihren Bruder vor einem Unglück zu bewahren, muss Sarah Layken die gleiche Situation wieder und wieder durchleben. Sie kann sich immer wieder für ein neues Leben entscheiden, aber sie kennt vorher niemals den Preis, den sie dafür bezahlen muss.

Meine Meinung:

Rainer Wekwerth reiht sich bei mir hinter Arno Strobel und Sebastian Fitzek ein, denn alle drei sind meine absoluten Lieblingsautoren aus Deutschland. Ich lese alles, was ich von ihnen in die Finger kriegen kann und bin selten bis nie enttäuscht worden. Klar, dass ich unbedingt das neueste Buch von Wekwerth lesen musste und wieder mal hat sich bewahrheitet: Er kann einfach schreiben!

Um was geht es? Sarah Layken ist ein ganz normales Mädchen - bis zu dem Tag, an dem sie aus ihrer eigenen Realität in eine andere fällt und nichts mehr so für sie ist, wie es einmal war. An ihrer Seite ist der rätselhafte Josh, der von Anfang an für sie eine dunkle Aura um sich hatte und ein riesiges Geheimnis mit sich herumträgt. Wird sie es schaffen wieder in ihre eigene Realität einzutauchen?

Gleich auf den ersten Seiten wird der Spannungsbogen hergestellt. Wir sehen einen jungen Mann auf einer Brücke stehen, wissen nicht wie er dort hingekommen ist oder was er dort will. Doch irgendetwas Dunkles scheint ihn zu umgeben ... Ich liebe es, wie es der Autor immer wieder schafft mich in seine Geschichten quasi einzusaugen, mich dort festzuhalten und eine solche geheimnisvolle Spannung aufzubauen wie kein Zweiter. 

Auch Sarah lernen wir sehr schnell kennen und können mit ihr mitfiebern, uns mit ihr verstecken und mit ihr mitleiden - zuviel möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten, denn auch wenn das Buch 360 Seiten hat, die Handlung ist so dicht gewoben, dass jeder weiterer Hinweis schon viel zu viel preisgeben würde. Nur so viel sei gesagt: Die Grundidee ist der Hammer!

Existieren wirklich mehrere Realitäten nebeneinander? Können wir durch sie "hindurchfallen" und uns so unsere alternativen Leben miterleben? Ein Gedankenexperiment der ganz besonderen Art, auch wenn es für Sarah und Josh eher zum Alptraum wird, aber mich konnte es überzeugen und faszinieren.

Kleiner Kritikpunkt: Zum Schluss ging mir alles ein wenig zu schnell, die Spannung war zwar noch da, aber die Aufklärung, der krönende Abschluss waren mir zu hingeklatscht. Vieles blieb im luftleeren Raum hängen, als Leser wurde ich zu abrupt durch die Geschichte hindurch geschleift und konnte kaum Atem holen - da war das Buch schon zu Ende. 

Mein Fazit:

Ich hoffe es kommt ein zweiter Teil zu diesem Jugendbuch, denn sonst hätte mich der Schluss ein wenig irritiert und unzufrieden zurückgelassen - und wenn nicht, dann stelle ich mir eben vor wie es weitergehen könnte. Alles in allem ein grandioses Werk von Rainer Wekwerth, welches sich schnell und zügig lesen lässt; bestechend durch seine atemlose Dramatik und die einzigartigen Charaktere.

Ich vergebe 4 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!!

Dienstag, 5. Mai 2015

[Rezension] Big Game / Die Jagd beginnt - Dan Smith

Big Game - Die Jagd beginnt

Dan Smith

304 Seiten

Chicken House Verlag

15,99 € 

Action, Abenteuer und viel Humor. In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. 

Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.

Meine Meinung:

Big Game war eine riesige Überraschung für mich, denn ich habe es mir auf Arbeit einfach so geschnappt, angefangen zu lesen und konnte mich dem Sog dieser genialen Actiongeschichte nicht entziehen! Was ihr hier zu erwarten habt? Action, Action, Humor, Action, Action, Action! Und einen Helden namens Oskari, der ( wenn es nach ihm ginge ) gar kein Held wäre ...

Um was geht es? Oskari muss in der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag ein Ritual vollziehen um seine Männlichkeit zu beweisen - er wird in der finnischen Wildnis mit Pfeil und Bogen ausgesetzt und muss in dieser Nacht ein Tier erlegen - je größer das Tier, desto mehr Anerkennung erwartet ihn.

Das ist eine Tradition in seinem Dorf, eine große Ehre und Oskaris größte Angst, denn er kann so gar nicht mit Pfeil und Bogen umgehen, ist eher tollpatschig und auch noch im Zugzwang, denn sein Vater hat einst einen riesigen Elch erlegt und somit erwarten die Ältesten des Dorfes eine ähnliche Leistung von ihm.

Als die große Jagd beginnt ist Oskari ziemlich schnell an seinen Grenzen angelangt, er ist verzweifelt und möchte nur noch zurück nach Hause ... doch dann wird er Zeuge von etwas, was er sich in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet hätte und kurz darauf wird er zum Bodyguard einer der wichtigsten Menschen der USA - des Präsidenten.

Der Schreibstil von Dan Smith ist wie eine Naturgewalt, sie rollt über den Leser hinweg und lässt ihn so schnell nicht mehr los. Ich konnte mich von diesem Buch einfach nicht losreißen, habe mit Oskari gebangt und einen aufregenden Tag in der Wildnis verbracht.

Oskari als Charakter ist kein typischer Held, er ist nicht besonders beliebt in seinem Dorf und kann auch trotz des harten Trainings mit seinem Vater nicht wirklich gut jagen. Doch was er nicht an Muskeln hat, hat er an Köpfchen - Oskari kann sich perfekt tarnen in der Wildnis, hat viele gute Ideen und möchte seinen Vater Stolz machen. Doch kaum im Wald angekommen hat er Probleme mit seinem Quad, einen kleinen Unfall und möchte vor lauter Selbstzweifel am liebsten wieder direkt nach Hause zurück.

In diesen Momenten hätte ich ihn am liebsten gedrückt, ihm gesagt das alles gut werden würde; doch was dann passiert hat selbst mich überrascht. Er findet in einer Notfallkapsel den amerikanischen Präsident und wird zu seinem Retter in der größten Not.

Zusammen fliehen sie vor einer skrupellosen Bande, die Jagd auf den Präsidenten machen und spätestens ab diesem Zeitpunkt taut Oskari auf und ihm gelingt ein Clou nach dem anderen. 

Ein wahrer Überlebenskampf beginnt und vor lauter Action wusste ich manchmal nicht mehr wo ich während dem Lesen war, denn ich war Seite an Seite mit Oskari in der finnischen Wildnis und flüchtete um mein Leben. Es gab auch einige sehr humorvolle Szenen die das ganze Auflockerten und dem Leser eine kleine Verschnaufpause verschafften.

Was ihm dann gelingt, mit welchen Tücken er die Feinde in die Irre führt, das hat mir viel Lesefreude bereitet und mich durch die Seiten fliegen lassen. Eine Geschichte die ihresgleichen sucht, ein grandioses Buch für die kleinen und großen Abenteurer und für Jungs wie Mädels geeignet.

Mein Fazit:

Lest es, liebt es und schafft mit Oskari an eurer Seite das Unmögliche - rettet den President und werdet zu einem Helden! Taucht ein in die finnische Wildnis, tappt durch die Dunkelheit und rennt um euer Leben ... ihr werdet mit einem fantastischen und rasanten Abenteuer belohnt. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!!

Sonntag, 29. März 2015

[Kurzrezensionen #5] Was fehlt, wenn ich verschwunden bin / Atlantia

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin - Lilly Lindner

Kurzbeschreibung:

Lilly Lindner ist ein Phänomen. Sie ist ein außergewöhnliches Schreibtalent.
Nun hat sie ihr erstes Jugendbuch geschrieben und trifft mit ihrer glasklaren und poetischen Sprache jeden Leser direkt ins Herz.

April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen?

Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.

400 Seiten, 9,99€ aus dem Fischer Verlag

Meine Meinung:

Ich bin in Lilly Lindners Schreibstil verliebt, bin ihm verfallen. Wenn ihr Geschichten von ihr lest müsst ihr euch bewusst sein, dass die Thematiken meist nicht so ganz einfach sind, tiefer gehen und einem eine lang anhaltende Gänsehaut bescheren. Auch bei ihrem aktuellen Jugendbuch war das so - das Thema Magersucht wird eindringlich und auf eine völlig andere Art aufgegriffen.

Das Buch dreht sich um April und Phoebe; zwei Schwestern die sich gegenseitig Briefe schreiben. Phoebe ist die jüngere von beiden und schreibt an April den ersten Teil der Geschichte hindurch Briefe in die Klinik, in welcher April wegen ihrer Magersucht liegt. Doch sie bekommt nie eine Antwort - was sie aber nicht davon abhält weiterhin ihrer Schwester zu schreiben.

Und was sie schreibt treibt einem als Leser teilweise die Tränen in die Augen. In ihrer kindlichen Naivität bekommt das Thema eine ganz andere Note, gleichzeitig ist Phoebe ziemlich weit für ihr Alter und hat Gedankengänge, welche einem die Socken ausziehen.


Ich glaube, es gibt bei Erwachsenen immer wieder Momente, in denen die sich fragen, warum sie all die Dinge tun, die sie tun. 

Und dann überlegen sie ganz heftig, was sie stattdessen machen könnten. Sie kriegen Migräne. Sie nehmen Tabletten. Und am Ende machen sie dann doch das Gleiche, was sie auch schon vor dem Nachdenken getan haben.


Im zweiten Teil bekommen wir dann Aprils Briefe zu Lesen, können die ganze Tragödie aus der anderen Sichtweise betrachten und miterleben. Gänsehautmomente in einer Tour, die verzweifelten Eltern und die Frage nach dem Warum. All das finden wir in Lilly Lindners Roman und ich habe mir so unglaublich viele Zitate aufgeschrieben, wie es selten der Fall ist.

Mein Fazit:

Ein Jugendbuch das unter die Haut geht, ein Schreibstil der euch verzaubern wird und ein kleines tapferes Mädchen das viel zu früh mit der grausigen Realität klar kommen muss.

Ich vergebe 5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten


Atlantia - Ally Condie

Kurzbeschreibung:

Zwillinge.
Sie waren für ein gemeinsames Leben bestimmt.
Doch das Schicksal trennte sie.

Bay, du fehlst mir so sehr, flüsterte sie in die Muschel. Aus dem Inneren tönte ein rauschender Gesang und erinnerte an eine Zeit, als Wasser und Land noch zusammengehörten. Wo auch immer an der Landoberfläche ihre Schwester nun war, sie musste sie finden – auch wenn es niemandem erlaubt war, die Stadt unter der Glaskugel zu verlassen.


In einer Welt, die in Wasser- und Landbevölkerung aufgeteilt ist, werden die Zwillingsschwestern Rio und Bay durch einen Schicksalsschlag getrennt. Bay tritt ihre Reise zur Oberfläche an. Rio bleibt in Atlantia zurück. Um ihre Schwester wiederzusehen, muss sie herausfinden, warum Wasser und Land getrennt wurden und welche wunderbare und zugleich zerstörerische Gabe die Frauen der Familie verbindet.

416 Seiten, 16,99€ aus dem Fischerjugendbuch Verlag

Meine Meinung:

Ally Condie hat mit diesem Jugendbuch eine neue Dystopie-Idee in den großen Pott geworfen und mich auch irgendwie damit unterhalten ... aber eben auch nicht komplett überzeugt. Warum? Für mich war die Geschichte zu lasch und unaufregend, sie konnte mich nicht gefangen nehmen und hat sich nicht im Kopf verankert und festgesetzt.

Welche Welt wird uns Lesern hier präsentiert? Rio und Bay leben in Atlantia, einer eigenen Stadt unter dem Wasser. Die Menschen mussten dorthin flüchten da die Luft oben auf der Erde so stark verschmutzt wurde, dass die Regierung beschlossen hat wenigstens einen Teil der Menschen zu retten und diese Unterwasserstadt aufgebaut hat.

Doch die Jugendlichen dürfen ab einem gewissen Alter selbst bestimmen ob sie nach Oben gehen wollen und ihre Gesundheit für das Allgemeinwohl opfern möchten oder lieber in Atlantia bleiben wollen. Ein Schicksalsschlag trennt die Schwestern an diesem Tag und Bay macht sich auf den Weg nach Oben. Rio will herausfinden warum und kommt hinter ein riesiges Geheimnis ...

Der Roman war ganz nett, der Schreibstil flüssig und ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen fertig gelesen, aber es war für mich zu lasch. Die verschiedenen Ideen welche hier einfließen sind zwar ganz nett und auch teilweise neu, aber eher für diejenigen geeignet, welche in die Thematik Dystopie neu einsteigen möchten oder eine locker leichte Geschichte für zwischendurch suchen.

Mein Fazit:

Leichte Geschichte mit wenig eindrucksvollen Charakteren. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen, es konnte mich eben nicht mitreißen und beeindrucken; so einfach ist das. Ich vergebe

1 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten

Mittwoch, 11. März 2015

[Rezension] Eleanor und Park

Eleanor und Park

Rainbow Rowell

368 Seiten

Hanser Verlag

16,90€

Sie sind beide Außenseiter, aber grundverschieden: Die pummelige Eleanor und der gut aussehende, aber zurückhaltende Park. Als er ihr im Schulbus den Platz neben sich frei macht, halten sie wenig voneinander. Park liest demonstrativ und Eleanor ist froh, ignoriert zu werden. In der Schule ist sie das Opfer übler Mobbing-Attacken und zu Hause hat sie mit vier Geschwistern und einem tyrannischen Stiefvater nur Ärger. 

Doch als sie beginnt, Parks Comics mitzulesen, entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden. Zögerlich tauschen sie Kassetten, Meinungen und Vorlieben aus. Dass sie sich ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann.

Meine Meinung:

Jeder war von diesem Buch begeistert, ständig lief es mir über den Weg und Kollegen drängten mich regelrecht es endlich zu lesen. Fast schon leicht angenervt von diesem Hype öffnete ich den Roman und ließ mich von der Geschichte davontragen ... das Beste was ich tun konnte.

Denn Eleanor und Park erzählt von einer unglaublich zarten, leisen Liebesgeschichte wie wir sie in dieser Form in keinem anderen Buch finden werden. Es ist nicht der typische Liebesroman, in dem es um eine unerreichbare, bittersüße Liebe geht oder um den perfekten Traummann, der ewig umgarnt wird, bis er sich erweicht und sich ebenfalls ( oh wer hätte es gedacht :D ) verliebt.

Nein, was wir hier finden ist wie eine Feder, welche man vorsichtig in der Hand balanciert. Eine Liebe, welche jeden Moment zerspringen könnte und aus diesem Grund so behütet werden muss.

Um was geht es? Eleanor ist pummelig, lebt mit ihrem verhassten Stiefvater und ihren Geschwistern unter einem Dach und wünscht sich nichts sehnlicher als für ihn unsichtbar zu sein, um nicht seinen Zorn zu spüren. Park wächst in einer behüteten Familie auf, liest ständig Comics im Bus und hört unglaublich gerne Musik dabei.

 Als die beiden aufeinander treffen, entwickelt sich eine Liebesgeschichte, mit der keiner von beiden gerechnet hätte.


Dieses Gefühl, das sie immer im Bus neben ihm hatte - das Gefühl, dass sie an einem sicheren, geschützten Ort war -, sie konnte es inzwischen heraufbeschwören. Wie ein Kraftfeld. Als wäre sie das Invisible Girl aus den Fantastic Four-Comics. Dann wäre Park Mr Fantastic.


Rainbow Rowell schafft es mit wenigen Worten den Leser zu überzeugen und Eleanor und Park einen so bildlich vor Augen zu setzen, dass man meint sie berühren zu können. Es ist nicht zuviel Kitsch in dem gesamten Roman vorhanden, die Geschichte kommt mit wenigen dramatischen Elementen zu Ende und beschreibt eine Liebe, wie nur das Leben sie schreiben kann.

Nichts ist Over the Top, alles ist dort wo es sein sollte. Und genau das hat mich zum Schwärmen gebracht, hat mein Leserherz höher schlagen lassen und mich achtsam lesen lassen. Selten habe ich ein Buch so langsam inhaliert, so vorsichtig gelesen und schmunzelnd über die Geschichte nachdenken lassen. 



"Ich mag dich nicht", sagte er. "Ich brauche dich."


Einziger kleiner Kritikpunkt: Das Ende war für mich zu schnell, zu plötzlich und unbefriedigend. Ich hoffe einfach mal auf eine Fortsetzung. Aber wenn dies nicht so sein sollte .. selbst dann wäre ich der Autorin nicht böse wegen dem Ende - dafür hatte ich zuviel Lesespaß!

Mein Fazit:

Ich weiß warum dieses Buch so gehypt, so gepusht und geliebt wird. Es ist eine hauchzarte Liebesgeschichte über die erste wahre Liebe, die alle Hindernisse überwinden will - aber nicht weiß wie. Ich vergebe gänsehautmäßige 

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten!

Montag, 9. März 2015

[Kurzrezensionen #4] Wir wollten nichts, wir wollten alles / Dublin Street

Wir wollten nichts, wir wollten alles  - Sanne Munk Jensen&Glenn Ringtved

Kurzbeschreibung:

Lässt nicht los: Liebe, die absoluter nicht sein kann. Zwei Leichen werden aus dem Limfjord gezogen: Liam und Louise. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinandergekettet. Alle Indizien weisen auf Selbstmord hin. Louises Eltern zerbrechen fast am Tod ihrer Tochter, doch ihr Vater klammert sich daran, die Wahrheit herauszufinden.

Als er Louises Tagebuch findet, eröffnet sich ihm das Leben, das seine Tochter und Liam in den vergangenen Monaten geführt haben.
Ein Roman, der unter die Haut geht: gewaltig und voller Sehnsucht mit einer Heldin voller Hingabe und einem Protagonist voller Widersprüche. In der Tradition der großen skandinavischen Autoren.

336 Seiten, 16,99€ aus dem Oetinger Verlag

Meine Meinung:

Ich hatte mir soviel erhofft von dieser Geschichte, wollte mich komplett auf das Thema einlassen und sehen wie die Autoren die Thematik "Selbstmord" aufgreifen würden. Doch es fiel mir unsagbar schwer in den Schreibstil hineinzukommen. Die Kapitel waren verschiedenen Personen zugeteilt und wurden so oft und schnell gewechselt, dass ich mehr irritiert war als das es mir Spaß gemacht hat.

Es war in meinen Augen zuviel gewollt und zuwenig ausgeführt - die tote Louise beobachtet ihre Familie und Freunde die ganze Geschichte hindurch, sieht wie ihre Eltern an ihrem Tod zerbrechen.

Gleichzeitig versucht ihr Vater unermüdlich das Geheimnis um ihren angeblichen Selbstmord aufzudecken, denn er glaubt nicht daran, dass Louise aus eigenen Stücken sterben wollte. Und das war noch lang nicht alles.

Mit der Zeit merkt der Leser wie sehr Louise von Liam abhängig war, wie sehr er sie an sich gebunden hat und diese Verletzlichkeit ausnutzte, wie er mit seinen eigenen Ängsten kämpft und zum Schluss nur noch den einen Ausweg sieht: Von einer Brücke zu springen ... mit Louise. 

Mein Fazit:

Nicht nur Selbstmord wird hier aufgegriffen sondern auch die Abhängigkeit der Liebe einer anderen Person, die Trauer von den Hinterbliebenen und die unsagbare Wut der Eltern die nichts tun konnten. Für mich zu viele Punkte in einer Geschichte, die dadurch eher schwammig und unübersichtlich wurde anstatt aufrüttelnd zu sein. Ich vergebe 2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten.



Dublin Street - Samantha Young

Kurzbeschreibung:

Jocelyn Butler ist jung, sexy und allein. Seit sie ihre gesamte Familie bei einem Unfall verloren hat, vertraut sie niemandem mehr.

Braden Carmichael weiß, was er will und wie er es bekommt. Doch diesmal hat der attraktive Schotte ein Problem: Die kratzbürstige Jocelyn treibt ihn mit ihren Geheimnissen in den Wahnsinn.

Zusammen sind sie wie Streichholz und Benzinkanister. Hochexplosiv.

Bis zu dem Tag, als Braden mehr will als eine Affäre und Jocelyn sich entscheiden muss, ob sie jemals wieder ihr Herz verschenken kann.

433 Seiten, 9,99€ aus dem Ullstein Verlag


Meine Meinung:

Dublin Street war mein erstes Buch von Samantha Young; ich hatte zuvor ein Video von BuchlingJanine mir angesehen und dort hatte sie so begeistert von dieser Reihe geschwärmt, dass ich einfach nicht anders konnte und den Roman anfangen musste zu lesen. Und was habe ich bekommen? Ein Lesespaß mit rasanten, teils erotischen und romantischen Szenen, einen Sog welcher mich in das Geschehen hineingezogen hat und nicht mehr losließ.

Jocelyn hat ihre Eltern früh bei einem Autounfall verloren und will nun in ihr Heimatland Schottland zurückkehren. Dort trifft sie Braden Carmichael und lässt sich auf ein Spiel mit dem Feuer ein. Wird sie ihr Herz veschenken oder wählt sie die Einsamkeit?

Ich habe mich in Samantha Youngs Schreibstil sofort verliebt. Sie beschreibt die Charaktere mit Ecken und Kanten, schafft eine spannungsreiche Stimmung und jongliert mit Gefühlen wie keine zuvor. Jocelyn wollte ich ab und zu schütteln, anflehen sich doch nicht ständig selbst zu verletzen und die Liebe doch endlich in ihr Leben zu lassen - denn Dublin Street ist nicht der typische New-Adult-Roman wie man ihn kennt mit lustigen Szenen, sondern einer düsteren Stimmung bei der jeder einzelne Charakter sein Päckchen zu tragen hat.

Mein Fazit:

Ein Buch voller Liebe, Enttäuschung, Erotik und wie aus dem richtigen Leben erzählt. Ich freue mich auf die weiteren Teile der Reihe, allerdings ist jeder Roman in sich abgeschlossen; so könnt ihr bunt durcheinander lesen und müsst nicht auf die Fortsetzung warten - was will man mehr? Ich vergebe 5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten.

Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Nachtsonne 1-3


Nachtsonne Gesamtband

Laura Newman

780 Seiten

Amazon Media

9,99 €

Ein Leben unter der Erde. Für Nova bedeutet dies Alltag. Sie gehört zu den letzten Überlebenden unserer Welt. Doch das Schicksal hält mehr für sie bereit als ein Leben im HUB. 
Unfreiwillig überschreitet sie die Grenzen ihrer Realität und wagt sich, gemeinsam mit ihren Freunden, auf unbekanntes Terrain. 

Dabei stößt sie nicht nur auf eine grauenvolle Wahrheit, sondern auch auf faszinierende, ja beinahe magische, Tatsachen und natürlich auf diesen einen Menschen, der ihr Leben verändern wird ... 

Meine Meinung:

Bei verschiedenen Bloggern, über Twitter, auf Facebook ... überall lief mir in den letzten Monaten Laura Newman mit ihrer Nachtsonnen-Reihe über den Weg und lachte mich an, lockte mich mit ihrer Inhaltsangabe und Geschichte. 

Vor ein paar Wochen wurde ich schwach und holte mir den Gesamtband für 9,99€ auf mein Tablet, begann zu lesen und schwupp war ich bei Nova, erkundigte mit ihr ihre Welt und deckte ein riesiges Geheimnis auf - nichts war mehr so wie es zu sein schien.

Um was geht es? Nova wächst in einem HUB auf, mit der festen Überzeugung dies sei der einzigste Unterschlupf für die letzten Menschen auf Erden, denn die Sonne tilgte alles Leben von der Erde, verbannte die Landschaft und es war lebensgefährlich sich auf der Oberfläche zu bewegen.

Doch eines Tages hinterfrägt Nova das ganze Regime aufgrund eines belauschten Gespräches und ihre ganze Welt gerät aus den Fugen. Ist es doch anders als wie Nova bisher dachte und was verheimlicht ihre Regierung so vehement? 

Lauras Schreibstil saugte mich in die Geschichte hinein, behielt mich dort und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Meine 2 Stunden Zugfahrt pro Tag wurden zum Power-Reading, meine Augen hefteten sich bedingungslos an den Tabletbildschirm und so erlebte ich mit Nova, Jakob, Marzellus und Nume ein aufregendes Abenteuer in einer ziemlich gefährlichen Welt.

Was mich an dieser Dystopie beeindruckt hatte war die Tatsache, dass dies wirklich eines Tages geschehen könnte. Die Sonne ist in dieser Welt sehr nah an der Erde, es gibt teilweise heftige Hitzeschübe von 40 oder 50 Grad und aus diesem Grund baute die Regierung sog. HUBs in die Erde um ein Weiterleben der Menschheit zu sichern. 

Habe mit meinem Freund viel diskutiert nach Beenden der Reihe, mir vorgestellt wie dieser Gedanke mich lähmen könnte, würde ich wissen dass dies in naher Zukunft passieren würde. Ein ziemlich beklemmender Gedanken und gerade daher war für mich dies eine sehr realistische Zukunftsvorstellung von Laura und ein sehr durchdachtes Storytelling.

Die Charaktere habe ich ( allen voran Nova und Jakob ) sehr schnell in mein Herz geschlossen, mit ihnen mitgelitten und ihnen beim Kampf quasi über die Schulter gesehen. Innerhalb der Reihe merkte ich wie sehr sie sich weiterentwickelten, freute mich oft für sie oder bangte mit ihnen; jeder hatte seine Ecken und Kanten, was sie umso sympathischer machten.

Und ein ebenfalls riesiger Pluspunkt waren die vielen unerwarteten Wendungen, die Überraschungen und tollen Ansätze welche die Geschichte geliefert hat. War ich mir sicher zu wissen wie es weitergehen würde hat es wieder eine Drehung gegeben, die ich zuvor so gar nicht gesehen hatte und das hat es spannend, actionreich und emotional gemacht.

Klitzekleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen in der Geschichte gab es einen kleinen Absacker, die Charaktere haben geschwächelt und es gab ein paar Situationen die ich für zuviel und überspitzt oder auch zu kurz angerissen fand; aber das konnte mich nicht vom Lesen abbringen, nicht dazu bringen das Buch enttäuscht wegzulegen; NEIN, ich habe stetig weitergelesen und habe eine 1a Dystopie präsentiert bekommen.

Mein Fazit:

Kein 08/15, kein abgestandener Geschmack beim Lesen weil man die Geschichte schon von irgendwo her kennt - nein, euch erwartet hier spannender Lesespaß, eine Welt wie sie in ferner Zukunft möglich wäre und einem Abenteuer welches ich mega gerne verfolgt habe. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten und eine riesige Leseempfehlung!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

[Weihnachtstipps #4] Jugendbuch #2

Hallo Hallo an alle da draußen!

Und während ihr alle beschäftigt seid meinen 1. Teil der Buchtipps für Jugendliche zu lesen mache ich mich an den nächsten Beitrag und komme garantiert wieder ins Schwärmen für die folgenden Buchempfehlungen. 

Denn eins könnt ihr mir glauben: Alle bisher ( und folgenden ) Empfehlungen kommen von ganzem Herzen, haben mich auf die eine oder andere Art und Weise tief berührt und sind mir seither im Gedächtnis. Das sind auch die Bücher, welche ich immer wieder meinen Kunden empfehle; ich möchte einfach soviele Menschen wie möglich damit erreichen und ihnen meine geliebten Welten zeigen, in der Hoffnung dass sie sie genauso lieben werden wie ich!

Und aus diesem Grund kommen hier meine nächsten Herzensempfehlungen für euch:


Meto lebt, seid er sich erinnern kann ,mit anderen Jungs auf einer Insel die von Caesaren bewacht wird; Bestrafungen und Kontrolle sind auf der Tagesordnung ganz weit oben. Doch wie kam Meto hier her? Warum haben alle lateinische Namen? Und was passiert mit denjenigen die nicht mehr wiederkommen? Immer öfters quälen ihn diese Fragen und bald kann er nicht mehr ruhig dasitzen ... und rebelliert.

Wer "Herr der Fliegen" mochte wird hier auf seine vollen Kosten kommen - alle anderen aber auch! Was anfänglich wie ein einfach strukturiertes Buch wirkt entwickelt sich im Laufe der Trilogie zu einem wahren Zukunftsepos  mit gigantischen Ausmaßen. Lasst euch nicht von dem grottigen Cover ablenken; denn wenn ihr diese geniale Geschichte verpasst seid ihr selbst schuld!

Düsterer, clever durchdachter Roman mit Suchtpotenzial. Empfohlen ab 14 Jahren.



Die 20-Jährige Ann-Sophie zieht von dem kleinen Dorf Nussloch ins große, glitzernde Berlin; eigentlich soll sie die Apotheke der Eltern übernehmen und muss deshalb in Berlin dafür studieren; doch will sie das auch?

Auch die Wohnungssuche gestaltet sich ziemlich schwierig, ihre Eltern drehen ihr schneller als geplant den Geldhahn zu und möchten doch ihre Tochter wieder behütet zuhause wissen. Aber Ann-Sophie hat andere Pläne, findet drei weitere Wohnungssuchende und zieht mit ihnen zusammen in ein riesiges Haus ...doch bald geht es drunter und drüber.

Die Autorin hat hier ein sehr poetisches Werk geschaffen, schafft es wahre Satzfeuerwerke zu entfachen und sie damit nachhaltig im Leserherz zu pflanzen. Auch wird gleichzeitig aufgezeigt wie man seinen Weg im Leben finden kann, dass nicht alles immer einer vorgezeigter Spur folgen muss und wie schwer es ist sich selbst zu finden. 

Poetisch, poetischer ... Serienunikat. Tatsächlich ein Unikat in der Sparte Jugendbuchroman und für jeden lesenswert - macht euch bereit viel in diesem Roman zu markieren! Empfohlen ab 14 Jahren.



Daisy West ist kein normales Teenager-Mädchen - denn wie eine Katze hat sie mehrere Leben. Stirbt sie wird Daisy mit Hilfe eines Medikamentes namens Revive dass sie wiederbelebt. Damit dies nicht auffällt ( und es ein hochgeheimes Experiment ist ) muss nach jedem Tod die Stadt gewechselt werden, neue Freunde gefunden und ein komplettes Leben neu erfunden werden. Doch irgendwann begehrt Daisy auf ... denn sie hat sich verliebt.

Die Idee der Geschichte rund um Daisy West fand ich damals super! Ich habe mitgefiebert, dachte nach wie sie wohl dieses Mal sterben würde und in welches Leben Daisy wohl hineingeworfen werden würde. Super spannend, tolle Umsetzung und eine grandiose Story. Auch wenn an manchen Stellen ein wenig zu viel Liebe vorherrschte und Revival auch nur angekratzt erklärt wird, konnte mich die Geschichte begeistern.

Leichte Lektüre für zwischendurch und geeignet für Jugendliche welche in den Thrillerbereich hineinschnuppern möchten.Und es hat doch eine klein wenig andere Botschaft als die reine Spannung an sich. Empfohlen ab 13 Jahren.



America lebt in einer Welt in welcher es verschiedene Kasten gibt - jede Kaste hat einen anderen Berufszweig, andere Möglichkeiten, andere Schwierigkeiten. Und doch könnte es so leicht sein in diesem Jahr, denn Prinz Maxon veranstaltet eine Reality-Show, während dieser er sich seine Auserwählte, seine neue Königin aussuchen soll. 

35 Mädchen buhlen um die Gunst des Prinzen, doch nur eine kann es schaffen - doch will America das überhaupt? Denn ihr Herz gehört eigentlich Aspen ...

Eine Mischung aus Tribute von Panem und Der Bachelor. Mit dieser Geschichte konnte Kiera Cass mich direkt abholen und in die düstere Welt von America verfrachten. Aber ein wenig Kitsch durch das ganze Prinzessinnen Getue und Gehabe ist doch vorhanden; jedoch hat genau das mein Mädchenherz höher schlagen lassen und mich in die Zeiten von Sissi zurückkatapultiert. 

Ein fantastischer Roman mit einer heldenhaften und wunderbaren Protagonistin welche sich entscheiden muss: Wahre Liebe oder eine goldene Zukunft für ihre Familie? Empfohlen ab 14 Jahren.



Mit 12 Jahren wurde Boy Nobody rekrutiert - seitdem wird er in Geheimmissionen eingesetzt, erschleicht sich das Vertrauen und tötet; effektiv, schnell, präzise und vor allem ohne Gefühle. Doch eines Tages wird er in eine Familie geschleust und das unmögliche passiert .... er verliebt sich. Kann er seinen Auftrag zu Ende führen? Und was geschieht danach?

Bevor man sich diesen Roman zu Gemüte führt muss einem klar sein: Boy Nobody ist keiner von den Guten. Er mordet wenn er den Auftrag dazu bekommt. Und genau das macht es interessant. Es ist fast schon zu lang her als ich es gelesen hatte ABER der Roman ist mir positiv im Gedächtnis geblieben und das soll was heißen!

Spannende Lesestunden sind hier garantiert; besonders empfehlenswert für Jungs oder Mädchen die auf Actionlektüre stehen. Empfohlen ab 14 Jahren.



Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in
die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter­kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …

Ein historischer Liebesroman mit tollen Charakteren, gut durchdachter Storyline und keineswegs langweilig! Die Beschreibung vom alten Bamberg, die altertümliche Sprache - es hat einfach alles zusammengepasst und dadurch die Thematik der Hexenverbrennung eindringlich aber anschaulich aufzeigt.

Wer hier einen langweiligen Historienroman erwartet sollte sich schleunigst vom Gegenteil überzeugen und mit Cat mitfiebern - nach Rainer M. Schröder eines meiner Lieblingsbücher in diesem Genre. Empfohlen ab 12 Jahren.



Geister bevölkern die Welt - für jeden Verstorbenen erscheint ein Geist. Was anfangs nur ein seltsames Phänomen zu sein scheint wird bald zum richtigen Problem; denn bald erscheinen nicht nur kürzlich Gestorbene sondern die von vor 3 Jahren, 8 Jahren, 20 Jahren ... Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich.
An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in der Wüste, warten Emma und Rain auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Dann erscheinen die Geister.Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Wer Kai Meyer nicht kennt sollte das ziemlich schnell ändern, denn bisher war jedes einzelne Buch von ihm ein Highlight, konnte mich jedes Mal begeistern und fesseln. Von seinen Geschichten geht ein unglaublicher Sog aus, man möchte nicht mehr aufhören zu lesen und möchte doch nur wissen wie es weitergeht ... Lest es! 

Eine ziemlich gruselige Vorstellung die Kai Meyer einem in den Kopf pflanzt; nichts für zarte Gemüter. Suuuuupppeerrrr spannend, einzigartige Charaktere und ein unfassbar grandioses Cover. Empfohlen ab 14 Jahren.



Das soll jetzt keine Empfehlung für dieses eine spezielle Buch sein sondern eher Werbung für die wunderbare Sarah Dessen. Was diese Autorin für mich so besonders macht? Sie schreibt Geschichten die das Leben schreibt; sie zeigt Freundschaften von all ihren Seiten auf; thematisiert Themen die für jeden jungen Menschen wichtig sind und verzaubert den Leser auf jeder Seite.

Wer nach der "Wilden Hühner" und "Eine für Vier" ein angrenzendes Buch mit ein wenig mehr Inhalt sucht kann mit diesen Geschichten nichts falsch machen. Auch wenn die Bücher teilweise 300 Seiten oder mehr haben - man wünscht sich zum Schluss immer es würde noch ewig so weitergehen, man will die lieb gewonnen Charaktere nicht loslassen und vermissen. 

Für jedes einzelne Mädchen ab 12/13 Jahren dort draußen ... lest es und taucht ein in Sarah Dessens Welt!


Julie ist schön, beliebt und kann wundervoll singen. Zusammen mit ihrer Band will sie am Schulfest auftreten. Doch wie aus dem Nichts erhält Julie gemeine E-Mails, Beschimpfungen, Drohungen. Dann taucht im Internet ein gefaktes Facebook-Profil auf, das Julie als arrogante Zicke darstellt. Im Nu lästern Klassenkameraden und wildfremde User online über sie.
Julie verzweifelt. Wer tut ihr das an? 

Ein Buch über ein Thema das stets aktuell ist und auch über das viel mehr geschrieben werden sollte - Mobbing. Nicht mehr das "normale, alte" Mobbing, sondern das etwas anonymere Cybermobbing im Internet. In den Zeiten von Facebook, ask.fm und und und häufen sich diese Fälle und werden oft vergessen wenn über das Thema gesprochen wird.

Agnes Hammer schafft es sehr eindringlich und realistisch zu beschreiben was passieren kann wenn ein junges Mädchen im Internet gemobbt wird; welche Grenzen dabei überwunden werden und was auch schlussendlich passieren kann. 

Ein Buch nachdem man als Leser Redebedarf hat aber auch gleichzeitig aufrüttelt. Empfohlen ab 12 Jahren.


Was wäre, wenn der zweite Weltkrieg anders ausgegangen wäre? Wenn ein grausames, totalitäres Regime die Weltherrschaft an sich reißen wollte? Würden wir brav unser armseliges Leben in Zone 7 leben, bei den Ratten und Fliegen, in ständiger Angst vor den Ledermantelmännern? Oder würden wir wie Standish Treadwell, der Junge mit den verschiedenfarbigen Augen, unseren ganz eigenen Weg gehen?

Standish hatte mich verzaubert, zu Tränen gerührt und mir gezeigt was einen wahren Helden ausmacht. Poetische Schreibweise trifft auf eine absurde ( ? ) Geschichte mit vielen Wortneuschöpfungen und Charakteren die lange in einem nachhallen. Für Groß und Klein, Jung und Alt - geht zusammen mit Standish ein kleines Stück seines Weges und schaut nicht weg wenn es losgeht ... denn er tut es auch nicht.

Zerbrochener Mond sollte von jedem Einzelnen dort draußen gelesen werden, weiterempfohlen und nie nie nie vergessen werden! Empfohlen ab 15 Jahren.


Das waren meine Jugendbuch-Empfehlungen - aufmerksame Leser meines Blogs werden einige wiedererkennen, aber auch einige neu entdecken; ich wollte euch eine bunte Mischung aus Büchern aufzeigen die mir über Jahre im Gedächtnis geblieben sind und mich begleitet haben. 

Ich könnte eine kleine Ewigkeit an solchen Beiträgen sitzen, verzaubert vor mich hinschreiben und meine liebsten Bücher in eure Herzen pflanzen, in der Hoffnung dass sie dort Wurzeln schlagen mögen. Der verzweifelte Wunsch eines jeden Buchhändlers! Man liest sich bei einem neuen [Weihnachtstipps] Beitrag *grins*