Montag, 27. Januar 2020

[Rezension] Das Ewigkeitsprojekt - Caroline Hofstätter



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Das Ewigkeitsprojekt von Caroline Hofstätter

Umfang: 210 Seiten | Genre: Science Fiction

Verlag: Atlantis | Preis: 12,99 € 




Als Dr. Sarah Berger an einem friedlichen Morgen vor die Tür ihres Hauses tritt, erkennt sie, dass Hills View nicht nur ruhig ist – es ist zu ruhig. Über Nacht sind alle Bewohner verschwunden. Aber wohin? Wie konnte eine ganze Stadt völlig lautlos evakuiert werden und warum haben die Bewohner ihre Häuser penibel aufgeräumt, bevor sie die Stadt verließen?

Als die junge Ärztin erkennt, was hinter den rätselhaften Ereignissen in Hills View steckt, befindet sie sich bereits mitten im Ewigkeitsprojekt. Daraus zu entkommen, wird selbst mit aller wissenschaftlichen Logik nicht einfach, denn die Gesetze der Physik gelten nicht länger und selbst eine Tasse Kaffee ist nicht, was sie zu sein scheint ...

Meine Meinung:

Ich wäre wohl so schnell nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden, wenn mich die Autorin Caroline Hofstätter damit nicht auf sehr charmante Art und Weise beglückt hätte - ich hatte auf Twitter meinen Frust über einen Fastgewinn von der Seele geschrieben und sie bot mir direkt an, als kleinen Trost ihr aktuelles Werk zukommen zu lassen. Ich hatte mich riesig gefreut und konnte natürlich bei solch einer netten Anfrage nicht "Nein" sagen und so durfte es noch Ende des Jahres bei mir einziehen.

Ob seines größeren Formats und der knapp 200 Seiten konnte ich die Geschichte relativ schnell wegatmen und das Buch lag mir auch beim Stillen praktisch in der Hand ... gewiss kein Kaufargument für den Großteil von euch, aber für mich in dem Moment ein großer Pluspunkt!

Der Einstieg gestaltete sich flüssig und wie von selbst war ich schon nach wenigen Seiten mitten in den rätselhaften Geschehnissen, an der Seite von Sarah Berger, gefangen. Und die haben es in sich, verdichten sich innerhalb kürzester Zeit zu einer gewaltig spannenden Atmosphäre und ließen mir so kaum die Luft zum Atmen.

Freitag, 24. Januar 2020

[Rezension] Die Wanifen (1) / Seegeist - Rene Anour



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Die Wanifen - Seegeist von Rene Anour

Umfang: 412 Seiten | Genre: Fantasy

Verlag: Tredition | Preis: 14,99 € 



Salzkammergut in grauer Vorzeit

In einem Pfahlbaudorf an den Ufern des Atasees gehen merkwürdige Dinge vor sich. Immer wieder verschwinden Menschen in den Wäldern und kehren nie wieder zurück. Als die junge Ainwa ahnt, dass sie die nächste sein wird, verlässt sie das Dorf, um ihrem Schicksal zu entgehen. Doch in der Tiefe des Urwalds merkt sie, dass sie bereits verfolgt wird.

Meine Meinung:

Ich hätte wohl nie zu diesem Fantasybuch gegriffen, hätte mir der Herzensmensch selbiges nicht als Ebook geschenkt - denn Cover sowie Klappentext erschienen mir im ersten Moment etwas nichtssagend und hätten mich so nie gereizt, einen Blick mehr in die Geschichte zu werfen.

Ein großer Fehler, denn hinter diesen Buchdeckeln verbirgt sich eine ganz zauberhafte, umwerfende Handlung und Charaktere, welche mir schwer ans Herz gewachsen sind.

Doch alles der Reihe nach. Der Einstieg fiel mir ein wenig schwer, denn zu Anfang wird man ein wenig ins kalte Wasser geschmissen und muss sich erst einmal ein wenig einleben in die Welt von Ainwa und ihrem Volk, welches sich Ata nennt. Allerdings verflog mit jeder Seite meine Unsicherheit und die Fragezeichen, die sich in meinem Kopf formten und präsentierte eine detaillierte und fantastische Welt, die von Geistern und Wanifen ( Geisterbeschwörer ) erzählte

Mir gefiel besonders die Mischung aus Fantasy, Sagen/Mythen und dem zeitlichen Setting, welches uns ausnahmsweise mal nicht ins Mittelalter entführt ( wie so oft bei dem Genre ), sondern ins vorzeitliche Salzkammergut, mitten in die Berge und so den Leser eine fast schon märchenhafte Atmosphäre spüren lässt.

Freitag, 17. Januar 2020

[(Gast)Rezension] The Body in the Dumb River - George Bellairs



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The Body in the Dumb River von George Bellairs

Umfang: 205 Seiten | Genre: Kriminalroman

Verlag: British Library | Preis: 11,99 € 



'For the most part, the dead man received public sympathy. A decent, hardworking chap, with not an enemy anywhere. People were surprised that anybody should want to kill Jim.' But Jim has been drowned in the Dumb River, near Ely, miles from his Yorkshire home.

His body, clearly dumped in the usually silent (`dumb') waterway, has been discovered before the killer intended - disturbed by a torrential flood. With critical urgency it's up to Superintendent Littlejohn of Scotland Yard to trace the mystery of the unassuming victim's murder to its source, leaving waves of scandal and sensation in his wake as the hidden, salacious dealings of Jim Teasdale begin to surface.

Meine Meinung:

Heute dürft ihr zum ersten Mal in den Genuss einer Gastrezension hier auf meinem Blog kommen - und zwar von keinem anderen als von meinem Herzensmann Jürgen Albers. Neben dem Schreiben ist Lesen seine zweite Leidenschaft und das in einem Tempo, welches mich manchmal ein wenig schwindelig zurücklässt. Und warum dann diese Lese-Empfehlungen verstecken, wenn ich sie euch auch präsentieren kann?

Dementsprechend wird es hier auch öfter eine solche Rezension geben, die meisten wohl im Genre Kriminalroman und Jugendbuch angesiedelt und wir hoffen, ihr könnt auch die ein oder andere Empfehlung für euch mitnehmen und lesetechnisch in ganz andere Gefilde abtauchen.

Lange Rede kurzer Sinn: Hier kommt nun die erste von vielen Gastrezensionen, welche euch heute nach Yorkshire entführt - habt viel Spaß!

Freitag, 10. Januar 2020

[Rezension] Unser Leben in den Wäldern - Marie Darrieussecq




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Unser Leben in den Wäldern von Marie Darrieussecq

Umfang: 110 Seiten | Genre: Roman

Verlag: Secession | Preis: 18,00 € 




Unser Leben in den Wäldern führt uns in eine gar nicht so ferne Zukunft, wo wir es vermutlich ganz normal finden werden, dank implantierter Technik ständig »online« zu sein, smart vernetzt mit Wohnung, Verkehrsmitteln, Arbeit und den staatlichen Autoritäten. Was aber geschieht mit uns, wenn wir in einer Gesellschaft leben, in welcher der technische Fortschritt und Turbo-Kapitalismus auf die Spitze getrieben sind? In der Klone uns als lebende Ersatzteillager für Organe
dienen? In der Roboter den Großteil der Arbeit übernehmen? In der die Unterscheidungslinie zwischen KI-Affen und Menschen zu verschwinden droht?

 Ein fulminanter Text, verzweifelt, wütend, geprägt von schwarzem Humor – aus einer Zukunft, die sich erschreckend logisch aus unserer Gegenwart speist.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich über Marlene von ichlesefrauen.de aufmerksam geworden und bin unglaublich froh darüber, denn was sich hier hinter den Buchdeckeln verbirgt, ist ein wahres Kleinod im Bereich Dystopie. Vorweg möchte ich gleich sagen, dass falls ihr euch komplett unwissend in die Geschichte werfen möchtet, dann verzichtet darauf den Klappentext zu lesen, denn dieser nimmt der Handlung doch einiges an Spannung raus und verrät sehr viel über den Verlauf.

Wir erleben alles aus Sicht von Viviane, welche in einem Rebellenversteck im Wald ausharrt und in einem Notizbuch ihre Gedanken festhält, in der Hoffnung, der Nachwelt einen kleinen Einblick in die Geschehnisse zu geben und ihnen damit einen Teil der Wahrheit zu offenbaren. So viel mehr kann ich über den Plot gar nicht schreiben, ohne euch zu viel zu verraten und DAS möchte ich auf gar keinen Fall!
Ich stelle mir vor, das der letzte Wald verschwunden sein wird, wenn der erste Menschenroboter fertiggestellt ist. Berührung der Ziellinie. Fünfzig Jahre. Das werde ich nicht erleben. Ich bin vorher kaputt. Ein Glück, dass ich keine Kinder habe.
Der Roman lebt davon, dass man als Leser Stück für Stück in Vivianes Gedanken eintaucht, ihr altes Leben mit ihr ergründet und die Welt in welcher sie lebt, ein bisschen besser kennen lernt. Eine Welt, in der Roboter, ständiges Online-Sein und totalitäre Überwachung zur Tagesordnung gehören, rebellische Mitbürger wie von Zauberhand verschwinden und Klone für jeden, die es sich leisten können bereit liegen, um neue Organe zur Verfügung zu stellen.

Sonntag, 5. Januar 2020

[Sonstiges] Lesevorhaben 2020 - Weniger kaufen, mehr englische Bücher lesen ...

Wie schnell ist dieses Jahr nur verflogen? Wie kann es schon der 29.12.2019 sein?! Nur noch wenige Tage trennen uns vom nächsten Jahrzehnt und ich weiß nicht wohin mit meinen ganzen Gefühlen. 

In den letzten 10 Jahren ist privat unendlich viel passiert - meine Tochter wird in knapp einem Monat ein Jahr alt, ich bin im letzten Jahr 3 mal umgezogen und lebe nun so weit weg von meiner Heimat wie bisher noch nie, habe einen Herzensmann gefunden und kann mein ganzes Glück einfach nicht fassen. Wenn es nun 2020 mit einem neuen Beruf ( am liebsten im Buchhandel ) klappt, ist alles perfekt ... also gerne Daumen drücken!

Kommen wir aber nun zu meinen Lesevorhaben für das kommende Jahr und die habe ich mir sehr gut überlegt, denn eigentlich bin ich jemand, der sich an Vorsätzen nur sehr schlecht festhalten kann - doch 2020 soll sich das bezogen auf Bücher, mein Kauf- und Leseverhalten schon ein wenig ändern.

1.) Weniger Bücher kaufen

Jaaa, diesen Vorsatz haben wir uns alle wohl mal genommen ... doch seien wir mal ehrlich: Wer hält bei den ganzen Neuerscheinungen oder günstigen Angeboten diesen schon lange durch? 2019 war ein Jahr des schamlosen Konsumierens von neuen Titeln ( es sind aber auch unendlich viele grandiose Übersetzungen oder Geschichten erschienen, oder?! ), hemmungslosen Kauforgien und leider auch des mal mehr, mal weniger Lesens.
SUB-Regal

Zusammengefasst bedeutet das: 

~*Viele neue Bücher und nicht annähernd so viele davon gelesen, wie ich es manchmal gewollt hätte.*~

Dementsprechend muss ein kleines Kaufverbot her, auch weil ich nächstes Jahr zwar ins zweite Jahr meiner Elternzeit gehe, aber kein Geld mehr dafür bekomme und auch keinen Beruf mehr habe, in den ich zurückkehren kann. Sprich, es muss ein neuer Job her und das Geld muss mehr zusammengehalten werden. 

Allerdings habe ich schon den ein oder anderen Titel im Blick, den ich mir auch gerne gönnen würde - nur eben bedachter und reduzierter. 

Deswegen habe ich mir ein paar Regeln auferlegt:

a) Es müssen FÜNF Bücher gelesen werden, bevor ich mir ein neues Buch gönnen darf / bei Titeln unter 200 Seiten zählen zwei Bücher als ein komplett gelesenes Buch, damit ich mich nicht mit dünnen Geschichten um meine eigene Regel betrüge.

Montag, 14. Oktober 2019

[Blogtour] All Hallows Read 2019 - Nora Bendzko und ihre Galgenmärchen


Herzlich Willkommen zu der ersten Station der All Hallows Read Blogtour 2019 auf meinem Blog, welche unter der Führung von Tanja Karmann dieses Jahr zum dritten Mal stattfindet.

Diejenigen unter euch, die den Startbeitrag von Tanja verpasst haben oder sich generell fragen, was dieses "All Hallows Read" wohl sein mag, verlinke ich den Beitrag HIER - wer zu faul ist, auf den Link zu klicken, dem liefere ich eine kleine Zusammenfassung des Ganzen im Nachfolgenden.

Diese Blogtour richtet sich an die Leser, welche zu Halloween noch schaurige Leseempfehlungen benötigen oder auf der Suche nach einem passenden Buchgeschenk sind, welches sie dann zum 31.10 verschenken können und zwar egal an wen:

An Deinen Partner, Deine beste Freundin, Dein Kind. An Deine Nachbarin, Deinen Arbeitskollegen oder einfach einem Fremden auf der Straße.

Doch warum ein Buch an diesem Tag verschenken? Die ursprüngliche Idee dessen stammt von Neil Gaiman und wurde als Inspiration genommen, um diese Blogtour ins Leben zu rufen. Mehr Informationen über die Aktion des Autors findet ihr auf der offiziellen Website http://www.allhallowsread.com/.

Und nun ist es wieder so weit - der Oktober ist im vollen Gange und ihr könnt euch in den nächsten Tagen auf viele spannende, blutige, gruselige und aufregende Buchtipps freuen. 

Und wer ganz aufmerksam die Beiträge verfolgt, kann sogar eines von fünf Buchpaketen gewinnen, die am 31.10 von Tanja auf ihrer Website  verlost werden. Was ihr dafür tun müsst?

Sehenden Auges alle Buchstaben zusammen suchen, die sich in den Blogbeiträgen verstecken, sie in die richtige Reihenfolge bringen und das Lösungswort erraten ... nur dann habt ihr die Chance auf einen Gewinn. Also Augen auf, egal wie viele ihr davon besitzt, und mit ein wenig Glück könnt ihr euch auf neuen Lesestoff freuen.

Aber genug vorweg geredet, nun starten wir endlich mit meinem Beitrag zur Blogtour, auf welchen ich mich diebisch gefreut habe, denn hier möchte ich euch eine Autorin und ihre Werke vorstellen, welche mich letztes Jahr zum ersten Mal richtig das Fürchten gelehrt haben.

Ich heiße Antonie und ich werde euch heute durch die düstere Welt von Nora Bendzko und ihren Galgenmärchen führen. 

Das erste Mal in Berührung gekommen mit einem von Noras Büchern bin ich im Herbst letzten Jahres. Ich durfte "Hexensold" vor Veröffentlichung exklusiv lesen und suchte mir einen herbstlichen, regnerischen Abend im Ohrensessel aus, um nur eben mal einen kleinen Blick in die Geschichte zu werfen. 

Doch was mich da erwartete, zog mich auf eine morbide Art sofort in seinen Bann - ich meinte förmlich zu spüren, wie die ganze Handlung seine Klauen in mich schlug und mich dort in seiner furchtbar trostlosen, grauen Welt verankern wollte, nach meiner Seele griff und mir zeigte, wie wahrer Horror aussah.

Was sich hier vielleicht ein wenig übertrieben anhört, war für mich in dem Moment ( und an einem weiteren Abend, denn die Geschichte las ich an nur zwei Tagen zu Ende ) tatsächlich die vorherrschende Empfindung, denn Nora entführte mich in eine Geschichte voller Grausamkeit, Hoffnungslosigkeit und Elend, dass mir Angst und Bange wurde.

Ich habe schon einiges an Horror gelesen und würde mich eher als abgebrüht bezeichnen, aber diese Bücher schafften es jedes Mal, mich im tiefsten Inneren zu schockieren und mir zu zeigen, dass Horror so viel mehr sein kann, als reines Blutvergießen.

Doch was sind diese "Galgenmärchen" eigentlich?

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um Märchenadaptionen der Gebrüder Grimm - allerdings auf eine ganz neue Art und Weise interpretiert. Sie spielen sich vor der Kulisse des 30 Jährigen Krieges in Europa ab und werden von der Autorin selbst als "dunkelphantastische Thriller-Adaptionen" beschrieben.
Warum dann aber GALGENmärchen? 

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich mir während des Lesens nie die Frage gestellt habe, warum Nora Bendzko ihre Reihe so benennt. Die Bezeichnung Galgen erzeugt in mir eine düstere, unheimliche Atmosphäre, welche sich auch in den Büchern wiederspiegelt und für mich aus diesem Grund passend erschien. Es steckt aber doch ein wenig mehr hinter dieser Benennung und dies soll euch Nora selbst kurz darlegen:

Ich wollte den Tod im Serientitel so präsent haben, wie er es überall während des 30-jährigen Krieges war. Der Galgen kam damals häufig zum Einsatz, so viele Mörder, Ketzer und Hexen, wie es zu richten gab. Und wie der »Galgen« und die »Märchen« im Titel nebeneinander stehen, tun es Realität und Unerklärliches in den einzelnen Geschichten.
Ob bestialischer Mörder, verfluchtes Königshaus oder Menschen, die Tote sehen: Dich erwarten Märchen, wie du sie noch nicht gelesen hast!

Bisher besteht die Reihe aus vier Bänden, wovon zwei eher in die Sparte Kurzgeschichte fallen und welche alle Cover zum Niederknien haben ... wirklich. Leider habe ich bisher nur "Hexensold" und "Kindsräuber" in meinem Bücherregal stehen, aber auch das wird sich bald ändern.

Kleine Information am Rande: Ihr bekommt drei der vier Bücher ganz regulär über die verschiedenen Plattformen zu kaufen, nur "Bärenbrut" könnt ihr exklusiv bei der Autorin selbst über ihre Website erwerben. Der Kauf über sie lohnt sich allemal, denn es gibt auch einige feine Dinge wie z.B. Tassen oder Postkarten zu der Reihe zu kaufen - schaut also nur bei ihr vorbei, wenn euer Geldbeutel diesen Versuchungen gewappnet ist!

Lange Rede, kurzer Sinn. Hier kommen die einzelnen Bücher aufgelistet, chronologisch sieht das dann so aus:


Wolfssucht - Angelehnt an das Grimmsche Märchen "Rotkäppchen" 
( Kurzgeschichte )

Irina musste als Kind mit ansehen, wie ihre Schwester Leonore ermordet wurde. Nur weil Skandar, der Sohn des Jägers, sie beschützte, ist Irina noch am Leben.

Selbst als Erwachsene verfolgen sie die Bilder des brutalen Mordes. In ihrem Dorf fühlt sie sich ausgestoßen. Hinter ihrem Rücken nennt man sie verflucht. Allein Skandar will Irina für sich gewinnen. Als er sein Ziel nicht erreicht, schlägt seine Zuneigung in Gewalt um. Irina muss fliehen.

Doch »es« lauert immer noch da draußen. Im finsteren Wald. Leonores Mörder hat Irina nicht vergessen.

Ihre erneute Begegnung setzt blutige Ereignisse in Gang, die das ganze Dorf ins Verderben zu reißen drohen …



Kindsräuber - Beinhaltet das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm "Rumpelstilzchen" 

Prag, 1620: Krieg, Hunger und ein Geist mit dem Namen »Rumpelstilzchen« suchen die Stadt heim. Wo immer er erscheint, verschwindet ein Kind.

Alene, die die Gabe besitzt, die Geister der Toten zu sehen, ist ihm bereits vor einem Jahr begegnet. Nun ist sie selbst schwanger. Gequält von der Angst, ihr Kind verlieren zu können, schlägt sie sich im zerrütteten Prag durch. Aber sie scheint nur ein Spielball höherer Mächte zu sein:

Wieso tritt ihr lang verlorener Kindheitsfreund Patrik Emil wieder in ihr Leben? Warum will er sie zum König von Prag bringen? Alene muss nach Antworten suchen … doch ihr bleiben nur drei Tage. Denn Rumpelstilzchen hat ihren Tod prophezeit.



Bärenbrut - Angelehnt an das Grimmsche Märchen "Der Bärenhäuter"
( Kurzgeschichte )

Nachdem er den Schrecken des Krieges nur knapp entronnen ist, baut er sich als Jäger ein neues Leben auf. Er heiratet, bekommt einen Sohn. Doch die Menschen in seinem Dorf sind ihm gegenüber misstrauisch. Ein Fluch soll auf seiner Familie lasten.

Als seine lang verschollene Mutter wieder auftaucht und ihr der Tod ihres Mannes beigebracht werden muss, brodeln die Gerüchte von damals wieder.

Thorbens Vater sei nicht von einem Bären getötet worden, heißt es. Ein Mensch in Bärenhaut habe die Bluttat begangen … ein Gestaltwandler.



Hexensold - beinhaltet das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm "Rapunzel"

»Tanze nicht mit Feen und handle nie mit Hexen.« Elegio kennt diese Warnung, seit er ein kleiner Junge ist. Geboren in eine Familie von Assassinen wächst er im Oberitalien des 17. Jahrhunderts auf. Sein Vater Lysander setzt alles daran, ihn auszubilden. Doch dem sanften Elegio ist Töten zuwider.

Sein Leben ändert sich für immer, als er in den Besitz eines verzauberten Kleides gelangt. Es verwandelt ihn in Rapunzel – eine gefährliche Schönheit. In ihrer Gestalt ist er endlich der Todesengel, den Lysander in ihm sehen will.

Aber sein Vater hat ihn nicht grundlos vor Hexenwerk gewarnt. Mit Rapunzel erwachen Mächte im Land, die einen nie dagewesenen Krieg entfesseln.



Meine Empfehlung für All Hallows Read 2019 - welches Buch könntet IHR verschenken?

Wenn ich mich festlegen müsste, welche dieser Geschichten mein Favorit ist bzw. welchen Band ich euch zum Verschenken empfehlen würde, dann wäre das eindeutig "Hexensold". Selten habe ich eine Märchenadaption gelesen, welche mich so sehr fesselte, in Atem hielt und mir eine stattliche Gänsehaut vor lauter Horror verpasste. Nie zuvor habe ich solch eine Adaption von Rapunzel gelesen, die mich so vom Hocker hauen und begeistern konnte.

Und auch wenn die anderen Teile mich fast ebenso sehr mitnahmen, fehlte ihnen das letzte Fünkchen, welches mich in diesem Band entzündete und in seine Untiefen riss. 

Was Nora so perfekt schafft, ist der Spagat zwischen der reinen Adaption und ihrer ganz eigenen Welt. Zwischen den Zeilen schimmert immer wieder das eigentlicher Märchen hindurch und die markanten Punkte von Rapunzel werden auch erzählt - und dennoch ist es so viel mehr. So viel mehr gewaltiger, gruseliger, unheimlicher und düsterer als ich es jemals erwartet hätte.

Und genau das macht für mich den Reiz der Galgenmärchen aus. Sie sind einzigartig großartig und jedes meiner Worte bringt gar nicht zum Ausdruck, wie sehr ich diese Reihe euch ans Herz legen möchte. Sie passt perfekt in die Zeit um Halloween, wenn die Abende dunkler werden und die Kälte sich langsam über die Welt und in unsere Wohnungen schleicht.

Doch Achtung:

Wenn ihr euch in die Fänge dieser Welten werft, lasst euch eines gesagt sein ... nur die Mutigsten finden wieder einen Weg aus diesen grausamen Märchen hinaus. Die anderen armen Würmer müssen auf ewig ihr Leben dort fristen und dieses Schicksal wünscht ihr nicht einmal eurem ärgsten Feind.

Das war mein Beitrag zur All Hallows Read Blogtour 2019 - ich hoffe, ihr hattet beim Lesen ebenso viel Spaß wie ich beim Schreiben und lest vielleicht sogar selbst in eines von Noras Büchern hinein; wenn ich euch erfolgreich neugierig machen konnte, habe ich alles richtig gemacht!

Morgen geht es auch direkt weiter bei Sonja vom Blog Buchweiser, welche euch mit einem Thriller von Ruth Ware "In a Dark, Dark Wood" aufwartet. Und nicht vergessen: Sammelt fleißig die Buchstaben in den verschiedenen Beiträgen und habt so die Chance auf ein Buchpaket ... es lohnt sich.

Ein großer Dank geht hier nun auch an Tanja Karmann, die es mir ermöglicht hat, bei dieser außergewöhnlichen Blogtour dabei sein zu können. Es war mir eine Freude und auch ich werde mir die verschiedenen Buchtipps zu Gemüte führen, denn ein bisschen Horror hat ja noch nie geschadet *muahahaha*

Sonntag, 15. September 2019

[Rezension] The Silence - Tim Lebbon



*Werbung / Rezensionsexemplar*

The Silence von Tim Lebbon

Umfang: 408 Seiten | Genre: Endzeit

Verlag: Buchheim | Preis:17,99 € 



In der Dunkelheit eines unterirdischen Höhlensystems jagen blinde Kreaturen einzig mit Hilfe ihres Gehörs. Als sie aus ihrem Gefängnis entkommen, schwärmen sie aus und töten alles, was nur den geringsten Laut von sich gibt.

Zu schreien, ja sogar zu flüstern bedeutet den sicheren Tod.

Als die Horden über Europa herfallen, trägt ein britisches Mädchen fieberhaft sämtliche Informationen über sie zusammen. Seit Jahren taub, weiß Ally, was es heißt, in absoluter Stille zu leben. Und dieses Wissen ist bald die einzige Chance für sie und ihre Familie, zu überleben. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem abgelegenen Zufluchtsort, um das Ende der Bedrohung abzuwarten.

Doch was für eine Welt wird noch übrig sein, wenn die Vesps sie verlassen haben?

Meine Meinung:

Diese Geschichte war nach langer Zeit mal wieder ein Endzeit-Szenario ganz nach meinem Geschmack. Vorweg sei schon gesagt, dass wir hier ganz ohne schnulzige Liebesgeschichte auskommen, die Idee dahinter mir nicht so abgegriffen erschien wie in manch anderen Büchern und eine Atmosphäre herrschte, die mir mehrmals das Gefühl der kompletten Ausweglosigkeit gab.

Die Handlung fängt relativ ruhig an. Wir lernen Ally und ihre Familie kennen, welche in England leben und den ganz normalen Alltag erleben. Das einzige, was hierbei ein wenig hervor sticht ist die Tatsache, dass Ally seit einem Autounfall ihr Gehör verloren hat und sich mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder per Zeichensprache austauscht.

Da ich mit dieser Thematik nicht vertraut bin, weiß ich nicht, inwiefern Tim Lebbon Allys Taubheit korrekt dargestellt hat, aber für mich wirkte alles stimmig und wenig effekthascherisch - das nur am Rande für meine Rezension erwähnt.

Ally sieht im Fernsehen, wie sich bei der Öffnung eines uralten Höhlensystems in Moldavien seltsame Kreaturen ihren Weg in die Freiheit bahnen und die gesamte Forschungstruppe dort rasch und brutal zur Strecke bringen. Nach dem ersten Schrecken vergisst sie diesen Vorfall vorerst wieder, bis sich immer mehr Berichterstattungen häufen, die von seltsamen Flugwesen berichten, welche Menschen angreifen und töten.

Vielleicht war dies das letzte Mal, dass Jude und ich uns aus Spaß einen Kampf lieferten. Wie so viele bedeutende Meilensteine zog es an uns vorüber, ohne dass wir es bemerkten. Später, in der Erinnerung, nannte ich diese Mahlzeit unseren letzten schönen Moment.
Ich lief nach oben in mein Zimmer und einer grauenhaften, von Lärm erfüllten Zukunft entgegen.

Noch sind die fledermausartigen Vesps, wie diese Kreaturen betitelt werden, eine übersehbare Bedrohung, die dazu weit weg von Ally und ihrer Familie stattfindet. Doch dann gerät alles schneller aus den Fugen, als alle es für möglich gehalten hätten und die einzige Option, welche ihnen bleibt, ist die Flucht.

Bloß, wohin soll man fliehen, wenn man gar nicht weiß, vor was genau man flieht? 

Wir erleben die Geschichte nicht nur aus Allys Sicht, sondern auch aus dem Blickwinkel ihres Vaters Huw. Ich hatte am Anfang des Buches die Befürchtung, dass mich diese beiden Sichtweisen auf Dauer langweilen würden, zeigen sie ja ein und die selbe Familie mit ihren Problemen und Schwierigkeiten auf der Flucht auf. Doch überraschenderweise hatte ich während der gesamten Handlung nicht einmal das Bedürfnis, aus Langweile einen anderen Charakter verfolgen zu wollen.

Nein, hier fließen beide Blickwinkel ineinander über, ohne sich zu überschneiden und präsentierten mir auch gleichzeitig zwei ganz unterschiedliche Gefühlswelten: 

Einmal die jugendliche, manchmal fast kindhafte Welt von Ally, welche gleichzeitig mit den Nachwirkungen des Unfalls und dem Verlust ihres Gehörs zu kämpfen hat und Huws vernunftbestimmte Sicht eines Erwachsenen, der seine Familie einfach nur in Sicherheit bringen möchte inmitten des ganzen Chaos, welches nach und nach in ihrer behüteten Welt ausbricht.
Und das schlimmste an ihnen war ihre Unnatürlichkeit. Es hätte sie einfach nicht geben dürfen. Sie waren wie die Kinderzeichnung eines Monsters, die zum Leben erwacht war, alles Lustige war entfernt worden und nur das Entsetzen und die Widerwärtigkeit blieben übrig.
[...] Sie hatten das natürliche Gleichgewicht erschüttert. Eine Mutation. Eine Plage.
Die Kreaturen, die Vesps, waren in meinen Augen eine ganz neuartige Bedrohung, welcher ich so noch nicht in anderen Endzeitromanen begegnet bin. Ich fand den Grundgedanken unfassbar spannend ( und beunruhigend! ), wie viele solcher unerforschter Höhlensysteme es wohl so auf der Welt geben mag und was darin so kreucht und fleucht ... ähnlich wie in den Tiefen der Ozeane und seien wir mal ehrlich: Ich möchte das gar nicht so genau herausfinden!!

Mit dieser Angst spielt der Autor auf eine sehr perfide Art und Weise und das ziemlich gekonnt. 

Die Vesps werden grob gesagt als katzengroße Fledermäuse beschrieben, welche sich nur an Geräuschen orientieren und im Rudel jagen. Dabei können sie große Entfernungen spielerisch überwinden und sich rasant vermehren, in dem sie in Leichname Eier legen und diese bei Gefahr, bzw. bei einer gewissen Geräuschkulisse, aufplatzen und neue Kreaturen ans Tageslicht entlassen.

Und so erklärt sich auch der Titel, welcher nicht passender sein könnte. Denn wer in dieser apokalyptischen Welt neben den Vesps überleben möchte, muss still sein ... sehr sehr still, denn jegliches Geräusch kann den eigenen Tod bedeuten und dieser gestaltet sich auch nicht ganz so harmlos, wie man eventuell vermuten mag. Dieser Umstand hat mich im Laufe der Handlung zum Nachdenken gebracht, mir einige grausige Szenen beschert und war für mich als Leser oft auch hart an der Grenze zum Erträglichen.

Die Atmosphäre, welcher Tim Lebbon mit jeder weiteren Seite entstehen lässt, war unfassbar bedrückend, lag schwer auf meinen Schultern und ließ mich die Hoffnungslosigkeit mit jeder Faser meines Körpers spüren. Manche Passagen erwischten mich eiskalt, warfen mich in einen Strudel aus Entsetzen und Traurigkeit und befeuerten mein eigenes Gedankenkarussell. Wie grausam können Menschen werden, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt? Was würde ich selbst tun, wenn ich in dieser Situation wäre und meine Familie beschützen müsste?
Mum stand auf. "Wir sollten uns vorbereiten", sagte sie in Zeichensprache. "Vergewissern wir uns, dass wir an alles gedacht haben." Wie können wir an alles denken, wenn wir nichts wissen? frage ich mich. Aber ich holte tief Luft und versuchte, meine Nerven zu beruhigen. Jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt, um in Panik zu geraten. Jetzt war der Zeitpunkt, um still zu sein.
Der einzige Kritikpunkt, der sich bei mir mit einem richtigen Paukenschlag einschlich, war die Spannung gegen Ende und der Schluss an sich. Irgendwo auf den letzten 50 Seiten ging die aufgebaute Spannungskurve komplett flöten, sackte ins Unendliche und ließ mich ein wenig ernüchtert zurück. Wo ich noch 1-2 Seiten vorher mit unseren Protagonisten mitgefiebert hatte, klaffte nun ein großes Loch und ich wollte nur noch wissen wie die Geschichte denn nun ihr Ende findet.

Entweder musste hier ein schnelles Ende her ( aus Zeitgründen?) oder der Autor wusste selbst nicht mehr, wo sein roter Faden hin entschwunden war, auf jeden Fall fehlte den letzten Seiten der nötige Thrill, um mich bei Laune zu halten. Die Handlung drehte sich um sich selbst, es gab keinen nennenswerten Fortschritt und dann kam auch noch dieses Ende um die Ecke.

Es hätte nicht offener, nicht ungeklärter und an keiner unpassenderen Stelle sein können und so ließ es mich mit hochgezogenen Augenbrauen unbefriedigt zurück.

Hier hätte ich mir mehr gewünscht, denn die Geschichte und deren Grundidee gefiel mir unfassbar gut, und dieser Schluss wurde dem Ganzen nicht so wirklich gerecht. 

Nach einem Höhenflug folgte für mich an diesem Punkt eine nicht nachvollziehbare Bruchlandung, die mir diesen Endzeitroman im Nachhinein ein wenig vergrätzte. Vielleicht hält der Autor sich einen zweiten Teil in der Hinterhand offen und selbst dann hätte man die Handlung zu einem anderen Zeitpunkt beenden können, ohne den Leser so in der Luft schweben zu lassen.

Mein Fazit:

Eine Geschichte, die mir direkt unter die Haut kroch und noch lange im Gedächtnis hängen blieb. Eine Endzeitstimmung, wie ich sie mir nicht grausiger und brutaler hätte erträumen können und eine Welt, die so sehr im Chaos versinkt, dass es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Auch wenn der Schluss mich so gar nicht von sich überzeugen konnte, so mochte ich den Weg dorthin unglaublich gerne und flog mit angehaltenem Atem nur so durch die Seiten.

Für Fans von düsteren Geschichten, die einen eiskalt im Nacken packen, ist "The Silence" auf jeden Fall einen Blick mehr wert und wer eher den schnellen Genuss bevorzugt, kann sich die Verfilmung bereits im Kino ansehen.

*~4 von 5 Sterne~*

Ein herzliches Dankeschön an den Buchheim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar, ich habe mich tierisch darüber gefreut und viele spannende Lesestunden damit verbracht!

Samstag, 7. September 2019

[Blogger empfehlen #5] Stefanie von bellaswonderworld.de

Eine neue Rubrik darf auf meinem Blog einziehen ... ich hoffe, ihr kommt noch hinterher! Die neue Kategorie ( wie ihr im Titel schon erspäht habt ) nennt sich

Blogger empfehlen

und kommt nun wöchentlich jeden Samstag online. Diese Idee entstand ganz nebenbei.

Ich wollte eine  Bloggerin anschreiben und fragen, welche Bücher sie mir denn empfehlen könnte; denn a) bin ich von Natur aus wahnsinnig neugierig und b) stöbere ich unfassbar gerne in Empfehlungen anderer Leseverrückter. Da ich dies aber bei so ziemlich jedem Buchblogger tun könnte und auch nicht ständig auf Twitter nach Empfehlungen fragen wollte, kam mir der Gedanke zu "Blogger empfehlen".

Heute darf ich euch Stefanie von bellaswonderworld.de vorstellen und ihre liebsten Buchempfehlungen. 

Auf den Blog bin ich bei einem Empfehlungsmarathon gestolpert - Jürgen hatte mir einige lesenswerte Blogs geschickt zum Stöbern und ich war sofort angetan von dem Design und der Fülle ( !!!) an Beiträgen von Stefanie. Eine kunterbunte Mischung überrollte mich dort und etliche Titel schlichen sich schon bei dem ersten flüchtigen Stöbern auf meine Wunschliste.

Stefanie schafft es einfach immer gekonnt, ( ob auf ihrem Blog oder auf Instagram ) mich mit kleinen aber feinen Hinweisen neugierig auf eine Geschichte zu machen - ganz egal, ob diese in meinem Wohlfühlgenre liegt oder ein ganzes Stück abseits. 

Durch sie, und einige andere Blogger, habe ich auch die Graphic Novels neu für mich entdecken können und seitdem wandern munter und ungehemmt die Empfehlungen in meinen Warenkorb ... sehr zu dem Leidwesen meines Geldbeutels! 

Romane, Klassiker, Kinderbücher ... alles könnt ihr hier finden und den tollen Rezensionen von Stefanie lauschen. Besonders pfiffig finde ich ihre Trailershow, die man sich etwas weiter unten auf bellaswonderworld.de ansehen kann - generell solltet ihr ihrem Blog einen Besuch abstatten. Doch vorsichtig, hier herrscht Suchtgefahr!

Aber genug gequatscht, hier kommen ihre Empfehlungstitel, ihr schönstes Buch im Regal, ihre größte Enttäuschung UND ein Wunschlistenkandidat. Augen auf und los!

1.) Hi Stefanie, wie wundervoll dass du mir meine Fragen beantwortet hast und ich deine Empfehlungen teilen darf! Was sind denn deine 3 liebsten Toptitel?

Ich bin eine vielseitig interessierte Leserin und da ist es ganz schön schwer, mich auf nur drei Empfehlungen festzulegen. Deshalb habe ich mir überlegt, aus den drei großen Kategorien die mein Leserherz höher schlagen lassen - Klassiker, Fantasy und Gegenwartsliteratur -  je eine Empfehlung auszusprechen.

Klassiker 

1.) "Lieber Daddy-Long-Legs" von Jean Webster ist ein absolut toller Klassiker. In dem Briefroman geht es um das Waisenmädchen Judy Abott, dass durch einen mysteriösen Gönner gefördert wird und dadurch die Chance erhält an einem College zu studieren.

Fantasy 

2.) "Die Brautprinzessin" von William Goldman habe ich 2008 durch das grellpinke Cover zufällig in der Buchhandlung entdeckt und bin immer noch sehr froh um diesen Umstand. 

Die hinreißende  Fantasygeschichte gehört seither nämlich zu meinen liebsten Geschichten.

Gegenwartsliteratur 

3.) "Die Farbe von Milch" von Nell Leyshon spielt sich inmitten des 19. Jahrhunderts ab und hält die berührende Geschichte eines jungen Mädchens bereit, dass die harte Arbeit auf dem Feld gewöhnt ist und mit ihrem eindrucksvollen Wesen immer wieder in der patriarchalen Welt aneckt.

2.) Welches Buch in deinem Regal hat die schönste Aufmachung? (Cover, Gestaltung, Innenleben…)

Hier liefern sich gleich mehrere Bücher ein hartes Rennen. Wenn ich alle Stichpunkte beachte setzt sich die unglaublich schöne Ausgabe von Jane Austens Klassiker "Stolz und Vorurteil" in der blumigen Schmuckausgabe des Coppenrath Verlags, mit den wahnsinnig hübschen Illustrationen von Marjolein Bastin, sowie den zahlreichen kreativen Einlagen zwischen den Buchseiten  und erhält Platz eins.

Dicht gefolgt von den schönen bibliophilen Märchenausgaben wie z. B. "Peter Pan", "Die Schöne und das Biest", "Das Dschungelbuch" etc., die durch das einfallsreiche Designstudio Mina Lima zu etwas ganz Besonderem gemacht wurden und ebenfalls aus dem Coppenrath Verlag stammen, auf Platz zwei.

Auf dem dritten Platz landet "Das Schiff des Theseus" von J. J. Abrams, welches nicht nur durch die besondere Aufmachung sondern auch durch ein spezielles, in sich verschachteltes, Storytelling für ein außergewöhnliches Leseerlebnis sorgt.

3.) Welche Geschichte war lesetechnisch deine größte Enttäuschung?

Ich kenne mich und meinen Lesegeschmack recht gut und daher hatte ich bisher nur wenige Enttäuschungen zu verzeichnen. Am tiefsten sitzt meine Enttäuschung bei "Ein plötzlicher Todesfall" von J. K. Rowling. Nachdem sie mich viele Jahre meiner Jugend mit ihren magischen Harry Potter Büchern begleitete und ich diese auch sehr liebe, war diese Veröffentlichung von ihr einfach nur ein Griff in's Klo. 

Der Höhepunkt der Geschichte spielt sich direkt zu Beginn ab, was folgt ist eine langatmige und gähnend langweilige Story.

4.) Welcher Titel steht ganz oben auf deiner Wunschliste?

Obwohl meine Wunschliste recht lang ist, fällt mir direkt ein Titel ein, der ganz weit oben rangiert. Dabei handelt es sich um den von der griechischen Mytholige angehauchten Roman "Ich bin Circe " von Madeline Miller, der am 30. August im Eisele Verlag erscheinen wird.

Danke Stefanie ( bellaswonderworld.de ), dass du bei dieser Aktion mit dabei warst und mit uns deine Empfehlungen geteilt hast. Du wirst auf immer meine Wunschlisten-Erweiterin bleiben ... keine Angst, ich verzeihe dir :D

Wenn auch DU mit bei meiner Aktion dabei sein möchtest, dann schreib mir doch einfach eine kurze Nachricht unten in die Kommentare. Ich freue mich auf euch, wir lesen uns nächste Woche wieder.
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