Freitag, 3. April 2015

[Rezension] Ich vermisse dich

Ich vermisse dich

Harlan Coben

512 Seiten

Page & Turner Verlag

14,99 €

Kat Donovan, Detective bei der New Yorker Kriminalpolizei, ist überzeugter Single, seit sich einst ihre große Liebe einfach aus dem Staub machte. Jetzt, 18 Jahre später, starrt sie fassungslos in die Augen desselben Mannes – auf dem Profilbild einer Dating-Website. 

Noch während sie überlegt, ob sie ihn kontaktieren soll, wird der Mann auf dem Foto zum Verdächtigen in einem Mordfall – und Kats Ermittlungen führen tief in ihre eigene schmerzhafte Vergangenheit. Währenddessen belauert ein Mörder aus der Ferne jeden einzelnen von Kats Schritten. 

Meine Meinung:

Das war mein erster Coben und garantiert nicht mein letzter. Harlan Coben schafft es geschickt seine Leser in die Geschichte hineinzuführen und einen Spannungsbogen nach dem anderen in den Roman einzuweben. Anfangs hatte ich das Gefühl es müsste ein Vorgängerroman mit der selben Ermittlerin geben, zumindest kam es mir so vor, als wäre Kat eine bekannte Person, welche in einem seiner älteren Romane bereits einmal vorkam und eingeführt wurde ... kann mir jemand da weiterhelfen?

Worum gehts? Kate Donovan hat vor Jahren ihren Vater verloren, der Mörder kam hinter Gitter und liegt jetzt im Sterben. Sie besucht ihn ein letztes Mal und dort gibt Monte Leburne zu den Mord an ihrem Vater nur gestanden zu haben da er eh wegen zwei anderen Auftragsmorden ins Gefängnis musste, doch es nicht gewesen zu sein. Kate kann es nicht fassen und macht sich auf die gefährliche Suche nach dem tatsächlichen Mörder ...

Fast gleichzeitig trifft sie auf einer Datingseite ( auf welcher ihre Freundin Stacy für sie ein Profil eingerichtet hat ) auf ihren Exfreund Jeff, welcher vor 18 Jahren ihre Verlobung gelöst hat und spurlos verschwand. Sie schreibt ihn an, doch er erkennt Kate anfangs nicht und nach und nach fängt sie sich an zu fragen ob dies der richtige Jeff, IHR Jeff, ist. 

Eines Tages kommt Brandon Phelps in ihr Büro und bittet um Hilfe bei der Suche nach seiner verschwundenen Mutter. Kate verspricht ihm zu helfen und weiß nicht was für eine Lawine sie damit los tritt.

Es sind unglaublich viele Handlungsstränge in diesem Thriller zu finden. Die verschiedenen Perspektiven machen es aber auch abwechslungsreich, spannend und nie langweilig. Wir erleben die Geschichte aus Kates Perspektive, aus der Perspektive der verschwundenen Personen und später auch Dana Phelps und aus der Sicht eines gewissen Titus der komische Dinge am Laufen hat, die sich nach und nach aufklären. 

Die gesamten 512 Seiten sind vollgepackt mit Spannung, Action und einer sympathischen Ermittlerin. In der Mitte des Buches gab es einmal so circa 50 Seiten die mich ein wenig langweilten, nicht dass nichts passiert wäre, aber die Geschichte war an einem Tiefpunkt angelangt wo so viele Vermutungen im Raum standen, dass ich einfach nicht mehr durchblickte und mir wünschte, es würde alles ein wenig schneller gehen. 

Kate Donovan ist eine sehr interessante, taffe Ermittlerin mit einer schrecklichen Vergangenheit, einem unheimlichen Gerichtigkeitssinn und ich hoffe ihr bald mal wieder in einer Geschichte zu begegnen. 

Mein Fazit:

Ein dichter Thriller gespickt mit spannenden Ermittlungen, einer düsteren Vergangenheit und vielen Verdächtigungen - wer noch keinen Coben gelesen hat, der hat etwas verpasst. Kein reiner Thriller sondern ein Meisterwerk mit einigen interessanten Handlungssträngen, die Stoff für zwei oder drei Bücher enthalten. Ich vergebe

4 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkten

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