Mittwoch, 21. November 2018

[Lese-Einblick #16] Rachesommer und Das rote Adressbuch

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein großer Fan von Andreas Gruber und seiner Marten S. Sneijder / Sabine Nemez Reihe. Ein wirklich erfrischendes, skurriles Ermittlerduo mit dem gewissen Etwas – und deswegen konnte ich es mir nicht nehmen, eine seiner älteren Reihen anzulesen.

„Rachesommer“  kam vor einiger Zeit in neuem Coverdesign daher und das auch ziemlich schick wie ich finde. Aus diesem Grund rückte diese Geschichte bzw. dieser Reihe wieder ein wenig mehr in mein Gedächtnis und so durfte es bei einem Büchereibesuch direkt mit.

Momentan bin ich gut über die Hälfte des Buches hinweg und ein wenig enttäuscht. Ich mag Andreas Gruber und seinen Schreibstil wahnsinnig gerne – ich war immer sofort im Geschehen mit dabei und konnte zwischen den zwei Perspektiven der Hauptpersonen Walter Pulaski und Evelyn Meyers leicht hin und her wechseln.

Doch was mir fehlt, ist die durchgehende Spannung der Handlung. Mal ist sie mit den Händen regelrecht zu fassen, ich kann das Buch kaum aus der Hand legen und plötzlich kippt die ganze Stimmung, während ich danach fast schon unaufmerksam durch die Seiten blättere.

Schade, denn wie oben erwähnt mag ich seine andere Reihe ungemein gerne und habe vielleicht auch deswegen eine zu große Erwartungshaltung. Eventuell liegt es auch daran, dass das eine seiner älteren Geschichten ist und ich mit dem „neueren“ Gruber eben kompatibler bin … ich kann es beim besten Willen nicht besser beschreiben und bin nun gespannt wie die Ermittlungen weiter voranschreiten, denn eines ist sicher: Aufgeben ist keine Option!

Fazit:

In meiner Rezension werde ich euch dann verraten können, ob sich meine leichte Enttäuschung ob des ungewohnt niedrigen Spannungslevels wandeln konnte oder ob diese Reihe einfach nicht interessant genug für mich ist.

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Das „rote Adressbuch“ hätte ich wohl nie in die Hand genommen, wenn mich nicht Juliane von „I Am Jane“ darauf aufmerksam gemacht hätte. Und WIE froh ich darüber bin, denn schon auf den ersten Seiten breitete sich eine Gänsehaut über meinen ganzen Körper aus. Warum?

Ich habe es während einer längeren Autofahrt angefangen als Hörbuch zu hören und wollte in einer Tour die CD stoppen, um mir all die wunderschönen, ergreifenden Stellen aufschreiben zu können, sie für immer für mich zu bewahren und in passenden Augenblicken wieder zu lesen.

Denn was Sofia Lindberg hier schafft ist großes Kino – ein einfühlsamer Schreibstil trifft hier auf eine herzerweichende Geschichte rund ums Leben, Gelebt haben und das Sterben.
Die Worte meiner Mutter wurden mein Leitfaden im Leben. Sie gaben mir die Kraft und die Stärke, die ich brauchte. Genug Kraft, um alle Schwierigkeiten zu überstehen, die noch kommen sollten. Denen wir alle in unserem Leben begegnen.
Der Leser begleitet Doris, eine ältere Dame, anhand ihres roten Adressbuches durch ihr Leben und das hat es eindeutig in sich, doch hier im kurzen Leseeindruck möchte ich gar nicht zu viel davon verraten, das könnt ihr gerne dem Klappentext selbst entnehmen.

Was mich während des Lesens sehr berührt, ist die Art und Weise wie Doris auf ihr Leben zurückblickt, dabei jedoch nicht negativ über all die doch oft schwierigen Phasen erzählt, sondern ihr Leben reflektiert und einen kleinen Fußstapfen im Leben ihrer Nichte mit ihren Aufzeichnungen hinterlassen möchte.

Die Autorin schafft mit ihrer Erzählweise kein tieftrauriges Gefühl, keine Schwere die einen bedrückt zurücklässt, sondern zupft nur ganz sachte an den Emotionen des Lesers und lässt viel Raum für eigene Gedanken, Gefühle.

Fazit:

Bisher ein wahrer Rohdiamant für mich, eine schöne Entdeckung zwischen den ganzen Neuerscheinungen und viel Potenzial für eine neue Lieblingsgeschichte!

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