Donnerstag, 2. September 2021

[Top Ten Thursday] 10 Bücher von Autor*innen, deren Nachname mit einem U / V anfängt


Der Top Ten Thursday ist eine Aktion, die ursprünglich von Alice im Bücherland 2011 ins Leben gerufen worden ist - aktuell wird sie von Weltenwanderer bzw. Alexandra weitergeführt und so darf jeder Blogger*in, der Lust und Spaß an dieser Challenge hat, daran beteiligen. 

Worum geht es genau?

Um es kurz zu machen, es geht um Listen! Bücherlisten, um es genau zu sagen! Jeden Donnerstag könnt ihr eine Liste zu einem vorgegebenen Thema erstellen. Das jeweilige Thema gebe ich immer vorab hier weiter unten bekannt. Falls ihr zu einem Thema eine Liste erstellt habt, dann hinterlasst bei meinem betreffenden Post euren Link, sodass euch auch die anderen Teilnehmer besuchen können.

Denn im Grunde geht es beim TTT darum, dass man sich mit anderen Bloggern austauscht. Also postet nicht nur einfach euren Link unter meinen Beitrag, sondern geht auch auf Stöberrunde! Man kann zu jederzeit beim TTT einsteigen und es besteht auch keine wöchentliche Teilnahmepflicht.

Diese Woche steht der Top Ten Thursday unter dem Motto "10 Bücher von Autor*innen, deren Nachname mit einem U / V anfängt" - lasst uns also einen Blick in das Bücherregal vom Herzensmann und mir werfen, um zu sehen, was für Schätze sich dort so verbergen.

1. Barbara Vine "Die im Dunkeln sieht man doch"

Der Thriller ‚A Dark Adapted Eye‘ wurde von Renate Orth-Guttmann so meisterhaft übersetzt, dass die Übersetzung mit dem ‚Wieland-Übersetzerpreis‘ ausgezeichnet wurde. Ein Niveau, welches der Dichte und der Spannung des Originalmanuskript angemessen ist. 

Unter ihrem Pseudonym Barbara Vine hat hier eine der ganz Großen der britischen Kriminalliteratur einen exzellenten Psycho-Thriller vorgelegt: Ruth Rendell. Die 1930 in London geborene Schriftstellerin hat über Jahrzehnte Maßstäbe gesetzt. Nicht weniger als fünf ihrer Bücher wurden in die Liste des Guardian der 1000 Romane aufgenommen, die jeder gelesen haben sollte. 

2. Gary Victor "Schweinezeiten" 

„Schweinezeiten“ ist ein Krimi des haitianischen Autors Gary Victor. Der 1958 in der Hauptstadt Port-au-Prince geborene Victor gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Schriftstellern der Karibik. Seine Romane, Erzählungen und Theaterstücke, angefüllt mit schwarzem Humor und einer gehörigen Portion Sozialkritik sind mehrfach preisgekrönt. 

Der unter dem Originaltitel ‚Saison de porcs‘ erschienene Krimi umschmeichelt die skurrile Figur den ehemaligen Elite-Polizisten und jetzigen Trinkers Dieuswalwe Azémar. Zusammen mit dem zutiefst frustrierten Inspector werden die Lesenden durch die Geschichte in einen Mahlstrom aus Korruption, okkulten Machenschaften und Wahnsinn geschleudert. 

3. Helle Vincentz "Die weisse Bestie"

Die 1978 geborene dänische Autorin Helle Vincentz arbeitete zunächst in der Ölindustrie und später als freie Journalistin, u.a. für Jyllands Posten. Deutliche Spuren in ihrem Schaffen hinterließ ihre schwere Kindheit. Der Vater war Alkoholiker und beging Selbstmord, die Mutter starb an Krebs. 

In einem Sachbuch (dt.: „Jung und verlassen: Wenn Eltern vorzeitig sterben“) verarbeitete sie ihre Erfahrungen und wandte sich erst danach dem Schreiben von Romanen zu. Mit ‚Die weiße Bestie‘ legte Vincentz ihren ersten Thriller vor. Das Buch ist zugleich Start einer Reihe um Caroline Kayser, die Angestellte eines Ölmulties.

4. Nury Vittachi "Shanghai Dinner"

Nury Vittachi; Jahrgang 1958, wurde in Ceylon (heute Sri Lanka) geboren. Der heute in Hongkong lebende Schriftsteller und Journalist wuchs im Wesentlichen in Großbritannien auf. Sein Vater, Tarzie Vittachi war ebenfalls Journalist und Schriftsteller. Aufgrund seiner publizistischen Arbeit musste der Vater mit seiner Familie Ceylon verlassen. Die Familie wanderte zunächst nach Singapur, später nach Kuala Lumpur aus. 

Mehr als zehn Jahre arbeitete Nury Vittachi als Boulevard-Journalist in Hongkong. Ab 1990 veröffentliche er eine ganze Reihe von Sachbüchern und ab 2000 eine Reihe um die so genannten ‚Feng-Shui-Detektive‘, deren Hauptdarsteller eines älterer chinesischer Fengshui-Meister und ein australischer Jugendlicher sind. ‚Shanghai-Dinner - Der Feng-Shui-Detektiv rettet die Welt‘ ist der vierte in deutscher Sprache erscheinende Kriminalroman der Reihe. Eine witzige Achterbahn, voll besetzt mit abstrusen und pittoresken Darstellern! 

5. Dennis Vlaminck "Das schwarze Sakrament"
 
Der in Jülich, im deutsch-niederländisch-belgischen Länderdreieck, geborene Dennis Vlaminck studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Köln. Er begann seine Berufslaufbahn als Nachrichtenredakteur für die Kölnische Rundschau und den Kölner Stadt-Anzeiger. 

Seit 2008 veröffentlicht Vlaminck Kriminalromane, die im Mittelalter spielen. „Das schwarze Sakrament“ spielt im Jahr 1248 und führt die Lesenden in eine spannende Mischung aus Aberglaube und Religion, Intrigen und Grausamkeit. 

6. Antonin Varenne "Die Treibjagd"

Der Franzose Antonin Varenne hat einen bunten Lebenslauf vorzuweisen. Er studierte zunächst Philosophie in Nanterre und schrieb seine Magisterarbeit über den Diplomaten und Philosophen Niccolò Machiavelli. Studienfachsgerecht arbeitete er als Hochhauskletterer und Zimmermann. Im Jahr 2006 veröffentlichte er seinen ersten Roman und bereits drei Jahre später, 2009, wurde seine Arbeit mit dem Prix Michel Lebrun und dem Prix Sang d’encre ausgezeichnet. 

„Die Treibjagd“ ist ein dunkler, streckenweise gnadenloser Thriller bester Bauart. Vor dem Hintergrund des einsamen Massif Central werden die Lesenden in eine Achterbahn der Spannung gezwungen. Man wünscht sich fortwährend, daraus auszusteigen und kann doch nicht von dieser Geschichte lassen. 

7. Fred Vargas "Die schöne Diva von Saint-Jacques"

Wenige Kriminalautorinnen haben so wenig Werbung nötig wie Frédérique Audoin-Rouzeau. Moment! Wo ist das V? Wer sich im Genre auskennt, kennt die französische Wissenschaftlerin unter ihrem Pseudonym Fred Vargas. Unter diesem Namen hat Audoin-Rouzeau quasi nebenbei gut zwei Dutzend Kriminalromane voll liebevoll gezeichneter Charaktere geschaffen. Die Preise, die sie für ihre Werke bekommen hat, sind fast zahllos. 

Neben ihrer Arbeit am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris (Ihr Spezialgebiet ist Archäozoologie) und ihren Romanen schreibt sie noch sehr erfolgreiche Sachbücher, bemerkenswert ist ihr Essay ‚L’Humanité en péril. Virons de bord, toute!‘, in dem sie gegen den menschgemachten Klimawandel antritt. Das Buch gehörte 2019 zu den meistgekauften Sachbuchtitels Frankreichs. ‚Die schöne Diva von Saint-Jacques‘ ist der Startroman einer Reihe mit den so genannten Evangelisten, einer zutiefst skurrilen Truppe von Hobbyermittlerin, deren Beschreibung hier den Rahmen sprengen würde. 

Wer eine gute Portion Surrealismus in Krimis mag, liegt hier goldrichtig. Wer nicht, sollte es trotzdem lesen, denn Fred Vargas ist eine Klasse für sich und wer nicht wenigstens einen ihrer Romane gelesen hat, kennt die Vielfalt des Genre nicht. Audoin-Rouzeau hat übrigens am 07.06. Geburtstag, genau wie der Herzensmann. 

8. Valerio Varesi "Der Nebelfluss"

Der gebürtige Turiner Valerio Varesi promovierte mit einer Arbeit über den dänischen Philosophen, Essayisten und Theologen Søren Aabye Kierkegaard, bevor er begann als Journalist zu arbeiten. 1998 veröffentlichte Varesi seinen ersten Kriminalroman, dem schnell mehrere andere folgten. Sein in Italien und anderen Ländern bisher erfolgreichster Krimi, ‚Der Nebelfluß‘, wurde für den Premio Strega nominiert. 

Daneben standen zwei seiner Bücher auf der Shortlist des CWA International Dagger und der Krimi ‚Il cineclub del mistero‘ wurde 2002 mit dem Premio Fedeli (zus. mit Marcello Fois) ausgezeichnet. ‚Der Nebelfluss‘ schleicht sich mit stiller Spannung tief in das Herz des Lesers. Die Beschreibungen haben eine so große Kraft und Dichte, dass man beim Lesen den Nebel auf der Haut zu spüren meint. 

9. Francisco Jose Viegas "Schatten der Tiefe"

Der Portugiese Francisco José Viegas, mit vollem Namen Francisco José Pereira de Almeida Viegas, kam erst spät zum Kriminalroman. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften  lehrte Viegas zunächst an der Universität, arbeitete dann lange Jahre als Journalist und Literaturkritiker. 

Erste eigene Veröffentlichungen, Gedichtsammlungen, erschienen bereits Ende der 1980er Jahre. Aber erst ab 1997 erschienen nach und nach auch insgesamt 12 Kriminalromane. „Schatten der Tiefe“ ist ein angenehm klischee-freier, sehr dichter und spannender Krimi vor dem Hintergrund der Weltausstellung in Lissabon.

10. Leon Uris - Exodus

Mit ‚Exodus‘ legte der U.S.-amerikanische Schriftsteller Leon Uris einen der großen Romane um die Entstehung des Staates Israel vor. Der aus einer jüdischen Familie stammende Uris wurde 1924 in Baltimore geboren und trat bereits mit 17 Jahren in das U.S. Marine Corps ein. Seine Kriegserlebnisse verarbeitete Uris in einem ersten Roman (‚Schlachtruf oder Urlaub bis zum Wecken‘). 

Nach dem Krieg war der Autor als Nachrichtenredakteur tätig und eine Versetzung als Korrespondent nach Israel gab schließlich den Anstoß zu ‚Exodus‘. Das Buch behandelt als zentrale Geschichte die Irrfahrt des Schiffes Exodus, mit dem 1947 über 4.000 jüdische Flüchtlinge versuchten, nach Palästina zu gelangen. In Rückblenden wird dann vom Schicksal jüdischer Menschen während des Holocaust erzählt. 


So, das waren unsere 10 Bücher zum Top Ten Thursday - 

durfte eine dieser Geschichten auf eure Wunschliste wandern? Erzählt es gerne in den Kommentaren!

3 Kommentare:

  1. Schönen guten Morgen!

    Freut mich sehr, dass ihr auch beim Top Ten Thursday dabei seid! Das Thema war ja nicht so einfach - zumindest für mich - denn bei den Buchstaben hatte ich tatsächlich nicht so viele Autoren zur Auswahl und musste teilweise auf die Vornamen ausweichen.

    Von euren genannten kenne ich tatsächlich keinen! Nur Fred Vargas kommt mir irgendwie bekannt vor und Ruth Rendell sagt mir auch was, ich wusste gar nicht, dass sie auch unter Pseudonym geschrieben hat! "Die im Dunkeln sieht man doch" hört sich jedenfalls sehr spannend an!

    Aber auch "Das schwarze Sakrament" und "Der Nebelfluss" könnte etwas für mich sein. Wobei ich momentan relativ wenig im Thriller Genre unterwegs bin. Das sollte ich wohl mal wieder ändern :)

    Teilt doch euren Post auch im TTT Beitrag, damit euch die anderen Teilnehmer besuchen können: https://blog4aleshanee.blogspot.com/2021/06/autoren-mit-u-und-v.html

    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr ab jetzt öfter mitmacht :) Das bringt wieder etwas frischen Wind und neue Buchtipps!

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke für die interessante Auswahl.

    Meine wäre denn....

    dann fangen wir mal an....

    Sog der Finsternis......Anke Unger

    Götzenkinder...Inca Vogel..

    Sternmarie...Jenny Völker...

    Aurora----Nox--Dämmerung..von Melanie Vogltanz

    nicht viel, aber die Leserin freut sich...gell.

    LG..Karin..

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