Samstag, 2. Januar 2016

[Rezension] Die Suche nach dem verlorenen Stern

Die Suche nach dem verlorenen Stern

Michelle Schrenk

57 Seiten

Canim Verlag

2,99 € als Ebook

Es ist ein merkwürdiger Tag, ein ungewöhnlicher Tag, als plötzlich in dem Örtchen Schwarzweiß einfach so ein kleiner Junge auf der Straße liegt. 

Träumer nennen die Leute ihn auch noch Jahre später. Träumer, weil er anders ist, weil er Fragen stellt. Doch anders sein kann so schwierig sein, und als der Träumer beschließt, seine Träume aufzugeben, ist die Hoffnung nicht weit und nimmt ihn mit auf eine traumhafte Reise zu sich selbst ... 

Meine Meinung:

Oft sind es die kleinen, unscheinbaren Sätze die mich als Leser tief im Inneren berühren - Sätze, über die andere hinweglesen, die kaum Beachtung finden oder erst nach mehrmaligem Lesen ihre Weisheit preisgeben .... und dieses kleine Büchlein strotze nur vor solchen Sätzen. 

Oft musste ich mich zwingen langsam zu lesen, wollte ich auf der einen Seite doch schnell durch die Geschichte kommen und wissen, wie es mit Träumer weitergeht, auf der anderen Seite habe ich mir so viele schöne Passagen markiert und notiert, dass ich irgendwann ganz langsam und bedächtig gelesen habe, um ja nichts zu verpassen, um all diese schönen Sätze zu konservieren und für die Nachwelt festzuhalten. 

Um was geht es? Das ist eigentlich ganz schnell erzählt: In dem kleinen Ort Schwarzweiß wird eines Tages ein kleiner Junge auf der Straße gefunden. Mit seinen strahlenden hellblauen Augen ist er den Bewohnern etwas suspekt und doch nehmen Herr und Frau Grau ihn in ihre Obhut und kümmern sich um ihn. 

Doch mit den Jahren wird immer deutlicher, dass Träumer; wie ihn alle nennen; so ganz und gar anders ist als alle anderen im Dorf - und das wird ihm zum Verhängnis. Die Bewohner wollen ihm seine Träume aus dem Kopf verjagen, denn es sind in ihren Augen nur Spinnereien, die es auszumerzen gilt. Wird Träumer ebenso grau werden wie alle anderen Dorfbewohner, oder schafft er es, sich seine Wünsche zu erhalten? Lest es selbst!

Die Grenzen werden einem vorgegeben, oder man steckt sie sich selbst. Aber es gibt keine Vorschriften, in denen steht, was normal ist und was nicht. 

Niemand hat für dich zu bestimmen, was richtig und falsch ist. 

Warum solltest du aufgeben, Freude für etwas zu empfinden, das dich glücklich macht, nur weil es andere als nicht gut oder nicht normal empfinden?

Wir alle haben Träume, Wünsche und Sehnsüchte - in jedem von uns steckt ein kleiner Träumer und will nur eins: Dies alles zu verwirklichen. Und da gibt es auch die vielen verschiedenen Ausgaben von Herr und Frau Grau dort draußen in der Welt, die das nicht verstehen und uns viele Steine in die Wege legen. 

Manche Träumer scheitern an diesen Steinen, verzweifeln daran oder vergessen ihre Träume mit der Zeit, bis es zu spät ist sie zu verwirklichen.

Und Michelle Schrenk hat mit diesem Buch ein Appell an all diese Träumer geschrieben: Steht auf, macht das was EUCH glücklich macht und lasst euch von keinem vorschreiben, wie ihr zu sein habt - wundervoll oder?

Denn während ich die Geschichte in mich aufgesaugt habe, haben sich MEINE vergessenen Träume ihren Weg gebahnt, haben gesagt "Wir sind immer noch hier - worauf wartest du?" und mich eiskalt erwischt. In Zukunft werde ich mehr auf den Träumer in mir achten; das sollten wir alle!


Das Leben ist nicht immer einfach, es ist voller Abenteuer und entsteht jeden Tag aufs Neue. Es verändert sich. Es gibt nur dieses eine Leben für jeden Menschen, und es ist immer das Leben, das der Mensch selbst gestaltet und zulässt.


Mein Fazit:

Lasst euch von Michelle Schrenk für eine kurze Zeit verzaubern und euch mit ihrer Geschichte berühren, denn das kann sie eindeutig und mit voller Wucht! 

Ihre Romane treffen bei mir stets mit Karacho ins Herz, nisten sich dort ein und lassen mich lange Zeit nicht mehr los - gebt ihr eine Chance und kauft euch dieses Buch!! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunke!


Wenn man keine Wünsche mehr hat, Träumer, wird man mit der Zeit leer und die Gedanken im Kopf werden dunkel. 

Es ist, als würde man stehen bleiben und sich nicht mehr bewegen", erklärte die Hoffnung.

Freitag, 1. Januar 2016

[Redestoff #15] Das stressige Weihnachtsgeschäft

Hallo all ihr Buchverrückten dort draußen!

Es ist vollbracht - Weihnachten ist vorbei und meine Kunden mutieren allmählich von schreienden, hysterischen und gestressten Gestalten zurück zu ihrem alten Ich ... halleluja, was bin ich froh drum. So sehr ich meine Arbeit liebe, dieser Monat ist eindeutig die schlimmste und stressigste Zeit im ganzen Jahr.

Genau aus diesem Grund bin ich fast den ganzen Dezember nicht zum Lesen gekommen und wenn ich lesen konnte, waren leider nur kaum nennenswerte Geschichten zu verzeichnen.

DOCH das soll sich jetzt natürlich wieder ändern! Die ersten Schübe an elektronischen Leseexemplare für das nächste Frühjahr durfte bereits auf meinem Reader einziehen und ich bin gespannt wie ein Fuchs, was sich dort für herrliche Geschichten verbergen mögen.

Und ich muss euch noch etwas gestehen - ich bin Outlander-Fangirl. Im Dezember hatte ich mir den ersten ( neuübersetzten ) Teil von Diana Gabaldon geschnappt, nachdem mir so viele dazu geraten hatten und was soll ich sagen? Jamie, ich liebe dich! *schmacht*

Na gut, so "schlimm" ist es dann doch nicht, aber aus irgendeinem Grund konnte mich die Geschichte so richtig packen, ich bin in den knapp 1100 Seiten versunken und erst wieder aufgetaucht, nachdem die letzte Seite gelesen war. 

Das Setting, die Atmosphäre und die Charaktere, all das hat sich so perfekt ergänzt und mich so sehr überzeugt, dass ich am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitergemacht hätte - aber ich wollte erst anderen Geschichten den Vorrang geben ... hätte ich das mal nicht gemacht, denn danach habe ich nichts mehr packendes gelesen.

Soweit erstmal das erste kurze Status-Update im neuen Jahr - ich hoffe wir lesen uns bald wieder öfter und dann werde ich euch mit den neuesten, tollsten und berührendsten Büchern anfixen! 

Freitag, 11. Dezember 2015

[Rezension] Pretty Girls - Karin Slaughter

Pretty Girls

Karin Slaughter

400 Seiten

HarperCollins

19,90 €

 März 1991. Nach einer Party kehrt die 19-jährige Julia nicht nach Hause zurück. Die eher halbherzig geführten Ermittlungen laufen ins Leere. Eine Leiche wird nie gefunden. Weder die Eltern noch die beiden Schwestern der Vermissten  werden je mit dem Verlust fertig. Vierundzwanzig Jahre später erschüttert eine brutale Mordserie den amerikanischen Bundesstaat Georgia. 

Und die frisch verwitwete Claire ist vollkommen verstört, als sie im Nachlass ihres verstorbenen Mannes brutales Filmmaterial findet, in dem Menschen ganz offensichtlich vor der Kamera auf grausame Weise ermordet werden. Eines der Opfer glaubt sie zu erkennen. Doch was hatte ihr verstorbener Mann damit zu tun? Wer war der Mensch wirklich, den sie über zwanzig Jahre zu kennen glaubte? Claire begibt sich auf eine lebensgefährliche Spurensuche, die sie immer dichter an eine unfassbare Wahrheit führt. Und an den eigenen Abgrund.

Meine Meinung:

Das war meine erste Slaughter - so unfassbar sich das jetzt anhört, aber seit Jahren verkaufe ich ihre Thriller und habe selbst noch keinen gelesen. Und was soll ich sagen? Es hat mir so mittelprächtig gefallen, aber trotzdem werde ich noch einen anderen Thriller von ihr lesen, denn es kann natürlich auch an der Übersetzung gelegen haben, die mir einfach nicht zugesagt hat. Naja, lange Rede kurzer Sinn, hier kommt meine Rezension:

Um was geht es? 1991 verschwindet die 19-jährige Julia auf dem Nachhauseweg. Ihre Familie, insbesondere ihr Vater, suchen verzweifelt nach ihr, doch ihre Bemühungen verlaufen ins Leere. Vierundzwanzig Jahre später muss Claire mit ansehen, wie ihr Ehemann vor ihren Augen erstochen wird - doch was darauf folgt, hätte sie sich nie vorstellen können: 

Sie findet brutales Filmmaterial auf dem Rechner ihres Mannes Paul und erkennt nach und nach, dass sie ihren Mann in Wahrheit nie gekannt hat. Wird Claire herausfinden, wer Paul wirklich war oder wird es sie ihr Leben kosten?

Karen Slaughter versteht es zwar, ihre Leser mit spannenden Passagen zu verwirren und am Lesen zu halten, aber für mich war das ganze Katz und Maus Spiel doch etwas zu verworren und zu konstruiert. Ich habe schon viele Thriller gelesen und lasse mir viele Handlungsverläufe eingehen, doch bei dieser Geschichte war ich nur eins: Sehr verwirrt. 

Wir haben drei verschiedenen Sichtweisen auf die Geschehnisse: Einmal als Hauptstrang Claire, die uns durch den Hauptteil der Geschichte lotst und mir Anfangs unheimlich unsympathisch war - was aber von der Autorin; zumindest denke ich das; beabsichtigt war. 

Dann haben wir Lydia, deren Rolle wir nach und nach erfahren und deren Handlungsstrang sehr bald mit Claires kollidiert. DAS hat mir sehr gut gefallen, die beiden haben für mich eine explosive und geniale Mischung dargestellt und ich hätte mir gewünscht, diese Konstellation von Anfang an gehabt zu haben - denn dann hätte das ganze mehr Feuer gehabt.

Und dann ist da noch die unbekannte Erzählerstimme, die in Tagebuchform um ein Mädchen namens Julia trauert, eben diese Julia, die im Mai 1991 auf unerklärliche Art und Weise verschwand. In diesen Passagen merkt man die Verzweiflung des Schreibers, was mir sehr gut gefallen hat und mal eine etwas andere Sichtweise aufgezeigt hat.

Doch für mich waren die größten Schwachstellen a) die Länge, denn zum Teil hat sich die Geschichte wiiirrkkklllliiicchhh arg gezogen und meiner Meinung nach hätten locker 150 Seiten weniger auch gelangt und b) die verworrene Erzählstruktur, die mich so manches Mal an den Rand des Wahnsinns getrieben hat.

Mein Fazit:

Mehr fällt mir zu "Pretty Girls" tatsächlich nicht ein, der Schluss war dann doch wieder mehr nach meinem Geschmack und konnte mich begeistern - warum nicht das ganze Buch hindurch so? Wie gesagt, Karen Slaughter wird noch die ein oder andere Chance von mir bekommen und ich bin schon jetzt gespannt, wie mir ihre anderen Thriller so gefallen werden. Ich vergebe

2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Dienstag, 1. Dezember 2015

[Rezension] Der Zauber des ersten Schnees - Michelle Schrenk

Der Zauber des ersten Schnees

Michelle Schrenk

133 Seiten

Canim Verlag

0,99 € als Ebook

"Was würdest du dir wünschen, wenn jetzt der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt?" Über dreißig Jahre ist es her, doch Elli hat diesen Satz nie vergessen. Er ist der Schlüssel zu einem Geheimnis, das sie seit Ewigkeiten in ihrem Herzen trägt. 

Als der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt, ist es an der Zeit, ihre Tochter Anna einzuweihen und ihr die Geschichte von ihrer großen Liebe Leo zu erzählen. Denn Anna hat den Glauben an sich und ihre Träume aufgegeben. Doch Elli weiß: Solange es Liebe gibt, wird es auch Zauber und Wunder geben. Sie selbst hat solch ein Wunder erlebt, und das hat ihr Leben für immer verändert. 

Meine Meinung:

Diese kurze Geschichte von Michelle Schrenk hat mich von Anfang an in ihren Bann ziehen können und mir beim Lesen die ein oder andere Träne entlockt - denn hier wird auf eine zauberhafte Weise gezeigt, dass man seine Träume nie aus den Augen verlieren sollte und die Liebe erst recht nicht.


Wenn der erste Schnee des Jahres vom Himmel fällt und du die Hand voller Sehnsucht gegen den Himmel hältst, dann denke daran: Unsere Träume und Wünsche werden wahr. Denn dieser eine Moment ist ewig, wir beide sind ewig, ewig wie der Zauber des ersten Schnees.


Diese Inschrift ist auf dem Boden einer Schneekugel eingraviert, die die junge Elli mit ihrem Freund Leo auf einem Weihnachtsmarkt entdeckt. Sofort ist sie Feuer und Flamme für die sonderbare Schneekugel, die ein junges Liebespaar zeigt, denn die kleinen Schneeflocken fangen just an in dem Moment wieder zu schneien, als Elli sie in der Hand hält. 

Fünfunddreißig Jahre später erzählt Elli ihrer Tochter Anna ihre ganz eigene Geschichte - die Geschichte ihrer großen Liebe Leo und warum man niemals seine eigenen Wünsche und Träume aus den Augen lassen sollte. 

Mehr will ich über die Handlung gar nicht erzählen, denn sonst würde ich euch die knapp 133 Seiten Lesevergnügen bereits verraten. Nur so viel sei gesagt: Habt viele Taschentücher in eurer Nähe, denn Michelle Schrenk schafft es auch wieder in diesem Roman, die Emotionen hochkochen zu lassen.


Es ist nur eine Sekunde, eine unbedeutende Sekunde, will  man meinen, doch mit einem Mal wird diese eine Sekunde zu einer goldenen Ewigkeit. Und genau in dieser einen Sekunde scheint es, als wäre die Zeit zwischen damals und heute stehen geblieben.


Wenn ich Michelles Geschichten lese, ist es fast so, als würde eine Mutter zu ihrer Tochter sprechen und ihr ihre innersten Geheimnisse und Weisheiten mit auf den Weg geben - ich fühle mich einfach unglaublich geborgen in ihren Romanen, gleite so durch die Handlung und bin von der ersten bis zur letzten Seite mit meinen ganzen Gefühlen bei der Sache.

Sie nimmt mich mit auf Reisen, zeigt mir ihre Welt und zupft sachte an meinen Gefühlsnerven. Auch auf diesen 133 Seiten konnten mich die Charaktere von sich überzeugen, waren mir näher als manch andere Protagonisten aus anderen, viel längeren Romanen. Ich habe mich in dieser Geschichte verloren und bin traurig, aber glücklich aus ihr hervorgegangen.


"Also gut, ja. Was hast du vor? Was ist der Plan?" 

Er blickt mir ernst in die Augen. "Kein Plan, schon vergessen? Das Leben macht seinen eigenen Plan."


Mein Fazit:

Ein besonderer Roman über ein wichtiges Thema: Vergesst eure Träume nie und lasst dabei die Liebe ebenfalls nicht links liegen - denn das Leben verläuft eben nicht immer nach Plan! Eine zauberhafte, leichte, aber gleichzeitig gefühlvolle und tiefgehende Geschichte mit Gänsehautfaktor - lasst euch von Michelle Schrenk verzaubern, ihr bereut es garantiert nicht! 

Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Samstag, 21. November 2015

[Abgebrochen #13] Still - Zoran Drvenkar

"Still" von Drvenkar habe ich nur aus einem einzigen Grund gelesen: Weil ihn mir so ziemlich jeder empfohlen hat. Als dann auch noch ein Kunde auf Arbeit wissen wolle, ob ich ihn denn schon gelesen habe und ich meinte "Nein, aber wenn Sie nächste Woche wiederkommen, dann kann ich Ihnen erzählen, wie ich es fand" war klar, dass dieser Thriller bald nicht mehr auf meinem SUB liegen würde.

Gesagt, getan; ich habe mich also dran gemacht und wurde sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. 

Die Geschichte hat mich mehr abgestoßen als jeder andere Splatter-Horror-Band. Die Thematik um die es geht, will ich nicht verraten, denn das würde zu viel vom Überraschungseffekt des Romans wegnehmen - aber genau diese Thematik und mit dieser Rohheit, mit der an diese herangegangen wird, war einfach zu viel für mich.

Der Schreibstil war grandios, darüber müssen wir gar nicht diskutieren, ich mochte diese Einzigartigkeit und Andersartigkeit seines Umschreibens, seiner Charaktere und der ganzen Atmosphäre.

Drvenkar hat ein großes Tabu-Thema angesprochen mit der Geschichte, doch für mich war dann diese Brutalität, wenn auch oft nur angedeutet, zu viel und zu lapidar dargestellt, als wäre das keine große Sache und für meine Empfindung war es das eben schon.

Meinem Kunden konnte ich es nicht wirklich empfehlen, denn dafür war mir die Thematik zu brisant und riskant. 

Jeder, der etwas komplett anderes lesen möchte, kann in "Still" hineinlesen, sollte aber sich auch bewusst sein, das die Grundidee nicht für jeden Leser etwas sein wird. Ich wüsste nicht, wem ich es empfehlen sollte.

Wie oben erwähnt: Normalerweise haut mich selten etwas aus den Socken, ekelt mich ein Thema an oder stößt mich völlig ab - das hat Drvenkar mit diesem Thriller geschafft und mich gleichzeitig damit vergrault.

Es wird seine Leser finden und hat sie auch schon und da verurteile ich niemanden, der hier seinen Lesespaß hat, aber meins war es so gar nicht und werde hoffentlich kein Buch mehr in die Richtung lesen müssen.

Montag, 16. November 2015

[Rezension] Unter halbblauem Himmel - Michelle Schrenk

Unter halbblauem Himmel

Michelle Schrenk
Gabriel Strack

340 Seiten

Canim Verlag

9,99 €

Soundtrack zum Buch *KLICK*

Als Lena nach fünf Jahren wieder auf Robin trifft, kommen längst vergessene Gefühle in Bewegung. Eingeholt von der Vergangenheit erleben die beiden einen unvergesslichen Abend. Und plötzlich, für eine Nacht, sind sie wieder siebzehn. Erinnerungen, Wünsche und Sehnsüchte werden wach … 

Aber was kann daraus entstehen? Und was passiert, wenn du mit einem Mal alles in Frage stellst? Ein Buch über Freundschaft, Träume und den Zauber der Erinnerungen. Über das Gefühl, wenn du irgendwann zurückdenkst und spürst, dass etwas fehlt. Ein Gefühl, als stündest du unter einem halbblauen Himmel .

Meine Meinung:

Michelle Schrenk hat mich auf eine Art und Weise mit diesem Roman berührt, die ich selten erlebe bei Liebesromanen. Normalerweise denke ich mir oft "Ah, wie schön, aber sooo schnulzig." und schüttle leicht belustigt den Kopf - doch hier habe ich durchgehend mit einem dicken Kloß im Hals gelesen, denn die Geschichte rund um Lena und Robin hat mich emotional durchgeschüttelt.

Um was geht es? Ich will gar nicht so viel zum Inhalt sagen, denn er lässt sich ganz schnell wiedergeben: 

Lena trifft nach fünf Jahren auf ihren alten Jugendfreund Robin wieder, den sie nach einem Streit den Rücken gekehrt hatte - und in diesem winzigen Augenblick, als sich ihre Blicke treffen, ist nichts mehr so wie vorher. Doch werden die beiden zueinander finden oder sind die Hürden des Lebens doch zu hoch für ihre Liebe?



Ich weiß gar nicht, wie ich meine Gefühle für dieses Buch in Worte fassen soll. Es hat mich tief im Herz getroffen und mir einige Tränen über die Wange laufen lassen, es hat mich schmunzeln und tief verzweifeln lassen. Lena ist eine Protagonistin, die mich sehr von sich überzeugen konnte, denn sie war sehr authentisch gezeichnet, ich konnte jede ihrer Gefühlsregungen nachvollziehen und habe sehr mit ihr gelitten.

Und auch Robin bleibt dem Leser nachhaltig im Kopf und dazu langt ein einziges Kapitel, welches Einblick in seine Gefühle gibt und seine Sicht auf die ganze Geschichte offenbart. Er ist nicht der typische Gewinner-Macho-Mann, der anscheinend immer öfter in Liebesromanen auftauchen "muss" - nein, er wird sehr menschlich dargestellt, mit seinen Fehlern und seinen Schwächen. 


"Das mit euch ist besonders. Ihr seid das beste Beispiel dafür, dass man sich nicht aussuchen kann, wen oder was man liebt. Liebe überkommt einen, sie packt dich - und sie bleibt. Egal was für Hürden einem auch in den Weg gestellt werden. Egal wie sehr man sich dagegen wehrt."

Die Autorin macht es unseren beiden Protagonisten auch nicht einfach: So sehr sich beide wollen, es schieben sich die Hindernisse des Lebens vor ihre Liebe und machen sie quasi unmöglich. Doch wenn man aufmerksam zwischen den Zeilen liest, bemerkt man recht schnell, WIE sehr sich beide zueinander hingezogen fühlen und dass da was ganz besonderes zwischen den beiden herrscht. 

"Gibt es die einzig wahre Liebe wirklich?" Diese Frage kam oft in meinem Kopf auf während dem Lesen, sie beschäftigte mich das ganze Buch hindurch und ohne zu spoilern kann ich sagen: Es erwartet euch kein Kitsch-Ende, keine aufgezwungene Fröhlichkeit, nein, das Ende hat so unglaublich gut zu diesem Roman gepasst und mir wieder ein paar Tränen entlockt. 



Und mir wird klar, dass es irgendwie immer er war. Er löst in mir ein Gefühl aus, lebendig zu sein, ganz und vollständig zu sein, und ich will keine Minute mehr ohne ihn verschwenden.

Die Gefühle werden hier so intensiv transportiert, dass man glauben könnte, man würde sie selbst durchleben und das hat mich in ein regelrechtes Gefühlskarussell geschickt. Emotionen machen die Geschichte aus, sie dominieren sie und vereinnahmen den Leser. Gänsehaut garantiert.

Mein Fazit:

Für jeden Leser da draußen wird diese Geschichte anders sein, jeder wird sie anders annehmen und die Gefühle anders erleben - einfach aus dem Grund, weil Emotionen etwas so verdammt individuelles sind und sie jeder unterschiedlich erlebt. Aber glaubt mir: Es ist wert sich in dieses Gefühlschaos zu stürzen.

Denn Michelle Schrenk hat auf der einen Seite einen ganz leichten Schreibstil, in dem man sich verlieren kann und auf der anderen Seite beschreibt sie bestimmte Situationen so eindringlich, so einzigartig, dass ich das Buch mehrmals weglegen und tief durchatmen musste. Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Samstag, 14. November 2015

[Rezension] Splitter - Sebastian Fitzek

Splitter 

 Sebastian Fitzek

384 Seiten

Droemer Knaur Verlag

9,99 € 

Marc Lucas hat ein Problem, und dieses Problem ist ein im wahrsten Sinn des Wortes existentielles. Bei einem Autounfall hat er vor kurzem, seiner Erinnerung nach, durch eigenes Verschulden seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren. Und diese Erinnerung versucht er durch das spektakuläre Experiment einer Privatklinik zu verlieren.

Aber als Lucas die Klinik wieder verlässt, ohne am Experiment überhaupt teilgenommen zu haben, findet er sich in einem Albtraum wieder. An seiner Wohnung sind die Schlösser und das Türschild ausgewechselt, unter seiner Handynummer meldet sich eine fremde Person, die behauptet, er zu sein. Und dann häufen sich auch noch die Verdachtsmomente, dass seine schwangere Frau noch lebt. Aber: Was ist eigentlich Einbildung, was Erinnerung und was Wirklichkeit? Marc Lucas beginnt, sich der Situation zu stellen – und kommt einem wahrhaft außergewöhnlichen Komplott auf die Spur...


Meine Meinung:

Wie ihr bereits wisst bin ich ein großer Fitzek-Fan, habe viele seiner Thriller mit Begeisterung verschlungen und war immer angetan von seinen fulminanten Wendungen, den Verwirrungen und Täuschungen innerhalb der Handlung. 

DOCH mit Splitter hat er es sich ein wenig verscherzt mit mir, denn auch wenn ich den Roman bis ungefähr zur Mitte spannend und grandios fand, hat sich irgendwann ein schaler Geschmack in meinem Mund breit gemacht und ich habe angefangen zu grübeln, was genau mir jetzt sauer aufstößt. 

Aber erstmal kurz zur Handlung, die Idee ist ja mal wieder wahnsinnig interessant gewesen: Marc Lucas hat nach einem Autounfall seine schwangere Frau verloren und zerbricht jeden Tag mehr an ihrem Tod. Eines Tages meldet er sich auf eine Anzeige in der Zeitung einer Firma, die verspricht, traumatische Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu löschen und für diesen Feldversuch eben neue Probanden suchen.

Was dann allerdings passiert, scheint wie aus einem schlechten Horror-Film - Marc Lucas sieht seine verstorbene Frau wieder, erkennt ihn aber nicht wieder. Und das ist erst der Anfang eines Alptraumes, bei dem selbst der Leser nicht weiß, was nun Fiktion oder Realität ist. 

Der Schreibstil bei "Splitter" war wieder herrlich rasant, schnörkellos und geradeaus. Die Emotionen, die Verzweiflung und Ratlosigkeit von dem Protagonisten Marc Lucas haben auf mich als Leser übergegriffen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand nehmen und wollte wissen wie es weitergeht. 

ABER zum Schluss hin, als die Auflösung so nach und nach klar wurde, dachte ich mir immer wieder "HÄH?! Was, was, was? STOPP! Das ist ja sooo ... konstruiert, so unmöglich! [ Einige Seiten später ] Waaasss? Ach nö, kommt schon, das ist sowas von ...... WAS?! Also echt, noch unmöglicher geht es ja kaauumm ... [ Buch wird in die Ecke gepfeffert ] ARGH!" 

Jep, ich war relativ frustriert, hatte der Thriller doch so viel versprochen und mich so sehr gepackt, doch ich musste dann der Tatsache in die Augen blicken, das der Schluss mal so gar nichts für mich war. Ein bisschen weniger von allem, ein wenig mehr Realität und ich hätte dass der Geschichte schon eher abgekauft, aber so - nein danke!

Mein Fazit:

Eine halbe Empfehlung, denn mit einem Fitzek kann man sich viele spannende Psychothriller-Stunden bereiten, aber der Schluss ging für mich so gar nicht. Ich denke auch, dass viele über diesen hinweg sehen können und dann glücklich mit dem Buch werden, aber für mich war es eins seiner schlechteren Bücher und somit nicht meine Nummer 1 Empfehlung. Ich vergebe

2 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!

Donnerstag, 12. November 2015

[Lesesommer #2015] Ich weiss, was du letzten Sommer gelesen hast

Hallo meine leseverrückten-Lieblingsmenschen dort draußen!


Influenza Bookosa alias Michael hat immer wieder Ideen, die mein Herz schneller schlagen lassen und meine Augen zum Leuchten bringen, denn sie inspirieren einen ungemein! Es macht so viel Spaß, die Beiträge der anderen zu durchforsten, sich anzusehen welche Rezensionen andere glücklich gemacht haben und seine Wunschliste um ein vielfaches erhöhen.

Wer sich im Schnelldurchlauf die anderen Beiträge mal näher ansehen möchte, kann *HIER* klicken.

Bevor ich mit meinem Beitrag anfange, muss ich ein wenig mit der Tradition der anderen Beiträge brechen und dazu mich kurz erklären. Sinn des "Ich weiss, was du letzten Sommer gelesen hast" ist ja normalerweise, Rezensionen von Blogs zu verlinken, die einem sehr nahe gegangen sind und im besten Fall zum Kauf animiert haben.

Bei der Recherche zu meinem Beitrag ist mir aufgefallen, das ich nicht nur durch Rezensionen auf Blogs zum Lesen animiert werde, sondern auf unterschiedlichsten Wegen. Und deswegen habe ich jetzt mehr mit reingenommen als nur Rezis - ihr werdet es gleich sehen.

Ich wollte damit zeigen, dass mich die unterschiedlichsten Leute zum Lesen inspirieren können, egal auf welchem Wege und all diesen Lesemenschen will ich damit sagen: DANKE das ihr mir jeden Tag so unendlich viel Lust auf Bücher und ihre Geschichten macht - wo wäre ich nur OHNE euch?! 



Ich weiß noch, dass ich durch Zufall über Twitter auf Elas "Kurz-Gesagt" über Ben Bennetts "Wenn Ozeane weinen" gestolpert bin und mich sofort in das Buch verliebt habe. Ela beschreibt in kurzen, prägnanten Sätzen, warum sie so sehr im Bann dieser Geschichte war und konnte mich damit ziemlich schnell überzeugen.

Ihre Rubrik "Kurz-Gesagt" ist meine liebste Kategorie bei ihr, denn da beweist sie, dass nicht nur lange Rezensionen als Leseköder geeignet sind, sondern auch die kurzen, eindringlichen Beschreibungen es schaffen können, sich in unser Herz zu schleichen und dort still und leise den Samen des "Ich-Will-Dieses-Buch-Sofort-Lesen" streuen können. 

DANKE Ela für deine grandios-wunderhübschen Worte, die mich öfters zum Kaufen bringen als du vielleicht ahnen magst!



Die liebe Kati von Zeit zu lesen habe ich auf der Buchmesse spontan getroffen ( wo warst du da bisher in meiner Twitter-Leiste versteckt? ^^ ) und habe mich direkt nach dem Treffen aufgemacht, den Blog zu bestalken und bin auf eine süchtig-machende Rezension nach der anderen gestoßen.

Hier bekommt man als Leser wirklich so ziemlich alle Eindrücke, die für die Geschichte wichtig sind. Ihre Meinung, die Charaktere, oft auch wie ihr das Hörbuch gefallen hat und Verlinkungen zu anderen Blogs - dies und noch viel mehr findet man dort vor und kann sich einen perfekten Überblick verschaffen. Und was soll ich sagen? That´s all I need! 

DANKE Kati für die ganzen Rezensionen, die mich sabbernd vor "Haben-Wollen" vor dem Bildschirm zurückgelassen haben - hör nie auf damit ja?!



Und wie bereits erwähnt, haben mich nicht nur Rezensionen zum Schwärmen, bzw. zum Kaufen oder Lesen animiert, sondern auch Videos. Wer kennt es nicht? Man kommt völlig fertig von der Arbeit nach Hause, haut sich auf die Couch und ist gerade noch in der Lage, Video-Rezensionen zu gucken. Mir geht es seeehhhrrr oft so und deswegen musste ich einfach zwei meiner liebsten Empfehlungen mit hineinnehmen in den #Lesesommer2015

Der Sinn bzw. der unfassbar geniale Dorian hat mich mit seinem "Horrorktober 2015" tief im Herzen getroffen, denn auf der einen Seite höre ich ihm unglaublich gerne zu, auf der anderen Seite bringt er einen gewissen Charme und Witz mit, den ich sehr genieße beim Zuschauen.

UND natürlich hat er mich mit seinen Empfehlungen dazu gebracht, hektisch zum Regal zu rennen und zu sehen, ob ich den ein oder anderen Schatz dort schon gebunkert habe - für die Fans für Horror-Bücher oder Neueinsteiger in dieses Genre ist das Video perfekt geeignet! 

DANKE Dorian für einfach ALLES - mach weiter so! 

P.S.: Abonniert ihn gefälligst :D Er ist toll, was soll ich noch mehr sagen?



Nici schafft es bei ziemlich vielen Buchbesprechungen mein Interesse zu wecken - ach was, sie kitzelt es so lange, bis ich die Bücher schlussendlich in den Händen halte und mich sofort darauf stürze! Ihre Begeisterung springt mich geradezu durch den Bildschirm an und das LIEBE ich einfach an ihr.

Zackig, knackig und lebhaft macht Nici&Books mir fast jedes Buch schmackhaft und ebenso war es wieder bei der Totenfrau - direkt nach dem Video habe ich auf Skoobe geschaut, mir den Titel ausgeliehen und jetzt wartet er nur noch darauf gelesen zu werden. Für so viel Enthusiasmus ziehe ich meine Büchwurmlesebrille und hoffe, dass diese Lesefreude auch auf viele andere Zuschauer überspringt.

DANKE Nici für das Verbreiten von Lesefieber, von dir lass ich mich gerne anstecken!!



Und dann kommen wir noch zu den Büchermenschen, die mich über Twitter inspirieren, mich dort mit ihrer Begeisterung oder einfach nur ihrem Leseeindruck ködern und mich damit zum Lesen bringen. Hier wird sich gleich jemand wundern und das ist die liebe Nadine.

Warum wundern? Naja, ich bin ( wie fast überall ) oft nur eine stille Mitleserin ihrer Kommentare, gerade wenn sie über ein Buch berichtet, welches sie gerade liest - denn dann liege ich oft mit Seitenstechen vor lauter Lachen vor dem PC und kann nicht anders, als mir dann selbst einen Überblick über die Geschichten zu verschaffen.

Gerade wenn die neuen Skoobe-Bücher eintreffen und Nadine sich durch die Neuerscheinungen ackert ist es sehr amüsant bei ihr Mitzulesen, denn ihre Art, wie sie sich über Bücher aufregen kann bzw. über Unstimmigkeiten in den Geschichten, ist einfach herrlich! 

DANKE Nadine für deinen tollen Humor, deine grandiose Art mir Bücher näher zu bringen und mich mit den verschiedensten Geschichten anzufixen - mach bitte immer so weiter!!



Und last but not least die fabulöse Katja! Auch hier lese ich oft stillschweigend mit und hamstere mir ihre Lese-Empfehlungen wie eine Bekloppte. Katja hat hierbei oft die Angewohnheit, still und unscheinbar Buchtipps rauszuhauen und wenn man nicht genau hinsieht, kann man sie und ihren Account oft übersehen - aber das wäre ein großer Fehler, denn ihre Empfehlungen sind goldwert!!

Unsere Meinungen unterscheiden sich dabei oft, aber genau das mag ich, denn so kann ich oft lesetechnisch über meinen Horizont blicken und neue Geschichten entdecken, von denen ich am Anfang nie vermutet hätte, das sich solch eine wundervolle Handlung dahinter versteckt.

Aus diesem Grund: Auch ein dickes, fettes DANKE an dich Katja, dass du meine Twitter-Timeline vergoldest und mich mit deinen Lesetipps in andere Welten schickst!

Und ein kleines Wort an allen:



an euch alle da draußen, die mich tagtäglich mit ihren Empfehlungen und ihrer Buchliebe überhäufen - auch wenn IHR jetzt nicht hier mit dabei seid, ich möchte keinen einzigen von euch jemals wieder hergeben wollen - denn ihr macht meine Welt ein kleinwenig bunter!