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Freitag, 22. Januar 2016

[Themenwoche #1] Tag 5: Schreiben lernen?!


Hallihallo ihr Themenwochen-Verrückten!

Heute überlasse ich völlig Angela das Wort, denn sie hat für euch quasi das Wort zum Freitag, über eins der schönsten Themen, über die Schriftsteller schreiben können: 

Schreiben lernen?!

Wie ich bereits erwähnt habe, schreibe ich, seitdem ich 13 bin. Obwohl, schreiben … Ha!

Kurzgeschichten, umarbeiten von Szenen aus Filmen oder Büchern, weiterspinnen, Fanfiction (jetzt muss ich sie doch noch erwähnen) … Klar, das ist alles irgendwie schreiben, aber eben nicht das gewaltig große Schreiben, wie ich es mir immer gewünscht habe. Ich wollte „richtige“ Geschichten zum Leben erwecken, eigene.

2007 habe ich mit der (anfangs sehr sporadischen) Arbeit an meinem ersten Fantasy-Roman begonnen. Ich habe die Figuren bis zum Geht-nicht-mehr ausgearbeitet (mit Bildchen, Geburtsdatum, Charakter und so), habe gewusst, wie jeder von ihnen sich in einer bestimmten Situation verhalten würde. Aber den Plot habe ich dabei sträflich vernachlässigt, ihn als Hintergrundrauschen in meinem Kopf aufbewahrt.

Die Figuren würden mir schon vorgeben, was sie machen wollten, dachte ich. Wie verkehrt ich damit lag, merkte ich erst, als ich mich innerhalb von vier Jahren sechs Mal festschrieb. Und mir fehlte das Handwerkszeug, um aus dieser Sackgasse allein wieder herauszufinden.

Anfang 2014 entschied ich dann: Jetzt will ich das lernen! Ich meldete mich bei der Schule des Schreibens in Hamburg für ein Fernstudium im Bereich Kinder-/Jugendbuch an. Ganz kurz nur hatte ich zuvor überlegt, ob ich nicht doch „Kreatives Schreiben“ wählen sollte, aber vor allem das Jugendbuch war schon immer mein Genre und wird es sicher immer zum größten Teil bleiben.

24 Lektionen zum Thema „Schreiben lernen für Kinder und Jugendliche“ lagen also vor mir – und liegen zum Teil noch. 24 Hefte mit den unterschiedlichsten Inhalten. Da geht es klar um Grammatik und Rechtschreibung, aber auch um solche Dinge wie Themenfindung, Herantasten an das jeweilige Alter der Zielgruppe in Bezug auf Wünsche, Ängste und Interessen sowie den Entwurf und die Ausarbeitung von Plot und Charakteren.

Am Ende jeder Lektion wartet muss eine Einsendeaufgabe bearbeitet und eingesendet werden, die vom jeweiligen Studienbetreuer korrigiert und bewertet wird. Am Ende halte ich dann zwar keinen Magister oder sonstiges in Händen, aber ein Zertifikat, und das werde ich mir - verdammt noch mal! – rahmen! 

Ich will euch hier auch gar nicht viel mehr davon erzählen, das ist doch alles sehr theoretisch. Im Grunde will ich euch mit dem kleinen Text einfach nur etwas mit auf den Weg geben:


Man ist nie zu alt oder zu festgefahren, um nicht etwas Neues ausprobieren zu können. 
Wenn ihr Interesse an einer Sache habt, dann widmet genau dieser Sache eure Zeit. Es lohnt sich!