Dienstag, 13. Januar 2015

[Kurzrezensionen #2] Phobia / Die Toten am Lyngbysee

Phobia  - Wulf Dorn

Kurzbeschreibung:

Eine Dezembernacht im Londoner Stadtteil Forest Hill. Sarah Bridgewater erwacht, als sie ihren Mann überraschend früh von einer Geschäftsreise nach Hause kommen hört. Doch der Mann, den sie in der Küche antrifft, ist nicht Stephen. 

Er trägt jedoch den Anzug ihres Mannes, hat dessen Koffer bei sich und ist mit Stephens Auto nach Hause gekommen. Der Fremde behauptet, Stephen zu sein, und weiß Dinge, die nur Sarahs Mann wissen kann.

400 Seiten, 9,99€ aus dem Heyne Verlag

Meine Meinung:

Mal wieder bin ich mit falschen Erwartungen an einen Thriller rangegangen und somit ein wenig enttäuscht worden. Erwartet habe ich, dass Sarah mit diesem falschen Mann zusammenwohnen würde, dass ihr keiner glauben will das er nicht der echte Stephen ist und sie so nach und nach verrückt werden würde - zumindest bin ich davon nach dem Lesen des Klappentextes ausgegangen.


Das ist der Unterschied zwischen der Angst eines Kindes und der eines Erwachsenen. Kinder fürchten sich vor irrationalen Dingen, vor unheimlich fliegenden Männern und Monstern im Kleiderschrank, und dann schlafen sie wieder ein, weil sie ihren Eltern glauben, dass sie sie vor dem Bösen der Welt beschützt werden.


Kinder wissen noch nicht viel von den wahren Schreckensgestalten, die jenseits der dunklen Fensterscheibe auf sie lauern. Vor den Ängsten, die weitaus komplexer sind als jeder schwarze Mann und jedes noch so grässliche Monster.


Denn sie haben kein Gesicht, keine Gestalt, sosehr man auch versucht, sie beim Namen zu nennen.

Was ich bekommen habe war eher ein mittel-rasanter Krimi mit vielen verworrenen Überraschungen. Mittendrin hat es sich dann ab und zu auch wie Kaugummi gezogen; da ich trotz allem wissen wollte was denn nun hinter der ganzen Sache steckt, habe ich tapfer durchgehalten und es zu Ende gelesen. 

Vieles war in meinen Augen auch zu überspitzt, unglaubwürdig und zusammengeschustert, damit die Geschichte weiterhin Sinn macht.

Mein Fazit:

Ein Buch, von dem mir hinterher nicht wirklich was im Gedächtnis geblieben ist, Mark Behrendt´s Charakter hat mich mehr interessiert als alles andere UND empfehlen? Wohl eher Fehlanzeige!

Schade, denn ich mochte bisher zwei Geschichten von Wulf Dorn sehr gerne und schiebe meine schlechte Wertung auf den missverstandenen Klappentext. Ich vergebe 2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten.


Die Toten am Lyngbysee - Julie Hastrup

Kurzbeschreibung:

Eine stark geschminkte Frau sitzt reglos auf einer Bank am Lyngbysee. Sie wurde ermordet, doch was das Motiv betrifft, tappt Rebekka Holm von der Mordkommission Kopenhagen lange im Dunkeln. War es Selbstmord? Eine Beziehungstat? 

Als kurz darauf eine zweite Tote auf derselben Bank entdeckt wird, muss sich die dänische Kommissarin darauf einstellen, dass es sich doch um einen Serienmörder handeln könnte, der gerade erst angefangen hat zu töten.

432 Seiten, 9,99 aus dem Piper Verlag

Meine Meinung:

Anfänglich ärgerte ich mich, denn nach ungefähr 30 Seiten fing ich an zu begreifen dass dies nicht ein Standalone ist, sondern ein Buch aus einer Thriller-Reihe, welche sich rund um die Ermittlerin Rebekka Holm dreht. Also aufgepasst, dies ist der 4. Teil! Auf Twitter hatte ich den Verlag darauf aufmerksam gemacht und es wurde wie immer freundlich aufgenommen - ihr seid halt die Besten :D

Die Geschichte hatte mich von Anfang an in ihren Fängen. Durch die verschiedenen Erzählstränge erlebt man einmal die Vergangenheit des Mörders mit, sieht Rebekka Holm bei der Arbeit und den Ermittlungen über die Schulter und begleitet Fat Finn durch seine Feeding-Sessions. UND als Leser sieht man die ermordeten Frauen in ihr Verderben rennen. 

Das hat die Spannung ins Unerträgliche steigern lassen und mich fast wahnsinnig gemacht. Die Ermittlerin war mir unheimlich sympathisch, nur hätte ich sie gerne von Anfang an begleitet, denn so weiß ich nun wie Band 3 ausging und was sie seitdem mit sich umhertragen muss. 

Und der Fall an sich ( vor allem WARUM die Morde so verübt wurden ) war genauso genial wie ausgeklügelt. Bis zu Schluss wusste ich nicht wer der Mörder denn nun sein könnte ... als es dann aufgelöst wurde war ich sehr erstaunt. aber es machte Sinn. Toll!

Mein Fazit:

Gelungener Thriller mit klassischen Ermittlungen und einer sehr starken Rebekka Holm. Macht Spaß, macht Lust, macht ... Lesen?! Egal, lest es ( los los looossss! ) und sagt mir wie ihr es fandet. Ich vergebe 5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten.

Kommentare:

  1. Wenn ich auf deinem blog stöber, dann landet meistens ein Buch auf meiner Wunschliste. So ging es mir jetzt auch wieder bei "Die Toten am Lyngbysee". An dieser Stelle vielen Dank für den Hinweis, dass das Buch aus einer Reihe kommt!
    Ich würde deinen blog gerne auf meinem blog verlinken; ich möchte eine Seite mit Lieblingsblogs von mir erstellen. Ich hoffe das ist okay für dich?
    Liebe Grüße aus Braunschweig

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Natalie! :D

    Oh das freut mich sooo ungemein :) Ich will immer alle Leute inspirieren, auf tolle ( oder weniger gute ) Bücher aufmerksam und schmackhaft machen <3 Und wenn es dich dabei ständig trifft ist das doch schööönn! Wenn du mal eine Empfehlung brauchst schreib mir doch einfach eine Mail oder hier einen Kommentar dann kann ich dich auch "beraten" ( mach den ganzen Tag auf Arbeit ja nix anderes :D )

    Und verlinken darfst du mich natürlich gerne. Würde mich freuen :) Muss mal auf deinem Blog vorbeischauen *weghusch*

    Liebst, Antonie

    AntwortenLöschen