Dienstag, 22. März 2016

[Rezension] Im Sonnenlicht ( Arya und Finn ) - Lisa Rosenbecker

Arya und Finn - Im Sonnenlicht

Lisa Rosenbecker

380 Seiten

Drachenmond Verlag

4,99 € als Ebook

Arya hat ihre Zukunft als Leibwächterin klar vor Augen: Sie will ihrer Freundin Elena um jeden Preis zur Seite stehen. Schon seit vielen Jahren bereitet sie sich darauf vor und nimmt sogar ihre verhasste Gabe in Kauf, die ein gut behütetes Geheimnis ist. Ebenso wie Elenas wahre Herkunft.

Aus diesem Grund lässt sich Arya auf eine Reise ein, bei der sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit der Zukunft konfrontiert wird. Denn ihr Reisegefährte Finn weckt unbekannte Gefühle in ihr.

Doch während Arya versucht auf ihr Herz zu hören, kristallisiert sich eine Bedrohung für das gesamte Königreich heraus, der sich die Gefährten am Ende gemeinsam stellen müssen.

Meine Meinung:

Wie bereits im [Lese-Einblick #11] erwähnt, habe ich auf die Bücher des Drachenmond Verlags schon länger ein Auge geworfen und jetzt war es soweit: Ich hatte auf Arbeit für unsere weniger gut laufende Fantasyecke ein paar dieser Schätze rein bestellt und mir am Wochenende endlich eins dieser Werke vorgenommen: Arya und Finn. 

Kleiner Funfact am Rande: Lisa Rosenbecker hat früher; jetzt nicht mehr soweit ich informiert bin; Youtube Videos gedreht im Booktuber-Bereich und ich habe sie regelmäßig verfolgt. Als sie dann erzählt hatte, dass sie anfängt ein Buch zu schreiben, war ich ein wenig skeptisch, denn damals hatten viele meiner abonnierten Kanäle mit dem Schreiben angefangen und das oft eher schlecht als recht.

Dementsprechend war ich ein wenig skeptisch dieser Geschichte gegenüber - und OH wie sollte ich mich täuschen, denn "Arya und Finn" hat mir sehr viele spannende und lustige Lesestunden geschenkt.


Um was geht es?:

Arya hat vor kurzem ihren Onkel beerdigt und macht sich nun bereit, als Leibwächterin für Elena; ihre beste Freundin seit Kindestagen; am Königshof zu arbeiten. Finn hingegen ist ein Streuner, er reist von Ort zu Ort mit seinen zwei Wegbegleitern und schmuggelt hauptsächlich Ware im Königreich umher.

Nun allerdings soll er sich Elena und Arya annehmen, die beiden zu einem weit entfernten Dorf begleiten. Doch was so harmlos beginnt, entwickelt sich langsam zu einer schleichenden Bedrohung für die ganze Reisegruppe.



Gleich zu Anfang war ich von den Charakteren sehr angetan. Nicht nur Arya und Finn haben sich in mein Leserherz geschlichen, nein alle Haupt- UND Nebencharaktere hatten ihre eigene kleine Persönlichkeit, zu jedem dieser Personen habe ich eine Bindung aufgebaut und das machen nicht viele Autoren.

Oft fallen Charaktere, gerade Nebencharaktere, blass und grau aus - sie werden zwar erwähnt und begleiten den Leser die ganze Handlung lang, aber sie bleiben nicht im Gedächtnis. Ganz anders in diesem Fall: Ich habe mich unsterblich in den kleinen Ilias verliebt, habe Beros Kochkünste zu schätzen gelernt und hoffe, ihnen im zweiten Teil wieder zu begegnen!

Der Handlung dürfen wir durch drei verschiedene Sichtweisen folgen. Hauptsächlich wechseln sich Arya und Finn ab, was einen interessanten Blickwinkel auf die Geschehnisse geworfen hat und dem Leser beide Figuren nahe gebracht hat. Und dann ist da ab und zu noch ein dritter, unbekannter "ER", dessen dunkle Machenschaften nach und nach offensichtlicher werden.

Was mir sehr SEHR gut gefallen hatte, war der unvergleichliche Humor von Lisa Rosenbecker, welcher zu vielen humorvollen Szenen zwischen Arya und Finn beigetragen hat. Wenn ich mir vor Spannung nicht gerade die Seiten um die Ohren geschlagen habe, habe ich vor mich hingeschmunzelt oder leise gelacht - denn die leichte Unbeholfenheit der beiden war einfach zu süß.

Kleiner Kritikpunkt: Häufig war mir diese "Süßheit" allerdings zu viel, sie hat nicht so ganz zu der Arya gepasst, die ich mir in meinem Kopf erstellt hatte - erst das toughe, unnahbare Mädchen und später dann die junge, gereifte Frau? Ging mir einfach ein wenig zu schnell, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Ich habe es genossen durch diese Welt zu reisen, denn was die Autorin definitiv kann, sind Orte im Kopf des Lesers entstehen zu lassen. Ich bin Seite an Seite mit Arya durch das Königreich gereist und habe wunderschöne Plätze entdecken dürfen wie z.B. den magischen Wald oder die große Bibliothek. Insgesamt gibt es in Maljonar noch einiges zu entdecken und ich hoffe, dass ich noch öfter die Gelegenheit bekommen werde, dorthin reisen zu können.

Mein Fazit:

Ein wunderbares Debüt, welches durch seine Atmosphäre, die megasympathischen Charaktere und einen unvergleichlichen Humor besticht. UND es kommt völlig ohne große Kriege und Blutvergießen zurecht! Gebt "Arya und Finn" eine Chance - ihr werdet es nicht bereuen! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Sonntag, 20. März 2016

[Lese-Einblick #11] Arya und Finn

Der Drachenmond Verlag hatte schon lange meine Aufmerksamkeit, bringt er wunderschöne Cover und interessant-klingende Geschichten heraus und ist damit in mein Leserherz vorgedrungen.

Jetzt habe ich mich ( nachdem ich es auf Arbeit für die Fantasy-Abteilung bestellt hatte ) durchgerungen und mir "Ayra und Finn" geschnappt, gestern Abend damit angefangen und habe es bis auf Seite 182 geschafft.

Was soll ich sagen? Ich hätte hinter den Buchdeckeln nie eine solch lustige, flüssig zu lesende und spannende Fantasygeschichte erwartet - der Roman wird aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt, die mich nur so durch die Geschichte fliegen lassen.

Arya und Finn haben sich beide schon in mein Herz geschlichen, genauso wie der Schreibstil der Autorin Lisa Rosenbecker, der mich schon an einigen Stellen sehr zum Schmunzeln gebracht hat.


Viele Leser suchen ja gerade im Fantasygenre nach etwas neuem, noch nie dagewesenen - das werden sie auch nicht bei Ayra und Finn erleben, ABER diese Geschichte ist für mich wie ein alter Freund, vertraut und doch komplett neu - gebt ihm eine Chance, denn bisher kann ich nur sagen: Es ist grandios!

Mittwoch, 9. März 2016

[Rezension] Im Reich der Verborgenen ( Die Auserwählte ) - Mehliqa Yigit

Im Reich der Verborgenen - Die Auserwählte

Mehliqa Yigit

378 Seiten

Selfpublishing

3,99 € als Ebook

Shahiqa, eine junge Frau, erwacht eines Tages in einer Wüste. Verzweifelt und ohne jegliche Erinnerung, versucht sie die nächst gelegene Stadt ausfindig zu machen. Fast am Ende ihrer Kräfte, stößt sie auf ein blaues Licht, das sich als Taube entpuppt. Kurz darauf fällt sie in einen tiefen Schlaf. 
Bewusstlos liegt sie am Ufer eines Flusses und wird von einem Mann namens Shaheen gefunden, der sie zusammen mit Mari gesund pflegt.

 Als Shahiqa aufwacht, bemerkt sie sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Die Menschen sind viel kleiner, tragen seltsame Gewänder und haben spitze Ohren. Sie befindet sich in der Ebene der Dschinn, einem bisher verborgenen Reich. Voller Verzweiflung versucht Shahiqa wieder zurück in ihre Welt zu gelangen, doch das zeigt sich als nicht so einfach..

Meine Meinung:

Im Zuge einer Blogtour durfte ich Mehliqas Erstlingswerk "Im Reich der Verborgenen" lesen und mich somit in die Welt der Dschinns begeben. Da oben bereits der Inhalt des Buches sehr gut wiedergegeben wird, verzichte ich in dieser Rezension auf mein obligatorisches "Um was geht es" und gehe direkt zu meiner Lesermeinung über.

Ich muss sagen, anfangs hatte ich gewaltige Schwierigkeiten in einen Lesefluss zu kommen. Das lag auf der einen Seite an dem sehr ausschweifenden, mystischen und blumigen Schreibstil der Autorin, der die Geschichte eher zu einem Märchen werden lässt. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss, aber damit hatte ich so gar nicht gerechnet und dementsprechend lange hat es gedauert, bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. 

Auf der anderen Seite ( und das ist eine Marotte von mir ! ) waren die Namen der Protagonisten so anders und exotisch, dass ich beim Lesen immer wieder darüber gestolpert bin und mich so selbst aus dem Lesefluss gerissen habe - aber das nur eine kleine Schwierigkeit am Rande.

Insgesamt konnte mich die Erzählung rund um Shahiqa und ihre Reise in die Welt der Dschinns fesseln und begeistern - auch wenn Shahiqa mich ab und zu an den Rand des Wahnsinns getrieben hat. Auf der einen Seite ist sie ( aufgrund ihres Gedächtnisverlustes ) eine zurückhaltende, etwas verzweifelte Person, welche sich mit den Gegebenheiten ihrer neuen Umgebung erst vertraut machen muss. Gleichzeitig ist Shahiqa aber auch jemand, der sehr schnell seinen eigenen Willen durchsetzen möchte und recht ausfallend werden kann, wenn dies nicht sofort geschieht.

Diese "gespaltene" Persönlichkeit hat mich oft innehalten lassen, dann wurde tief durchgeatmet oder alternativ das Buch geschüttelt und geschrien "Stell dich nicht so an!" und dann war es auch wieder gut. Die anderen Charaktere mochte ich sehr und sie hatten sich auch sehr schnell in mein Herz geschlichen. 

Die Welt, die Mehliqa da entstehen hat lassen und deren Bewohner haben mich wohl im gesamten Verlauf am meisten fasziniert. Da ich bisher nicht so viele Dschinn-Romane gelesen hatte, war ich gefesselt von ihren Beschreibungen und der Idee dahinter - aber zu viel will ich an dieser Stelle gar nicht verraten!

Mein Fazit:

Mehliqa hat mit "Im Reich der Verborgenen" eine exotische und orientalische Welt erschaffen, die es so eher selten im Fantasybereich gibt - solltet ihr also zu dieser Geschichte greifen, macht euch auf etwas komplett neues gefasst. Ein netter Auftakt zu einer neuen Reihe, deren zweiter Teil am 30.März erscheinen wird. Ich vergebe

3 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Sonntag, 6. März 2016

[Rezension] Der Hut des Präsidenten - Antoine Laurain

Der Hut des Präsidenten

Antoine Laurain

240 Seiten

Atlantik Verlag

20,00 €

Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache? 

Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf - und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen - und was man dafür drauf haben muss.

Meine Meinung:

Wie hatte ich mich auf dieses Buch gefreut! Meine Kolleginnen hatten schon den ersten Roman von Antoine Laurain "Liebe mit zwei Unbekannten" geliebt, haben ständig davon geschwärmt und mich mit ihrer Begeisterung neugierig gemacht. 

Als jetzt seine zweite Geschichte bei uns in der Buchhandlung eintraf wusste ich "DAS muss ich lesen!" und nun habe ich es an einem verregneten Sonntagnachmittag inhaliert - und bin ein wenig enttäuscht. Warum? Gleich mehr dazu in der Rezension!

Um was geht es? Als der Präsident seinen schwarzen Filzhut in einer Brasserie vergisst, nutzt Daniel Mercier die Gunst der Stunde, schnappt sich diesen Hut und verändert damit sein komplettes Leben. Doch nicht nur sein Leben wird auf den Kopf gestellt, nein, denn der Hut wandert von Kopf zu Kopf und rüttelt einige Lebenswege durcheinander. 

Aber was hat es mit der Kraft dieses Hutes auf sich? Hat er wirklich eine magische Wirkung auf seinen Träger oder ist alles nur Zufall? 

Gleich zu Anfang war ich in der Geschichte gefangen, denn Antoine Laurains Schreibstil packte mich mit seiner Schlichtheit und Wortgewandheit und riss mich mit in seinen Roman rund um den Präsidenten Francois Mitterrand und seinen ominösen schwarzen Filzhut. 

Die Charaktere, welche Laurain zeichnet und lebendig werden lässt, sind mir besonders positiv aufgefallen, denn sie haben eines gemeinsam: Sie sind ganz normal. "WIE "ganz normal"?!" fragt ihr euch garantiert. Nun ja, oft ringe ich beim Lesen gewisser Geschichten mit mir selbst - werden dem Leser oft die perfekten, gut aussehenden und erfolgreichen Menschen unter die Nase gerieben. 

Doch bei "Der Hut des Präsidenten  hatte ich zum ersten Mal seit langem wieder das Gefühl, mich in jeden einzelnen Charakter einfühlen zu können, jeden zu verstehen und ihre Probleme zu teilen. Sie waren für mich realer als manch andere Protagonisten!

Wie bereits erzählt, dreht sich die Geschichte rund um einen schwarzen Filzhut, der seinem Träger ein gewisses Selbstbewusstsein verleiht, somit einige Leben verändert und das in großem Stile. Viele werden sagen, dass ihnen das zu kitschig oder gestellt wirkt, aber mich konnte es überzeugen und hat mich wie eine warme Decke eingelullt. Wollen wir nicht alle unser eigenes, kleines, persönliches Wunder erleben? 

Alles in allem könnte man sagen, Antoine Laurain hat seine Sache sehr gut gemacht und mich mit seinem Roman begeistern können - das möchte ich gar nicht in Frage stellen, aber beim Lesen kam doch irgendwann die große Ernüchterung: Mir fehlte das gewisse Etwas! 

Die Prise Salz, die mein Herz vor Begeisterung erzittern lässt, die mich sprachlos und atemlos zurücklässt und mich völlig von den Socken haut. Das hat mir gefehlt und ich könnte auch nicht sagen, woran es lag, aber so richtig überzeugen konnte mich die Geschichte schlussendlich doch nicht.

Mein Fazit:

Eine nette Erzählung für zwischendurch - und wir wissen alle, was ich hier mit "nett" meine. Es ist garantiert ein Roman, der viele begeistere Leser haben wird und vor allem durch seine Sprachgewalt Anklang findet, aber mir war er zu fad und eintönig, ein wenig mehr Farbe hätte ihn für mich bunter gemacht.

Aber macht euch selbst ein Bild von dieser kleinen, aber feinen und eindrucksvollen Geschichte, erlebt selbst den Werdegang des schwarzen Filzhutes und stellt euch selbst zum Schluss die Frage: "Wie viel Magie steckt wirklich in ihm?" Ich vergebe

3 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Sonntag, 28. Februar 2016

[Rezension] Smart oder die Welt mit anderen Augen - Kim Slater

Smart oder Die Welt mit anderen Augen

Kim Slater

240 Seiten

Dtv Verlag

14,95 €

Kieran Woods sieht die Welt mit anderen Augen. Manches versteht er nicht, zum Beispiel warum sich die Polizei nicht um einen vermeintlichen Mord an dem Obdachlosen Colin Kirk kümmert, warum seine heißgeliebte Grandma nicht mehr zu ihm nach Hause kommt oder warum seine Mutter bei seinem Stiefvater Tony bleibt, auch wenn der sie immer wieder schlägt … 
Und doch versteht er so viel mehr: nämlich dass Colin leben wollte, auch wenn er "nur" ein Obdachloser war. Und dass man etwas dafür tun muss, seine Grandma wiederzusehen, auch wenn es dafür sehr ungewöhnlicher Wege bedarf. Und für die Sache mit Tony wird ihm sicher auch noch etwas einfallen.

Meine Meinung:

Kieran Woods ist ein ganz besonderer kleiner Junge - warum? Nun, zum Großteil müsst ihr das selbst herausfinden, aber eins weiß ich: Er sieht die Welt mit anderen Augen, hinterfragt die einfachsten Dinge und zeigt uns Erwachsenen, das es nicht immer nur Schwarz und Weiß geben muss, sondern dass es auch die verschiedensten Schattierungen dazwischen geben kann.

Um was geht es? 

Kieran macht eines Tages eine schreckliche Entdeckung: Er findet am Flussufer die Leiche eines Obdachlosen namens Colin - und damit versetzt er seiner eigenen, kleinen Welt einen gewaltigen Schubs. Denn die Polizei geht von einem selbstverschuldeten Tod aus, was Kieran nicht glauben möchte und so fängt er selbst an zu ermitteln - schließlich hat er genug CSI Staffeln gesehen und weiß was zu tun ist. 

Und wo ist seine geliebte Grandma, die ihn seit Wochen nicht mehr besucht hat? All diesen Dingen will Kieran auf den Grund gehen - doch ob er es schafft und schlussendlich ein kleiner Held wird ... dies alles müsst ihr selbst erkunden!


"Wieso verstecken die ihn?" , fragte ich. "Ich habe ihn doch schon gesehen." 
"Und reingestochert", antwortete die Polizistin im Weggehen. "Rühr in Zukunft nie wieder eine Leiche an."


Ich wollte meine Rezension eigentlich damit beginnen, euch ein wenig von Kieran zu erzählen. Wer er ist, was ihn ausmacht und für mich besonders macht - und jetzt sitze ich seit 20 Minuten vor meinem Computer und die Worte fühlen sich alle nicht richtig an.

WIE kann ich euch diesen besonderen kleinen Jungen nur näher bringen? Fangen wir bei den Fakten an: 

  • Kieran ist um die 10-12 Jahre alt, sein exaktes Alter wird nie erwähnt in der Geschichte
  • Wenn er sich aufregt, hört er in seinem Kopf ein lautes Meeresrauschen, was ihn meist wahnsinnig grantig macht
  • In der Schule ist Miss Crane für ihn da, doch komischerweise ist er der einzige in der Klasse, der eine eigene Lehrerin für sich selbst hat
  • Andere Kinder nehmen in nicht ernst, nennen in "Downy" und ärgern ihn unablässig - seine wahren Freunde sind seine Mum, seine Grandma und Jean die Obdachlose
  • Kieran kann Menschen perfekt zeichnen - nur glauben ihm die meisten Erwachsenen nicht, dass ER diese Zeichnungen angefertig hat

DAS ist Kieran. Und doch macht ihn noch so viel mehr aus - wie z.B. seine unbändige Neugierde, sein größter Wunsch, später mal bei Sky News als Reporter zu arbeiten und seinen echten Dad kennen zu lernen. 

Wir erleben die komplette Geschichte aus seiner Sicht. Kim Slater hat einen schnörkellosen, einfachen Schreibstil, der den Leser leicht in die Handlung eintauchen lässt und doch so viel geballte Erzählkraft besitzt, dass es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. 

Du kannst in allem, was du willst, gut sein, im Aussprechen von Wörtern oder in sonst irgendwas, das als schwierig gilt. Du musst nur den richtigen Weg finden. Es ist wie bei einem Rätsel. Aber es funktioniert.

Dadurch erleben wir Kierans Gedankengänge in einer Art und Weise, die mir ab und zu einen Gänsehautschauer über den Körper gejagt hat, denn er denkt eben anders als andere und genau das macht ihn so einzigartig.

Aber auch Kieran ist kein perfekter Junge und so passiert es ihm schon ab und zu, dass er mit seiner direkten und eindringlichen Art und Weise den Leuten entweder ein wenig Angst macht oder sie einfach sprachlos zurücklässt. Denn wie jeder andere kleine Junge hält sich auch Kieran nicht jedes Mal an die Regeln, was der Handlung an gewissen Stellen eine gewisse Tragik-Komik verleiht.


"Die Gebäude waren schon hier, als Sie noch gar nicht lebten, und sie werden immer noch dastehen, wenn Sie schon längst unter der Erde sind", sagte ich. 

Der Mann öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Alte Leute glauben, sie können dir sagen, was sie wollen. Aber wenn du dich wehrst, bist du immer der Böse. 

Manchmal nerven die Regeln.

Was soll ich noch sagen zu dieser grandiosen Geschichte ohne zu viel zu verraten? Vielleicht, dass sie so viel mehr Überraschungen bereithält, als wie man vermuten möchte. Oder dass der Leser sehr viel mehr über Einstein und Lowry, den berühmten Maler, weiß als zuvor. Es ist keinesfalls eine reine Kriminalgeschichte, es dreht sich zwar viel um den toten Colin und Kierans Ermittlungen dazu, aber wer zwischen die Zeilen blickt, wird dort einiges mehr vorfinden.

Auch wenn die Handlung an manchen Stellen sehr lustig war, behandelt sich doch auch einige ernste Themen. Wer also eine lustig-komische Geschichte erwartet, wird bei manchen Szenen sehr zum Schlucken haben. Und trotzdem schafft es Kim Slater, dass diese Stimmung nicht überwiegt. Es ist ein facettenreicher, sprachgewaltiger Roman, der nicht nur für Jugendliche zu empfehlen ist, nein auch Erwachsene werden hier auf ihre Kosten kommen.


Es gibt viele Dinge, die Wissenschaftler nicht verstehen und nicht messen können. Zum Beispiel, wie sehr Menschen jemanden lieben oder woher Liebe kommt. Oder wohin sie verschwindet, wenn Menschen aufhören, sich zu lieben.

Mein Fazit:

Traut euch an diesen Roman heran. Lernt Kieran kennen und erlebt mit ihm eine tragisch-komische-herzerweichende Geschichte, die uns zeigt, dass niemand aufgrund seiner Andersartigkeit ausgeschlossen oder unterschätzt werden sollte. Seht durch seine Augen und ihr seht die Welt ein klein wenig anders. 

Ich vergebe 5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte und spreche eine dringende Leseempfehlung aus!

Samstag, 27. Februar 2016

[Das leseinfizierte Quartett #2.1] Die Idee dahinter

Und gleich ein zweites Mal ein Herzliches HALLO ihr da vor dem Bildschirm!

Wisst ihr, was ich ganz besonders an der Twitter- und Buchbloggerwelt liebe? Die ganzen kreativen Köpfe hinter den Bildschirmen. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich oft ein wenig neidisch bin auf die tollen und grandiosen Ideen und Aktionen bin, die dort zu finden sind 

- und deswegen mache ich SO unfassbar gerne aufmerksam darauf, denn diese Ideen sind es mehr als nur wert beachtet und gehört zu werden. So auch DAS LESEINFIZIERTE QUARTETT.

Auf einmal war es da, kam direkt aus dem kreativen Kopf von Influenza Bookosa gesprudelt und hat mich vor Begeisterung weggeschwemmt, denn was gibt es schöneres, als mit Gleichgesinnten über besondere Geschichten zu twittern? 


Und damit ihr auch den Mann hinter dieser Idee ein wenig kennen lernt, habe ich hier für euch ein klitzekleines Interview mit Michael:

* Wie kommst du zu den Ideen deiner Projekte?

Die Ideen kommen zu mir. Ist sitze den ganzen Tag faul in meinem Ohrensessel und warte, dass es an der Tür klingelt. Okay, manchmal helfe ich mit Naturerlebnissen, Literatur, Musik und Sport etwas nach, aber im Wesentlichen trifft das gezeichnete Bild schon zu.

* Was ist deine Motivation dabei bzw. was willst du mit ihnen erreichen?

Ich liebe es, mich kreativ auszutoben. Ob als Autor, Blogger, Book Marley oder Privatperson. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres als nachts, wenn alles schläft, Ideen auf einen Stock zu spießen, über mein imaginäres Lagerfeuer zu halten und langsam zu garen. Was am Ende dabei rauskommt und wie "erfolgreich" die Ideen im klassischen Sinne sind, ist zweitrangig.

Was nicht heißt, dass ich mich nicht sehr freue, wenn eine Idee ankommt. Zuspruch tut immer gut. Aber ich habe keine Erwartungen an meine Ideen und das lässt sie vielleicht auch so gerne bei mir vorbeischauen. Meine Ziele (insbesondere als Book Marley) sind demnach ganz egoistisch: ich möchte MICH glücklich machen. So, jetzt ist es raus.

* Welchen Stellenwert hat die Literatur in deinem Leben?

In Worten lässt sich das schwer bemessen. Ich denke jedoch, mein Book Marley Motto und die Schreibweise von "Book" auf meiner Book Marley Webseite geben einen kleinen Fingerzeig.


DANKE für diesen fast schon poetischen Einblick in deinen Kreativ-Kopf! Und jetzt seid IHR an der Reihe: Macht dieses besondere Projekt unsterblich - teilt es, herzt es, macht mit und das wichtigste: 

>> SEID #LESEINFIZIERT! <<

Freitag, 26. Februar 2016

[Das leseinfizierte Quartett #2] All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven

Hallihallo an euch alle dort draußen,

schubidubidu es ist Wochenende UND DAS bedeutet ... eine neue Runde mit dem leseinfizierten Quartett - daran kann ich mich definitiv gewöhnen!

Und auch dieses Mal hat sich das Quartett einem Roman angenommen, dessen Geschichte wohl jeder lesen sollte, denn hier garantiere ich für eine Achterbahn der Gefühle, für ein lachendes und ein weinendes Auge UND nicht zu vergessen: unvergessliche Charaktere. Ich rede von:


Aber was rede ich von MIR? Lassen wir doch die hochkarätige Jury ein wenig über IHR Leseerlebnis mit Finch erzählen:

Lotta von lottasbuecher.de schreibt sich ihre Begeisterung von der Seele:
Eine Geschichte, die leise & romantisch beginnt & sich mit viel Lärm & den ganz großen Emotionen einfach in mein Herz gefressen hat. 

Jess von primaballerina.de ist dieser Meinung:
"All die verdammt perfekten Tage” nimmt seine Leser mit auf eine sehr emotionale Achterbahnfahrt und entfaltet erst nach vollendeter Lektüre seine eigentliche Wirkung.

Denise von tapsisbuchblog.de war schwer beeindruckt:
Was macht dein Leben lebenswert? Voller Gefühl, ohne Schonung und mit Humor macht sich Jennifer Niven Gedanken. 

UND der Gründer vom leseinfizierten Quartett Michael von Influenza Bookosa will Finch nie mehr missen:
All die verdammt perfekten Lesestunden, die mir dieses bezaubernde Buch schenkte, möchte ich nicht missen. Ein Buch, das nachwirkt.

Kann das Leseinfizierte Quartett sich irren bei dieser Einschätzung?
ICH SAGE NEIN UND NIEMALS!

Denn Finch nimmt uns mit auf eine Reise und zeigt uns seine Sicht aufs Leben, die bittersüßer nicht sein könnte. Und während dem Lesen schleicht sich eine sanfte Gänsehaut ein, die nach und nach den ganzen Körper befällt - denn der Konsum von Finch und seinen Ansichten bleibt nicht ohne Auswirkung.

Und trotzdem ist "All die verdammt perfekten Tage" ein lebensbejahendes Buch, denn Finch zeigt uns auf seine Art und Weise, warum das Leben lebenswert ist und warum manche Menschen es so schwer haben, dies zu erkennen.

UND jetzt seid IHR an der Reihe: Schreibt mit bei Twitter unter #leseinfiziert oder lasst euch infizieren, denn nichts ist schöner als bedingungslose Buchliebe, oder was meint ihr? 


Samstag, 20. Februar 2016

[Das Leseinfizierte Quartett #1] Teo von Lorenza Gentile

Herzlich Willkommen an alle Buchliebhaber und solche, die es werden wollen!

Dieses Wochenende ist eine Premiere für ein neues Projekt von Influenza-Bookosa - und dieses heißt: Das Leseinfizierte Quartett. Doch wer oder was IST das Leseinfiziere Quartett?

Das Leseinfizierte Quartett besteht aus Buchliebhabern, aus Büchersüchtigen und ganz wichtig ... TEO-Liebhabern! Zumindest dieses Wochenende. Ein klein wenig mehr Erklärung bzw. die Vorstellung der teilnehmenden Fachjury gibt dieses Video preis:


Und nun widmen wir uns eben mal kurz dem besprochenen Buch "Teo" von Lorenza Gentile. Was macht diese Geschichte so besonders? Hier ein paar Meinungen unserer Experten!

Sarah von sarahsuperwoman.de schrieb dazu folgendes: 
"Jedes Wort und jeder einzelne Gedanke des kleinen Teos waren einfach so herzzereißend, sodass mich das Ende tierisch zum Heulen brachte, auch wenn ich nicht weinen wollte."

Janine von janine2610.blogspot.de war dieser Meinung:
"Ob und wie Teo seinen Napoleon gefunden hat, und ob er sich dafür ins Jenseits befördern musste oder nicht, waren Fragen, die die Autorin mit Teos Geschichte sehr tröstlich beantwortet hat. - Ich kann euch dieses schöne Stückchen Literatur nur wärmstens empfehlen!"

UND Michael von Influenza Bookosa sage klipp und klar:
"Die Welt durch die Augen eines Achtjährigen – einfach, berührend, manchmal philosophisch. Wer Teo mag, wird das Buch lieben. Ich mochte ihn sehr."

Kann das Leseinfizierte Quartett sich irren bei ihrer Einschätzung?
ICH SAGE NEIN!

Denn Teo ist ein ganz ganz ganz besonderer kleiner Junge, der uns allen die Welt aus seiner Sicht zeigt - ab und zu etwas kindlich und unbedarft, aber immer mit offenem Herzen und einem eisernen Willen. Es lohnt sich diesem unscheinbaren Büchlein eine Chance zu geben! 

UND jetzt seid IHR an der Reihe: Schreibt mit bei Twitter unter #leseinfiziert oder lasst euch infizieren, denn nichts ist schöner als bedingungslose Buchliebe, oder was meint ihr?