*Werbung / Rezensionsexemplar*
Das Leben, das wir begraben von Allen Eskens
Umfang: 416 Seiten | Genre: Thriller
Verlag: Festa Verlag | Preis: 19,99 €
Der Student Joe Talbert muss fürs College mit einem völlig Fremden ein Interview führen. Dafür sucht er in einem Pflegeheim nach der passenden Person und trifft auf den krebskranken, im Sterben liegenden Carl Iverson.
Doch Iverson ist kein harmloser alter Mann. Er ist ein verurteilter Mörder. Vor 30 Jahren soll er ein Mädchen missbraucht, umgebracht und in seinem Schuppen verbrannt haben. Nach einigen Gesprächen erkennt Joe, dass etwas an dem grausamen Mordfall nicht stimmt. Es gibt zu viele Widersprüche. Joe überkommt eine regelrechte Besessenheit, die Wahrheit herauszufinden … Doch das könnte seinen eigenen Tod bedeuten!
Meine Meinung:
Ich lese bereits seit Jahren Bücher aus dem Festa Verlag - waren es vor zwei Jahren noch die Extrem-Bände, die mich in ihren Bann zogen, sind es mittlerweile weniger die blutigen Geschichten, die mich faszinieren, sondern die Romane mit dem gewissen Etwas an Grusel, Unheimlichkeit und Grausamkeit.
Dementsprechend war ich unglaublich neugierig auf "Das Leben, das wir begraben", denn das hörte sich im ersten Moment für mich so gar nicht nach Festa an ... und wer das übliche Verlagsprogramm kennt, wird wissen von was ich spreche.
Leider lag es erst eine Weile auf meinem SUB, bis ich dazu griff. Ein großer Fehler wie sich rasch herausfinden sollte, denn kaum hatte ich einige Seiten gelesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Geschichte sog mich regelrecht in sich ein und ließ mich nicht mehr los. Seite um Seite zog an mir vorbei, während ich überlegte, wem ich in diesem Buch trauen kann und wem nicht, wer die Wahrheit erzählt oder wer sich als gekonnter Lügenbaron entpuppt.
"Sie wissen gar nichts über mich", sagte ich. "Sie wissen nicht, wo ich herkomme oder womit ich mich herumschlagen muss. Sie haben keine Ahnung, welche Scheiße ich durchmassen musste, bevor ich hierher gekommen bin. Ob Sie mir ihre Geschichte erzählen, ist Ihre Sache. Das liegt ganz bei Ihnen. Aber wagen Sie es nicht, ein Urteil über mich zu fällen."
Iverson warf einen Blick auf meine weiß hervortretenden Fingerknöchel, dann sah er mir in die Augen. [...] "Das ist gut", sagte er. "Was ist gut?" "Dass du verstehst, wie falsch es ist, jemanden zu verurteilen, bevor man seine Geschichte kennt."
Ein kurzer Abriss, um was es eigentlich geht: Joe Talbert, ein junger Student, soll für ein Projekt einen alten Menschen interviewen und dessen Lebensgeschichte aufschreiben. Da er keine lebenden Verwandten mehr hat, entschließt er sich in einem Pflegeheim nachzufragen. Dort trifft er auf Carl Iverson, 60 Jahre alt, schwer krebskrank und ein verurteilter Mörder und beschließt aus Zeitnot, ihn für sein Projekt zu interviewen.













