Samstag, 12. Juli 2014

[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal

Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan

398 Seiten

FJB-Verlag

16,99€

Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?

Meine Meinung:

Am Anfang bin ich mit einer festen Vorstellung in das Buch hineingegangen, ich konnte mir gut vorstellen was passiert und worauf die Geschichte hinaus will. Diese Sicherheit wurde mir ziemlich schnell auch wieder genommen und hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. 

Worum geht es? A wacht jeden Tag in einem anderen Körper auf, muss sich diesen einen Tag in dem Leben zurechtfinden, am besten natürlich keinen Unsinn veranstalten und sich auf KEINEN Fall verlieben. Ob Junge oder Mädchen, Drogenabhängiger oder Alkoholsüchtiger, Sportass oder Übergewichtiger, A wird in jeden beliebigen Körper seines Alters hineingesogen und kann rein gar nichts dagegen tun. Bis er Rhiannon kennen lernt und sie einfach nicht mehr vergessen kann.

Anfänglich war es für mich als Leser ziemlich interessant mit A in jeden Körper neu hineinzuschlüpfen, die Tücken des Alltags zu bewältigen und seine Sicht der Dinge zu erfahren. Doch ab einem gewissen Punkt ( so ab Seite 80 ) habe ich auf den Knall, eine Wendung gewartet, denn ab da war die Geschichte ein wenig zäh. Aber liest weiter, denn was dann passiert ist unbeschreiblich! 

Die Geschichte dreht sich um 180 Grad und der Leser wird in einen Strudel aus Ereignissen gezogen dem er nicht mehr entrinnen kann. David Levithan schafft mit "Letztendlich sind wir dem Universum egal" eine sehr nachdenkliche Stimmung, aber gleichzeitig auch wird die Frage aufgeworfen wie es mit A weitergeht und ob er es jemals schafft in einem Körper zu bleiben. Ich dachte mir oft während des Buches was ich wohl gemacht hätte, wie ich gehandelt hätte und ob ich solch ein Leben bewältigen könnte. Man leidet mit A und Rihannon mit, fiebert dem Ende entgegen und denkt auch ein wenig über sich selbst nach. 

Lasst euch einfach in diese Geschichte rund um A hineinfallen, denkt nicht ihr wüsstet was euch erwartet und erwartet gleichzeitig das Unerwartete!

Mein Fazit:

Eine anfänglich etwas unscheinbare Geschichte mausert sich zu einem temporeichen Ereignisstrudel. Die Charaktere sind fabelhaft gezeichnet und bringen den Leser ständig zum Nachdenken; was wäre wenn. Lest das Buch, gebt ihm seine Chance und ihr werdet nicht enttäuscht werden!
Ich vergebe

4 1/2 von ( 5 möglichen ) Buchpunkten


Zitat Seite 219: Das macht die Liebe mit einem: Sie weckt den Wunsch, die Welt umzuschreiben. Die Figuren auszuwählen, die Kulisse zu bauen, die Handlung zu lenken. Die Person, die du liebst, sitzt dir gegenüber und du willst alles tun, was in deiner Macht steht, m es möglich zu machen, auf ewig möglich. Und wenn es nur ihr zwei seid, allein in einem Raum, kannst du tun, als wäre es so, als würde es immer so sein.

1 Kommentar:

  1. Hallöchen Antonie,
    Ich muss sagen, ich fand das Buch auch sehr toll und kann es auch nur jedem empfehlen es zu lesen. Es ärgert mich ein bisschen, dass ich gehört habe, dass es dazu wohl einen zweiten Teil geben soll.. :(

    Liebst, Lotta

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