Montag, 6. Juli 2015

[Rezension] Der Marsianer - Andy Weir

Der Marsianer

Andy Weir

512 Seiten

Heyne Verlag

14,99 €

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: 

Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...

Meine Meinung:

Kennt ihr das? Ihr habt seit Ewigkeiten ein bestimmtes Buch im Blick, ihr wollt es unbedingt lesen und die Zeit verrinnt euch in den Fingern .... UND plötzlich seht ihr den Trailer dieses Buches und könnt nicht anders, als die Geschichte an euch zu reißen und diese so schnell wie möglich zu inhalieren?!

Genauso ging es mir mit "Der Marsianer" und ich bereue es wirklich, diesen Roman solange nicht zur Hand genommen zu haben. Denn was mir Andy Weir da präsentierte konnte mich völlig gefangen nehmen, hat mich in seinen Sog gezogen und ich war völlig verschmolzen mit dieser Geschichte.

Um was geht es? Bei einer Marsexpedition wird Mark Watney von seinem Team getrennt, er wird von den anderen für tot gehalten und sie brechen ohne ihn wieder Richtung Heimat auf. Doch Mark ist nicht tot und muss sich nun dieser neuen Situation stellen: 

Allein auf dem Mars, ohne genügend Nahrung und unzureichender Ausrüstung. Ohne Möglichkeit, irgendjemand zu erreichen und die NASA auf sein Überleben aufmerksam zu machen. Die allerschlechteste Nachricht aber ist: Die nächste Expedition wird erst in drei Jahren auf den Mars kommen und damit beginnt ein fast unmöglicher Überlebenskampf.

Mark Watney war mir von Anfang an ein unheimlich sympathischer Charakter, welcher mich in regelmäßigen Abständen mehr als nur zum Lachen brachte mit seinem sehr eigenen Humor, den man fast schon als Galgenhumor bezeichnen könnte. Er ist nicht der typische Held wie man ihn sich als Leser immer wünscht; nein, er ist der Antiheld schlechthin. 

Mark ist Botaniker und Bordmechaniker, zwei Fähigkeiten die ihm mehr als nur ein bisschen auf dem Mars zugutekommen und ihn oftmals vor dem sicheren Tod retten. Und er ist mit solch einem Überlebenswillen ausgestattet, mit einem solch großen Improvisationstalent ausgestattet, dass ich als Leser mehrmals meinen Hut vor ihm gezogen habe. 

Er muss während der gesamten Geschichte so herbe Schläge einstecken, so oft an seine Grenzen gehen und doch schafft er es immer wieder nach vorne zu sehen und an sein Ziel zu denken: Lebend wieder auf die Erde zu kommen. Und das machte ihn in meinen Augen zu einem solch starken Charakter, der mir auch tagelang nach Lesen noch im Kopf herumspukte.

Die Handlung an sich ist sehr vielfältig:

Wir erleben Mark bei seinem Überlebenskampf, gleichzeitig aber auch dürfen wir seine Teamkollegen begleiten und ihre Sichtweise verfolgen UND dann ist da noch die NASA mit ihren Mitarbeitern, welche fieberhaft an der Rettung von Mark Watney arbeiten. Gerade diese vielen Perspektiven haben mich überraschend am Lesen gehalten, ich wurde so durch die Geschichte geleitet und kann nichts schlechtes darüber sagen.

Während des Lesens ging mir sehr oft der Gedanke durch den Kopf, was wohl in der Realität bei solch einem Notfall passieren würde - wie schnell wüssten wir normalen Bürger Bescheid? Ist dieses eine Leben diese ganze Anstrengung wert oder vertuscht man das ganze lieber? Auch diese Fragen wurden nach und nach im Buch behandelt, als hätte der Autor in meinen Kopf hinein gesehen. Top!

Kleines Manko, welches ich aber großzügigster Weise einfach überlesen habe ( denn dafür war die ganze Geschichte einfach ZU interessant ) waren die vielen technischen Details rund um die ganzen Sachen, die Mark sich so zusammenbaute. Anfänglich habe ich sie noch mitgelesen und versucht zu verstehen, aber gegen Ende habe ich sie weggelassen - mir doch egal wie er es schafft, Hauptsache er überlebt!

Und zu guter letzt inszeniert Andy Weir ein großartiges, fulminantes und genau richtiges Finale. Wo andere Autoren zuviel oder zu dramatisch beschreiben, die wichtigen Details aussparen und sich in etwas verrennen, da schreibt der Autor ein Finale locker flockig aus der Hüfte, dass man wahnsinnig werden kann. Einfach grandios.

Mein Fazit:

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer sich nur ein wenig für diese Thematik interessiert oder den Trailer für gut befunden hat, der wird an diesem Buch mehr als nur seine wahre Freude finden. Lest es, denn da entgeht euch sonst ein Meisterwerk! Ich vergebe

5 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte



Donnerstag, 2. Juli 2015

[Rezension] Am Anfang war die Schuld - Jane Shemilt

Am Anfang war die Schuld

Jane Shemilt

448 Seiten

Blanvalet Verlag

14,99 €

Jenny Malcom ist sich sicher, alles im Griff zu haben. Ihren Job als Ärztin, ihre Rolle als Mutter von drei Teenagern und ihre Ehe. Alles läuft perfekt. Bis zu dem Abend, an dem ihre fünfzehnjährige Tochter nicht nach Hause kommt. Bange Stunden des Hoffens folgen, bis klar wird: Naomi ist spurlos verschwunden. 

Und plötzlich bricht Jennys perfekt organisiertes Leben zusammen. Während die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren laufen, steht die Familie Malcom vor den Trümmern ihres Lebens. Und Jenny beginnt zu ahnen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte, wie sie immer gedacht hat …

Meine Meinung:

Der Klappentext dieses Thriller hatte sofort meine Aufmerksamkeit erregt und eine Frage kam in mir hoch "Kennen wir immer den Menschen mit dem wir zusammenleben SO perfekt? Oder gibt es etwas, was er uns verheimlicht?" Ich war gefesselt und wollte endlich wissen was mit Jennys Tochter Naomi passiert ist. Doch konnte diese Geschichte mich überzeugen? Gleich mehr dazu.

Um was geht es? Jenny Malcom ist eine richtige Vorzeigemutter, sie jongliert mit ihrem anstrengenden Beruf als Ärztin, ist nebenbei Mutter von drei Kindern und schafft es, ihre Ehe am Laufen zu halten ... zumindest glaubt sie das. Eines Abends kommt ihre Tochter Naomi nicht mehr nach Hause und die nervenaufreibende Suche nach ihr beginnt.

Jenny gibt die Hoffnung nicht auf, ermittelt teilweise auf eigene Faust und muss dabei lernen, dass sie ihre Tochter doch nicht so gut kannte wie sie dachte und ihre perfekte Welt bekommt die ersten Risse. Wird sie Naomi jemals wieder in die Arme schließen können?

Der Schreibstil war spannend und gut zu lesen - anfänglich flog ich nur so durch das Buch und konnte es kaum beiseite legen. Der Leser erlebt die Geschichte aus Jennys Sicht; abwechselnd aus der Gegenwart erzählt, in der sie Naomi wie verzweifelt sucht und einmal aus Sicht der Zeit kurz vor ihrem Verschwinden.

Und nach und nach erfährt man immer mehr über das scheinbar glückliche und gut funktionierende Familienleben der Malcoms .... Jenny zerbricht an der Suche nach ihrer Tochter, ihr Mann verheimlicht ihr etwas und auch ihre beiden Söhne schweigen - was wissen sie und wo ist Naomi?

Die Charaktere waren mir alles andere als sympathisch, jeder kreiste nur um sich selbst und wenn etwas nicht klappte, wurde dem anderen der schwarze Peter zugeschoben. Jenny zerbricht am ungewissen Schicksal ihrer Tochter und was machen ihre Söhne? Sie erzählen ihr brühwarm von der neuen Freundin ihres Mannes und streuen damit reichlich Salz in die Wunden - hallo?!

Auch die Handlung kam nicht so richtig in die Puschen. Es wird viel um den heißen Brei herum erzählt, die eigentliche Suche verschwindet unter Nebensächlichkeiten und Alltagstrara, nur um dann auf einmal wieder voll aufzublühen und dem Leser einen Fakt nach dem anderen ins Gesicht zu schlagen.

Dadurch wurde das Lesevergnügen teilweise sogar langweilig, den roten Faden verlor man allerdings nie ... denn soviel passierte im Endeffekt dann ja auch nicht. Leider ist mir sehr wenig von der eigentlichen Geschichte im Gedächtnis geblieben und das heißt ja einiges; von einem soliden Thriller erwarte ich viel viel mehr und auch das Ende war für mich nicht optimal.

Mein Fazit:

Ein zäher Thriller mit einer grandiosen Grundidee und einer langwierigen Ausführung. Für Einsteiger in das Genre auf jeden Fall einen Blick wert, für hartgesottene Fans des richtigen Hardcore-Thriller eher eine Enttäuschung bzw. nichts bahnbrechend neues. Ich vergebe

1 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte

Montag, 29. Juni 2015

[Rezension] Zwei fürs Leben - Julia Hanel

Zwei fürs Leben

Julia Hanel

304 Seiten

Ullstein Verlag

8,99 €

Als Anni nach einem schweren Unfall im Krankenhaus erwacht, hört sie eine fremde Stimme in ihrem Kopf. Sie gehört zu Ben, einem jungen Architekten, der behauptet, im Koma zu liegen und ihre Gedanken zu hören. Anni ist anfangs skeptisch und versucht, Ben mit allen Mitteln loszuwerden. Doch schon bald werden die Gespräche mit Ben zum Höhepunkt ihres Tages. Die fremde Stimme lässt sie nicht mehr los, und Anni fragt sich, ob man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben kann ...

Meine Meinung:

Durch Zufall bin ich auf dieses Roman-Debüt aufmerksam geworden und bin ein wenig skeptisch an die Geschichte herangegangen. Die Idee einer Liebesgeschichte die sich nur in zwei Köpfen ohne realen Kontakt abspielt - ich wusste nicht, was mich erwartet, was ich von solch einer Grundidee halten soll und war dementsprechend neugierig. 

Um was geht es? Anni ist Mitte Zwanzig, glücklich in ihrer Beziehung und unglücklich in ihrem Job als Lektorin eines kleinen Fantasy-Verlages. Eines Tages hat sie einen schweren Unfall, wacht nach zwei Wochen aus dem Koma auf und hat eine fremde Stimme in ihrem Kopf.

Diese Stimme gehört Ben, einem jungen Architekten, der ebenfalls im Koma liegt und ihre Gedanken hören kann. Sehr schnell bauen die beiden eine vertrauliche Atmosphäre auf, können es kaum abwarten miteinander zu "sprechen" bzw. sich einen Schlagabtausch zu liefern. Anni und Ben harmonieren auf eine ganz besondere Weise miteinander und lernen sich Schritt für Schritt besser kennen, bis eine tiefe Verbundenheit entsteht.

Doch eine gemeinsame Zukunft scheint unmöglich - Anni liebt ihren Freund über alles, Ben hofft auf eine zweite Chance für seine Ehe, und eigentlich kennen die beiden sich ja gar nicht...

Die Charaktere waren anfänglich für mich sehr schwer zu fassen, denn dadurch dass man als Leser so in das Geschehen geworfen wird und auch gleich die mentalen Zwiegespräche zwischen Anni und Ben beginnen, bleiben die beiden vorerst ein wenig blass und nebulös.

Das ändert sich dann jedoch ziemlich bald, denn durch kleine Einblicke in Annis Leben und Rückblicke in ihre Vergangenheit, bzw. wie sie ihren Freund kennen gelernt hat verleihen ihr den nötigen Charaktertiefgang und machen sie greifbarer für den Leser. Über Ben erfahren wir größtenteils etwas über die Gespräche der beiden, über seine tragische Liebesgeschichte und wie es dazu kam, dass er im Koma liegt.

Besonders gefallen haben mir die Dialoge zwischen den beiden, sie haben dem Roman eine gewisse Leichtigkeit und Note gegeben und mich so quasi durch die Geschichte hindurch getragen. 

Mal sind sie lustig, mal etwas ernster angehaucht - je nachdem, zu welchem Zeitpunkt sie in die Gedanken des anderen eintauchen, denn das können beide nicht kontrollieren; sie wissen nicht wann sie in den Kopf des anderen katapultiert werden und wann sie wieder hinausgeworfen werden.

Die Geschichte war voller unerwarteter Wendungen, als Leser erhofft man sich die ganze Zeit ein Happy-End und fragt sich dann gleichzeitig "Bloß wie?!", denn Anni und Ben haben beide ihre Päckchen im Leben zu tragen und passen so augenscheinlich gerade gar nicht zusammen.

Beide wollen etwas an ihrem momentanen Leben ändern und sind doch so gefangen in ihrem Trott, dass man als Leser verzweifeln möchte.

Mein Fazit:

Eine wunderbartolle Liebesgeschichte mit einer außergewöhnlichen Plot-Idee. Mit an den See, ins Schwimmbad nehmen oder an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse anfangen zu lesen, darin versinken und durch schmökern, denn das geht bei diesem Roman unglaublich schnell. Ich vergebe

4 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte

Samstag, 27. Juni 2015

[Tipps&Empfehlungen] Tolino - Wie kaufe ich ein Ebook über den Shop?

Hallo ihr Ratlosen da draußen!

Ich bin seit nun knapp 2 Jahren stolzer Besitzer eines Tolinos - mein Einstiegsmodell war der Tolino Shine für 88,00€  und ich war absolut zufrieden damit. 2014 hat dann der Tolino Vision den Markt erobert, nach längerer Bedenkzeit auch mich überzeugt und seit Weihnachten darf ich ihn mein eigen nennen.

Da ich im Buchhandel arbeite, komme ich natürlich nicht drum herum auch meine Kunden bei Fragen rund um den Tolino zu beraten, ihnen aufzuzeigen wie sie ein Ebook kaufen können, helfe ihnen bei Störungen rund um das Gerät und so weiter.

              Aus diesem Grund will ich mein Wissen natürlich mit euch da draußen teilen - auf geht´s:

Hinweis: 

Alles was ich im folgenden Beitrag aufzeige und beschreibe, bezieht sich auf meine Erfahrungen mit dem Hugendubel.de Shop.
Es kann bei anderen vorinstallierten Shops zu Abweichungen kommen, das sei bitte zu beachten!

Wie kaufe ich ein Ebook über den Shop?

1. Wenn ihr euch ein Ebook kaufen möchtet über den Shop ( in meinem Fall Hugendubel ), dann klickt ihr einfach auf den Button "Zum Shop" und schon kommt ihr auf diese Startseite.

Dort habt ihr ( links im Bild )einen Überblick über die aktuellsten Bestseller, die Empfehlen oder die besonderen Angebote.

Ihr könnt natürlich auch ( rechts im Bild ) gezielt nach Autoren oder Titeln in der Suchleiste suchen. Dafür klickt ihr in das Suchfeld, tippt eure Angaben ein und benutzt entweder die Lupe, um den Suchvorgang zu starten, oder ihr klickt auf "Fertig" bei eurer Tastatur nach dem Eingeben des gewünschten Ebooks.

2. Wenn ihr euch erstmal umschauen möchtet im Shop, um eure Auswahl zu treffen, könnt ihr dies auch über den Tipp auf das "Menü" tun. Hier ploppt euch dann dieses Feld auf, bei dem ihr zwischen den verschiedenen Kategorien auswählen könnt und so eure Auswahl einschränkt. 

Dort kommt ihr ebenso zum Impressum bzw. auch zu den FAQ (  zu deutsch: Häufig gestellte Fragen ) und zu euren Merkzetteln, die ihr nach Lust und Laune anlegen könnt.

3. Habt ihr euch für ein Ebook entschieden, klickt ihr dieses einfach an und kommt dadurch auf diese Übersichtsseite. 

Hier könnt ihr nun, durch Tippen auf die jeweilige Kategorie, entweder die Produktinformationen begutachten, euch kostenlos eine Leseprobe direkt auf den Reader laden ( enthalten meist zwischen ~ 5-10 Seiten ) oder könnt euch die Bewertungen anderer Kunden durchlesen. 

Auch wird euch der Klappentext angezeigt ( hier mittig im Bild ), ebenso wie der Preis und die Seitenanzahl ( oben links ).

Ihr habt euch für ein Ebook entschieden? Dann kommen wir zum nächsten Schritt.

4. Nun klickt ihr auf "Download bestellen" und zieht somit das Ebook in euren elektronischen Warenkorb - ganz genauso, wie wenn ihr euch ein Buch im Internet bestellt, nur dass es dort "In den Warenkorb legen" heißt. 

Habt ihr das getan, werdet ihr automatisch mit eurem Warenkorb verbunden ( rechts im Bild ). Von dort aus könnt ihr jetzt entweder den Kauf abschließen ODER auch wieder über die Suchleiste ein neues Ebook suchen und ebenfalls in den Warenkorb legen. 

Wenn ihr alle gewünschten Titel durch diese Schritte zusammen habt, geht es ans Eingemachte bzw. an den Zahlvorgang - doch bevor ihr auf "Zur Kasse" klickt, gibt es noch ein paar Erklärungen rund um euren Warenkorb.

5. [1] Dort ist euer Warenkorb. Die Zahl, die dort angezeigt wird; im meinem Falle 1; zeigt auch die Anzahl der Ebooks im Warenkorb an.

[2] Das ist eine kleine Mülltonne. Möchtet ihr ein bestimmtes Ebook doch nicht kaufen, klickt ihr einfach auf dieses Symbol und der Titel wird aus eurem Warenkorb gelöscht. 

[3] Ihr habt eine Geschenk-Karte zu Hause und möchtet damit euren Kauf bezahlen? Kein Problem! Tippt ihr dieses Feld an, öffnet sich das Eingabefeld für den Geschenkgutschein, aber wie genau ihr damit zahlt, werde ich gleich erklären.

[4] GANZ wichtig: Nicht dieses Häkchen beim Widerrufsrecht vergessen. Damit bestätigt ihr eurer Wissen darüber, dass ihr euer Ebook auch wieder zurückgeben könnt wenn es z.B. falsch formatiert wäre oder es nicht der gewünschten Qualität entspricht. 

Vergesst ihr das Häkchen und geht "Zur Kasse", ploppt euch kurz ein Kästchen auf, dass euch auf euer Vergessen hinweist und ihr müsst einfach nachträglich dieses Kästchen anklicken.


6. Zahlung mit Geschenk-Gutschein:

Wie bereits oben erwähnt: Klickt ihr auf das Feld "Geschenkkarte oder Aktionscode einlösen" wird euch das obere Feld aufgezeigt. Dort werdet ihr einmal den Code und die PIN eingeben müssen - doch was ist was?

Der Code ist die lange Nummer ( wie gesagt, alles über den Hugendubel-Shop, aber ich denke, es wird sich von den anderen Shops wie z.B. Thalia nicht so stark unterscheiden ) auf der Rückseite eurer Geschenkkarte. Wirklich von der allerersten 9 bis zur letzten 2 alle Zahlen eintippen.

Die PIN ist bei mir noch unter dem silbernen Streifen versteckt. Sie ist vierstellig und ihr könnt dieses Feld ganz einfach mit einer Münze oder Schere freirubbeln. 

Wenn ihr alles eingetippt habt, klickt ihr auf "Einlösen" und der Geschenkgutschein wird auf eure Bestellung gut geschrieben. Sonderfälle, wie z.B. "Kann ich mehrere Gutscheine auf eine Bestellung anwenden?" und so weiter werde ich in einem extra Beitrag erklären - wer diese Frage jetzt schon beantwortet haben will schreibt mir bitte in den Kommentaren.

7. Wer nicht über Gutschein zahlen mag oder kann, wird nach dem Klick "Zur Kasse" auf diese Seite weitergeleitet. Hier könnt ihr euch zwischen den folgenden Zahlungsoptionen entscheiden:

- Rechnung - hier bekommt ihr auf eure angegebene Email-Adresse eine Rechnung geschickt, die ihr dann überweisen müsst innerhalb eines gewissen Zeitraumes; also auch immer den Spam-Ordner überprüfen!

- Sofort Überweisung, Kreditkarte & Paypal - wählt ihr eine dieser Optionen, werdet ihr zu eurem jeweiligen Anbieter weiter verbunden. Bitte hierbei darauf achten, dass euer Wlan ausreichend stark ist, sonst dauert diese Verbindung Ewigkeiten oder wird abgebrochen. 

- Bankeinzug - ihr müsst bei dieser Möglichkeit eure Daten komplett angeben. Wer dies nicht möchte, bzw. bei Verlust des Geräts natürlich ein gewisses Risiko eingeht, sollte über Rechnung zahlen. 

Habt ihr euch für eine Option entschieden, klickt ihr auf "Weiter" und werdet auf die nächste Seite weitergeleitet. Damit ist der Kauf noch nicht beendet!

8.  Euch wird im nächsten Schritt eine Zusammenfassung eurer Bestellung angezeigt. Dabei könnt ihr nochmal die Ebooks überprüfen ( wollt ihr sie wirklich alle kaufen? ) und könntet auch an der Stelle die Bestellung abbrechen. 

Seid ihr euch eurer Sache sicher, dann nur Mut und auf "Jetzt kaufen" klicken - damit bestätigt ihr eure Angaben und kauft diesen Titel. Danach gibt es nur noch die Möglichkeit des Widerrufs, solltet ihr irrtümlicherweise ein Ebook gekauft haben, welches ihr nicht besitzen möchtet.

9. GESCHAFFT! Nun einfach auf euren Home-Button unten am Gerät tippen und damit kehrt ihr auf eure Startseite zurück. Das Ebook sollte sich nun von alleine nach einigen Sekunden herunterladen und ihr müsst nur noch mit einem Klick auf den oder die Titel das Ebook entgültig auf euren Reader ziehen. 

Dabei müsst ihr noch mit dem jeweiligen Wlan verbunden sein. Das angetippte Ebook wird sich dann kurz öffnen ( dauert ein paar Sekunden ) und danach könnt ihr sofort loslegen mit Lesen.


Das war es schon. Habt ihr noch Fragen oder seit ihr euch dennoch zu unsicher oder traut euch nicht - 
die Buchhändler die ich kenne, beißen nicht und helfen euch gerne vor Ort weiter. 

ODER ihr schreibt mir einen Kommentar und ich versuche mein Bestes, um euch zu helfen!

Donnerstag, 25. Juni 2015

[Top-Empfehlung] Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid - Frederik Backman


Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid

Frederik Backman

464 Seiten

Krüger Verlag

19,99 €


Der Nr.1-Bestseller und Lieblingsroman aus Schweden: phantasievoll, ergreifend und umwerfend witzig. Wieder ein ganz besonderes Leseerlebnis vom Autor von ›Ein Mann namens Ove‹.

Oma ist 77, Ärztin, Chaotin und treibt die Nachbarn in den Wahnsinn. Elsa ist 7, liebt Wikipedia und Superhelden und hat nur einen einzigen Freund: nämlich Oma. In Omas Märchen erlebt Elsa die aufregendsten Abenteuer. Bis Oma sie eines Tages auf die größte Suche ihres Lebens schickt – und zwar in der wirklichen Welt.


* Warum ist "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" so besonders?

Weil Elsa besonders ist. Und ihre Oma. Die Nachbarn sind eher schräg und jeder hat sein Päckchen zu tragen und warum das Halbe zum Schluss doch ganz anders heißt als gedacht, Mädchen doch Spider-Man sein können und Worse gar nicht so übel sind ... ja all das erfahrt ihr nun hier bei mir.

Alle Siebenjährigen haben Superhelden verdient. So ist das einfach. Und wer anderer Meinung ist, der ist ein bisschen blöd im Kopf. So drückt es Elsas Oma aus.

Diese Geschichte handelt von einer wunderbar rührenden Beziehung zwischen Oma und Enkelkind, doch dass diese Oma so ganz anders ist als alle anderen Omas; das merkt man als Leser ziemlich schnell. Denn Elsas Oma hat es faustdick hinter den Ohren! 

So bricht sie zum Beispiel mitten in der Nacht mit Elsa in einen Zoo ein, bewirft einen Polizisten mit Kacke ( obwohl das mehr Erde als Kacke war!! ) und zettelt einen riesigen Aufstand im Vernehmungszimmer an, weil 1.) der Polizist Elsas Mutter angerufen hat ( und weil sie deswegen megasauer sein wird!!! ) und weil 2.) Elsas Oma nicht rauchen darf ( weil das eine Bevormundungsgesellschaft ist!!!! ) .

Eine Oma zu haben ist, als  hätte man eine ganze Armee. Es ist das größte Privileg eines Enkelkindes, zu wissen, dass jemand auf seiner Seite steht, einfach immer, ohne Kompromisse. Sogar, wenn es nicht recht hat. Eigentlich besonders dann.

Und das alles, weil drei ältere Mädchen einen Hass auf Elsa hatten, sie geschlagen und ihren Gryffindor-Schal kaputt gemacht haben. Denn ihre Oma sagt immer "Wenn man dat Schlechte nich wechkricht, dann muss man viel Jutes drüberkippen". Aber nicht nur das macht Elsas Oma zur besten Freundin aller Zeiten; nein, es gibt da ja auch noch Miamas und das ganze Märchenland.

Was das ist fragt ihr euch? Na gut, ich versuche es euch zu erklären. Miamas ist Omas und Elsas Zufluchtsort, dort haben sie sich zum ersten Mal hin geträumt, als Elsas Eltern sich geschieden haben und Elsa nicht mehr schlafen konnte vor lauter Sorgen. Denn nach Miamas kommt man auch, wenn man Fast-Noch-Wach ist und dort gibt es die größten Abenteuer, die man sich so vorstellen kann.



Aber Miamas ist Omas und Elsas Lieblingskönigreich, denn dort ist der Beruf des Märchenerzählers der angesehenste, den es gibt. Dort kann jemand, der es vermag, einer Erzählung Leben einzuhauchen, mächtiger als ein König werden. 

In Miamas heißt die Währung Phantasie. Statt gegen Münzen etwas zu kaufen, kann man Dinge für eine gute Geschichte bekommen, und eine Bibliothek heißt dort nicht Bibliothek, sondern Bank. In Miamas ist jedes Buch ein Vermögen wer, jedes Märchen eine Million. 



Doch das ist nur der Gipfel des Eisberges ( ich will auch nicht zu viel vorneweg nehmen ) und wenn ihr sehen wollt, was sich unterhalb des Wassers verbirgt ... tja, dann müsst ihr wohl das Buch lesen.

Denn nicht nur Elsas Oma und ihre Märchengeschichten von Miamas sind erzählenswert, nein, auch Elsa ist ein ganz besonders kleines, pfiffiges und fast acht Jahre altes Mädchen, welches oft mehr von der Welt zu verstehen scheint, als die Erwachsenen.

Elsa scheut sich nicht, die richtigen Fragen zu stellen. Sie googelt alles was sie wissen will in Wikipedia nach und ist genauso ein Besserwisser wie ihr Papa. Doch nicht alle Menschen denen Elsa begegnet, kommen damit klar und am allerwenigsten ihre Mama. Für mich war Elsa ein wahrer Quell an Freude, Weisheit und hat mich durch das ganze Buch hindurch immer wieder laut auflachen lassen. Danke dafür!



Aber dann kam der Lehrer angerannt und machte dem Streit ein Ende und sagte, dass niemand der „Spidermann“ sein dürfte, denn der „Spidermann“ existiere nur als Filmfigur und sei kein „literarischer Held“. 

Und da regte sich Elsa vielleicht etwas unverhältnismäßig stark auf, und fragte den Lehrer, ob er möglicherweise schon mal etwas vom Marvel Verlag gehört habe. Und das hatte der Lehrer nicht. Und da schrie Elsa völlig schockiert: „UND SIE DÜRFEN KINDER UNTERRICHTEN?!“



Elsa ist in ihrer Schule eine Außenseiterin, sie wird gemobbt, geschlagen und bekommt dafür auch noch Ärger, denn weder ihre Mutter noch die Lehrer sehen, was hier wirklich vor sich geht. Nur ihre Oma behält den Durchblick und macht Elsa auf ihre ganz eigene Art klar, dass es nicht schlimm ist anders zu sein. 

Doch dann trennt ein Schicksalsschlag die beiden und Elsa merkt sehr schnell, dass auch Menschen die man liebt, nicht ihr ganzes Leben lang liebenswert waren. Und damit macht sie sich auf die größte Schatzsuche ihres bisherigen Lebens, denn wer weiß was Oma so alles für ihre geliebte Enkeltochter bereit gehalten hat.

„Es ist doch kein Verbrechen, ein ungewöhnliches Kind zu sein. Oma hat immer gesagt, nur Menschen, die ungewöhnlich sind, verändern die Welt!“ erklärt Elsa.

Und dann gibt es noch Elsas Papa, ihre Mama und George, Wolfsherz und die Frau im schwarzen Rock, Alf und Britte-Marie, Kent und den Jungen mit dem Syndrom und natürlich Wors ... doch wer sie alle sind, muss an dieser Stelle leider offen bleiben, denn sonst wird diese Rezension länger als ihr sie euch jemals vorstellen könnt - und das wäre dann doch etwas zu lang.

* Worum geht es in dem Buch?

Aus Gründen ( das ist nämlich die längste Rezension die ich jemals geschrieben habe! ) fällt dieser Punkt weg und ich empfehle jeden den vorausgegangenen Punkt nochmals zu lesen ... alle anderen weinen bitterlich an dieser Stelle und lesen bitte weiter.

* Für wen ist "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" geeignet?

Für alle, die an die Macht der Märchen glauben. Für alle Eltern dort draußen, die manchmal an ihren Kindern verzweifeln und damit hoffentlich die Augen geöffnet bekommen. Für alle Omas - so macht man das! 

Für die Träumer und Realitätsflüchtlinge unter euch; wenn ihr euch hier nicht zuhause fühlt, dann weiß ich auch nicht weiter. Für alle, die "Tintenherz" geliebt haben - hier ist die moderne Version davon. Für all diejenigen, die das Leben und seine Tücken mal aus einer anderen Sicht sehen wollen. 

Und natürlich für alle anderen dort draußen, die meinen dieses Buch nicht lesen zu müssen: Doch. Ihr. Müsst. !!!!

* Top-Empfehlung

Das hier war keine klassische Rezension, ich habe weder etwas über den außerordentlichen Schreibstil des Autors geschrieben oder über die Handlung, habe mich nicht auf das Cover ( das sehr genial passt ) geworfen und es analysiert. 

Denn diese Geschichte hat mich tief im Herzen getroffen und wenn man so tief getroffen wird, dann fehlen einem an manchen Stellen die Worte und an anderen Stellen könnte man so lange schreiben, bis einem die Finger bluten.

Auch wenn euch diese Rezension nicht gefallen sollte; lest bitte dieses Buch, lasst euch darauf ein und begleitet Elsa durch diese Geschichte, kämpft mit an ihrer Seite um die Erhaltung des Märchenlandes und hütet euch vor den Racheaktionen dieser überaus fitten Oma, denn


Leben retten und die Leute in den Wahnsinn treiben sind Omas Superkräfte. Was sie zu einem ziemlich dysfunktionalen Superhelden macht, kann man sagen. Elsa hat „dysfunktional“ nachgeschaut, und das Wort bedeutet, dass etwas funktioniert, aber nicht genau so, wie es gedacht war. Das gehört zu den Dingen, die Elsa an Oma am liebsten mag.

Mittwoch, 24. Juni 2015

[Rezension] Alles Tofu, oder was? - Ellen Berg

Alles Tofu, oder was?

Ellen Berg

334 Seiten

Aufbau Taschenbuch Verlag

9,99 €

Für Dana kommt’s dicke: Erst lässt sie ihr Freund Paul nach einem völlig verunglückten romantischen Dinner sitzen. Dann zieht ihr nörgeliger Vater bei ihr ein und raubt ihr den letzten Nerv. Auch ihr Plan, die Gäste ihres kleinen Bistros mit veganer Kost zu beglücken, schlägt fehl, selbst ihr Koch Hung Tai hält Danas Essen für einen Anschlag auf den guten Geschmack. 

Allein ihr Stammgast Philipp lässt sich nicht abschrecken und stochert sich tapfer durch Tofu-Algen-Ragout und Seitan-Schnitzel. Zugleich nehmen die Schikanen der fiesen Maklerin Müller-Mertens überhand, die es auf das Haus mit Danas Restaurant abgesehen hat. Doch dann entdeckt Dana die besänftigende Wirkung eines veganen Liebesmenüs und beschließt, um ihre Existenz zu kämpfen.

Meine Meinung:

Ich bin ziemlich lange um die Bücher von Ellen Berg herumgeschlichen, wusste nicht so recht wo ich sie einordnen soll und habe sie in die Richtung "Eher etwas für ältere Frauen" eingeordnet - und bin eines besseren belehrt worden. Ein unglaublich humorvoller Roman mit einer Prise Romantik und Augenzwinkern; herrlich!

Um was geht es? Dana hat es als überzeugte, alleinerziehende Veganerin nicht immer leicht: Erst lässt sie ihr Freund Paul sie sitzen, nachdem sie ihm ein veganes Menü vorgesetzt hatte. Kurz darauf wird ihr Restaurant von der fiesen Maklerin Müller-Mertens inspiziert und ihr mitgeteilt, dass dort bald ein topmodernes Gebäude entstehen soll und sie innerhalb des nächsten Monats dort ausziehen muss.

Das ist selbst für Dana zu viel und sie schmiedet zusammen mit ihrem Koch Hung Tai und ihrem Stammgast Philipp einen Plan - werden sie das Restaurant retten können und was ist mit Dana´s Vater, der auf einmal auf der Matte stehe und bei ihr einziehen möchte? Das Chaos nimmt seinen Lauf ...

Die Geschichte ist flüssig, temporeich, spannend und locker geschrieben, was natürlich an dem herrlich erfrischenden und spritzigen Schreibstil von Ellen Berg lag. Schon nach wenigen Seiten hatte mich Dana auf ihrer Seite, ich war direkt im Buch angekommen und konnte es kaum noch aus der Hand legen; naja, höchstens zum Lachen!

Dana war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn die Arme es nicht immer leicht hat im Leben. Schwer vom Schicksal gebeutelt versucht sie aus jeder Situation das Beste zu machen und wird dabei tatkräftig von ihrer kleinen Tochter Leonie unterstützt, die ihr ganzes Wissen rund um die vegane Ernährung jedem aufdrängt und dabei einfach unbeschreiblich niedlich vorgeht.

Dann gibt es auch noch ihren vietnamesischen Koch Hung Tai, wegen dem ich sehr oft und sehr laut lachen musste; denn er hat für jede Situation einen weisen Spruch auf Lager und unterstützt diese oft gleich durch mutige oder verrückte Taten. UND er ist mit ein Grund, dass ihr veganes Restaurant bald ziemlich gut laufen wird, aber *pssst*!

Die Handlung selbst mag der eine oder andere vielleicht ab und an für mindestens leicht vorhersehbar halten, aber in diesem Maße ist das völlig in Ordnung. Klar, es ist keine anspruchsvolle Handlung mit vielen Wendungen und Verstrickungen, aber eine leichte Lektüre für zwischendurch braucht meiner Meinung auch nicht mehr.

Mein Fazit:

Schräge Charaktere, vegane Ernährung mit einem Augenzwinkern erklärt und eine Racheaktion die ihresgleichen sucht. Toller Humor, angenehmer Schreibstil und viele vietnamesische Weisheiten machen das Buch zu einem kleinen Happen für den Urlaub oder für zwischendurch. Ich vergebe

4 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte

Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] Blink of Time - Rainer Wekwerth

Blink of Time

Rainer Wekwerth

 360 Seiten

Arena Verlag

16,99 €

Sarah Layken flieht vor der Realität - doch vor welcher? Ein Junge will ihr helfen - doch woher weiß er von ihrem Problem? Kein Leben ist wie das andere - doch welches ist das richtige? Um das richtige Leben zu finden, um ihre Liebe wiederzutreffen, um ihren Bruder vor einem Unglück zu bewahren, muss Sarah Layken die gleiche Situation wieder und wieder durchleben. Sie kann sich immer wieder für ein neues Leben entscheiden, aber sie kennt vorher niemals den Preis, den sie dafür bezahlen muss.

Meine Meinung:

Rainer Wekwerth reiht sich bei mir hinter Arno Strobel und Sebastian Fitzek ein, denn alle drei sind meine absoluten Lieblingsautoren aus Deutschland. Ich lese alles, was ich von ihnen in die Finger kriegen kann und bin selten bis nie enttäuscht worden. Klar, dass ich unbedingt das neueste Buch von Wekwerth lesen musste und wieder mal hat sich bewahrheitet: Er kann einfach schreiben!

Um was geht es? Sarah Layken ist ein ganz normales Mädchen - bis zu dem Tag, an dem sie aus ihrer eigenen Realität in eine andere fällt und nichts mehr so für sie ist, wie es einmal war. An ihrer Seite ist der rätselhafte Josh, der von Anfang an für sie eine dunkle Aura um sich hatte und ein riesiges Geheimnis mit sich herumträgt. Wird sie es schaffen wieder in ihre eigene Realität einzutauchen?

Gleich auf den ersten Seiten wird der Spannungsbogen hergestellt. Wir sehen einen jungen Mann auf einer Brücke stehen, wissen nicht wie er dort hingekommen ist oder was er dort will. Doch irgendetwas Dunkles scheint ihn zu umgeben ... Ich liebe es, wie es der Autor immer wieder schafft mich in seine Geschichten quasi einzusaugen, mich dort festzuhalten und eine solche geheimnisvolle Spannung aufzubauen wie kein Zweiter. 

Auch Sarah lernen wir sehr schnell kennen und können mit ihr mitfiebern, uns mit ihr verstecken und mit ihr mitleiden - zuviel möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten, denn auch wenn das Buch 360 Seiten hat, die Handlung ist so dicht gewoben, dass jeder weiterer Hinweis schon viel zu viel preisgeben würde. Nur so viel sei gesagt: Die Grundidee ist der Hammer!

Existieren wirklich mehrere Realitäten nebeneinander? Können wir durch sie "hindurchfallen" und uns so unsere alternativen Leben miterleben? Ein Gedankenexperiment der ganz besonderen Art, auch wenn es für Sarah und Josh eher zum Alptraum wird, aber mich konnte es überzeugen und faszinieren.

Kleiner Kritikpunkt: Zum Schluss ging mir alles ein wenig zu schnell, die Spannung war zwar noch da, aber die Aufklärung, der krönende Abschluss waren mir zu hingeklatscht. Vieles blieb im luftleeren Raum hängen, als Leser wurde ich zu abrupt durch die Geschichte hindurch geschleift und konnte kaum Atem holen - da war das Buch schon zu Ende. 

Mein Fazit:

Ich hoffe es kommt ein zweiter Teil zu diesem Jugendbuch, denn sonst hätte mich der Schluss ein wenig irritiert und unzufrieden zurückgelassen - und wenn nicht, dann stelle ich mir eben vor wie es weitergehen könnte. Alles in allem ein grandioses Werk von Rainer Wekwerth, welches sich schnell und zügig lesen lässt; bestechend durch seine atemlose Dramatik und die einzigartigen Charaktere.

Ich vergebe 4 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte!!

Freitag, 19. Juni 2015

[Rezension] Blätterrauschen - Holly-Jane Rahlens

Blätterrauschen

Holly-Jane Rahlens

320 Seiten

Rowohlt Verlag

14,99 € 

Als es eines stürmischen Herbstnachmittags an die Hintertür zum Leseclub der Buchhandlung Blätterrauschen klopft, ahnen Oliver, Iris und Rosa nicht, dass sie bereits mitten in einem großen Abenteuer stecken. Denn der Junge vor der Tür kommt aus der Zukunft. 

Und es dauert eine Weile, bis er versteht, dass er sich nicht in einem virtuellen Spiel befindet, sondern gegen seinen Willen in die Vergangenheit gereist ist –– ins 21. Jahrhundert! Oliver, Rosa und Iris geraten gemeinsam mit Colin in eine gefährliche Zeitschleife. Und müssen feststellen, dass sie alle Figuren eines Komplotts sind, in dem es um nicht weniger geht als um ihr Leben –– und um unser aller Zukunft!

Meine Meinung:

Warum habe ich diese Geschichte nicht früher entdeckt, nicht früher gelesen und mich nicht früher darin wohl gefühlt? Ich weiß es nicht! Vielleicht liegt es an dem etwas unscheinbareren Cover, welches zwar perfekt den Roman wiedergibt, aber mich selbst nicht zum Lesen verleitet hätte.

Der Klappentext verrät viel von der Geschichte, wer sich also komplett in das Buch einfinden möchte, sollte ihn nicht (!!!)  kurz vorm Lesen nochmal ansehen - wer es dennoch tut kann sich trotzdem noch auf ein spannendes Abenteuer mit Oliver und seinen Freunden freuen.


"Geschichten erzählen ist wichtig. Lesen hilft uns, herauszufinden, wer wir sind. Wir kommunizieren durch Lesen! Geschichten wecken Hoffnung ins uns, wieder und immer wieder. Ohne sie könnten wir nicht leben."

Gleich zu Beginn sei auch gesagt, dass dieses Buch mehr was für die jüngeren Leser gedacht war, aber getrost auch von erfahrenen Lesern gerne in die Hand genommen werden kann. An manchen Stellen werden schwierigere Wörter wie "Phantomschmerz" kinderleicht erklärt, aber ohne den belehrenden Ton; sie fließen mit in die Geschichte ein und können auch für Erwachsene von unschätzbarem Wert sein. Aber lest selbst.

Um was geht es? Oliver will eigentlich so gar nicht an dem Leseclub der Buchhandlung Blätterrauschen teilnehmen und doch findet er sich an einem stürmischen Herbsttag dort mit zwei Mädchen wieder: Rosa und Iris. Und kaum dass die drei es glauben können passiert ein spannendes Ereignis nach dem anderen.

Ein Junge aus der Zukunft steht vor der Tür der Buchhandlung und glaubt sich in einem Online-Spiel wieder, Männer mit schwarzen Masken machen Jagd auf die Freunde und dann, ehe sie es richtig begreifen können, finden sie sich plötzlich in der Zukunft wieder ... Werden Oliver, Iris und Rosa dieses Abenteuer meistern können?


"Wenn ein Buch mal ein bisschen kompliziert ist, stellst du es immer gleich wieder ins Regal. Warte es doch mal ab! Manche Bücher nehmen erst langsam Fahrt auf, aber dann werden sie richtig aufregend. 

Manche Bücher geben dir versteckte Hinweise nicht nur über das, was passiert, sondern auch, warum es passiert. Gib den Büchern eine Chance, ihren Zauber zu entfalten."

Schon auf den ersten Seiten war ich bezaubert von der Atmosphäre der Geschichte. Auch wenn der Schreibstil während des gesamten Buches ab und zu ein wenig holprig war, ein wenig zu einfach und lapidar; mich hat nichts davon abhalten können mit Oliver in der kleinen aber feinen Buchhandlung während eines Unwetters fest zu sitzen und mit Iris und Rosa dort auf den Beginn des Leseclubs zu warten.

Es ist eben ein Buch für die jüngeren Leser, die Geschichte lebt viel von der wörtlichen Rede und ist manchmal einfach gestrickt; aber nichts davon hat mich ernsthaft beim Lesen gestört, nein es hat mich an gewissen Stellen geradezu fasziniert und begeistert; also nicht verzagen, sondern ein Lesen wagen!


"Wieso weißt du das alles?" "Weil ich lese", antwortete Iris. Sie blickte auf das Manga, das aufgeschlagen vor Oliver lag. Und dann auf Rosas Liebesromane. "Richtige Bücher."

Doch dann verwandelt sich die Geschichte rasant in einen Action-Roman, ein Ereignis jagt das nächste und ehe man es sich als Leser versieht wird ein Junge namens Colin Mittelpunkt der ganzen Erzählung. Er denkt nämlich, er sei in einer Computer-Simulation, dies wäre gar nicht die reale Welt und er müsse nur zu einem geheimen Punkt gehen, um wieder in seine Welt zu gelangen. 

Dass dies sich dann als ein wahnsinniger Irrtum entpuppt wird den vieren klar, als Männer mit schwarzen Masken in die Buchhandlung stürmen und alles kurz und klein schlagen ... auf der Suche nach Colins. Die Freunde fliehen und sehen sich auf einmal in der fernen Zukunft wieder, genauer gesagt im Jahre 2273, einer hochtechnologischen Welt, in der so manches anders ist als wie wir es heute kennen.


"Phantomschmerz" sagte er, als wollte er das Wort ausprobieren. Sie nickte. "Das ist so ein Gefühl, als wäre sie noch da." 
"Verstehe. Mit Menschen ist das genauso. Sie sind ein Teil von dir. Und dann sind sie plötzlich weg. Aber irgendwie sind sie immer noch da und tun dir weh."

Mein Fazit:

Ein herrlicher Roman für Groß und Klein, ein Zeitreise-Science-Fiction-Roman mit vielen liebevollen Charakteren, Gesprächen und Ereignissen, die einem noch lange nach dem Lesen im Kopf herumgeistern. 

Und die Buchliebhaber unter euch werden ebenfalls ihren Spaß daran haben, denn auch diese haben einen großen Stellenwert in der Geschichte bekommen. Ich vergebe

3 1/2 ( von 5 möglichen ) Buchpunkte


"Ich fürchte, ich glaube gar nicht mehr daran, dass Geschichten überhaupt ein Ende haben. 

Das hier ist vielleicht das Ende einer Geschichte, aber es ist auch der Anfang einer anderen oder sogar die Mitte von noch einer dritten. Geschichten gehen immer weiter. Wie die Zeit selbst."