*Werbung*
Der Untergang des Hauses Usher von Edgar A. Poe
Umfang: 180 Seiten | Genre: Horror, Klassiker
Verlag: Fischer | Preis: 7,50 €
Edgar Allan Poe hat unverkennbare Spuren hinterlassen: Dem Detektivroman prägte er mit Auguste Dupin den Prototyp der exzentrischen, aber genialisch-scharfsinnigen Spürnase auf. Sherlock Holmes und zahlreiche Film- und Fernsehdetektive sind nach seinem Vorbild geschaffen.
Fasziniert von Ur-Ängsten, schafft Poe Bilder, die in seinen Erzählungen schauerliche Spannung erzeugen und – Alfred Hitchcock haben sie zum Filmen gebracht – in unzähligen Horrorstreifen wiederkehren. Mit den Beiträgen zu allen ausgewählten ausgewählten Werken aus Kindlers Literatur Lexikon.
Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.
Meine Meinung:
Während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin besuchte ich eine Berufsschule, welche unter anderem ein Fach namens Literaturepochen für uns bereithielt. Was sich staubtrocken anhört, wurde durch einen Lehrer, Herr Wied, wieder wettgemacht, welcher mit seiner Begeisterung zu Klassikern ( aber auch Gegenwartsliteratur! ) uns die Stunden versüßte.
Wir klebten praktisch an seinen Lippen, während er aus der Hüfte heraus uns z.B. eine Zusammenfassung über Anna Karenina gab - es war sehr beeindruckend.Wir alle waren uns einig:
Wir wollten so ziemlich jeden Klassiker lesen, den er mit uns besprach.
Und durch glutenrote Fenster / Werden heute Wandrer sehn / Ungeheure Wahngespenster, Grauenhaft im Tanz sich drehn;
Aus dem Tor in wilden Wellen / Wie ein Meer, Lachen eklige Geister quellen - Ach, sie lächeln niemals mehr!
Er las uns regelmäßig ganze Passagen aus bekannten Werken oder Kurzgeschichten vor, unter anderem eines Tages "Der Doppelmord in der Rue Morgue" von Edgar Allen Poe - und da war es um mich geschehen. Und doch dauerte es fast drei weitere Jahre, bis ich endlich zu einem Kurzgeschichtenband von Poe gegriffen habe und das auch nur, weil mich vor zwei Wochen die Lust aus dem Nichts packte.
Ich hatte vor einem Jahr schon den Versuch unternommen, in seine Erzählungen hineinzukommen, aber nur mit mäßigem Erfolg, was ich mir nun so gar nicht mehr erklären kann.Denn auch wenn die ein oder andere Kurzgeschichte ein wenig umschreibend bzw. fast schon langatmig war, was aber vielleicht auch ihren Themen geschuldet war, konnte ich mich nun augenblicklich in seinen Schreibstil fallen lassen.
Während dem Lesen stachen mir zwei Themen ins Auge, die Edgar Allen Poe sehr stark umtrieben haben müssen, denn sie tauchen sehr oft in seinen Geschichten auf:
